Die “Superspreaderin”, die keine war

Von | September 22, 2020

Von Peter Baier

Wir erinnern uns: Vor ca. 2 Wochen geisterte eine Geschichte durch die Presse um eine angebliche “Superspreaderin” in Garmisch-Partenkrichen, die angeblich Dutzende Bewohner der oberbayerischen Stadt bei einer ausgiebigen Kneipentour angesteckt haben soll.

Diese Tour habe sie, so die Meldungen, trotz bestehender Quarantäneauflagen durchgezogen. Die Empörung ob dieser “maßlosen Unvernunft” (Pressezitat) war groß. Und das Lamento der üblichen Verdächtigen ließ nicht lange auf sich warten.

“Corona”-Rambo Söder beispielsweise urteilte sogleich, dass die Dame sich unverantwortlich verhalten habe und forderte “höhere Strafen” bei Verletzung von Quarantänteauflagen.

Jetzt stellte sich heraus, wie so oft, dass alles Bullshit war. Weder hatte die Dame nachvollziehbar eine Quarantäne auferlegt bekommen (zumindest wissen die Behörden das nicht, wie üblich in Bayern, möchte man fast sagen) noch ist nachweisbar, dass sie überhaupt jemanden infiziert hat:

Von 32 Neuinfektionen, die man am Freitag registriert habe, stehe jedoch nur ein Teil im Zusammenhang mit der 26-Jährigen. Dies seien vor allem die Infizierten des Hotels, in dem die Frau selbst arbeitet. Allerdings: Das Landratsamt kann in keiner Weise sagen, ob die Frau ihre Kolleginnen und Kollegen angesteckt hat – oder schlicht selbst dort angesteckt wurde. Weitere Neuinfektionen hätten jedenfalls keinen Kontakt mit der Frau gehabt.

Somit ist bislang keine Infektion in Garmisch-Partenkirchen nachweislich auf die Frau zurückzuführen, die von Behörden, Politik und Medien seit Tagen “Superspreaderin” genannt wird. Fragwürdig erscheint in diesem Zusammenhang das Verhalten des Landrats und einiger Medien, die die Verantwortung für den Anstieg der Zahlen eines ganzen Landkreises ohne Beweise dem Verhalten einer jungen Frau anlasten.

(Quelle)

Dieser peinliche Vorfall um neuerliche Fakenews in Zusammenhang mit “Corona” zeigt mal wieder deutlich, was die Kernsubstanz von “Corona” mittlerweile ist. Da die Infektionswelle schon lange vorbei ist und man nur noch mit positiven Testergebnissen (aber eben nicht mir Erkrankten) aufwarten kann, muss regelmäßig eine neue Sau durch’s Dorf getrieben werden. Und da taugt eine mutmaßliche “Superspreaderin” sehr gut, auch wenn sie im Nachhinein betrachtet keinen Menschen nachweislich angesteckt hat. Wir werden aber sicher noch viele solche Geschichten zu lesen bekommen, denn die Panikstimmung muss hochgehalten werden. Ein Mittel dazu sind die zu tragenden Gesichtswindeln ebenso wie die erfunden Geschichten von angeblichen “Superspreadern”.

Ein Gedanke zu „Die “Superspreaderin”, die keine war

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