Wenn Erdogan mal “freundlich” nachfragt: Reisewarnung nach Gutsherrenart

Von | August 8, 2020

Bis vor kurzer Zeit bestand eine Reisewarnung das deutschen Auswärtigen Amtes (AA) für die Türkei. Ganz plötzlich wurde diese für die 4 wichtigsten Touristengebiete an der Mittelmeerküste zurückgenommen:

(Quelle)

Grund war lt. “tagesschau.de”, dass die Inzidenz für Covid-19 nun nur noch 5 pro 100.000 betrage.

Es ist m. E. kaum davon auszugehen, dass diese Zahl korrekt ist. Erdogan ist nicht gerade als besonders ehrlicher Politiker bekannt. Zahlen lassen sich manipulieren, bei Wahlen hat er entsprechende Fähigkeiten schon mehrfach an den Tag gelegt. Hier geht es wohl um politische Entscheidungen: Das Merkelregime hat, so kann man vermuten, einer “dezenten Bitte” des Despoten vom Bosporus nachgegeben und nun für die wichtige Sommer- und Herbstsaison “grünes Licht” für Reisen in die Türke gegeben.

Denn Erdogans Staat ist Pleite und braucht dringend Geld, die Wirtschaft liegt darnieder und das Volk wird unruhig. Machtverlust droht, die Bürgermeisterwahl in Istanbul, bei der ein Oppositionskandidat vor ca. einem Jahr haushoch gegen einen AKP-Mann gewann, war ein Warnschuss.

Und da springt der kleine Heiko aus dem AA gerne mal für den Despoten in die Bresche und führt ihm Touristen und damit die dringend benötigten Devisen zu. Infektionsrisiko hin oder her. Cash zählt. Und sonst gar nichts.

Peter Baier 08.08.2020

 

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