Leben im “Corona”-Irrenhaus

Von | November 29, 2020

Viele von uns erleben derzeit staunend und ungläubig  die “Herrschaft des Absurden” und ich vertrete daher schon länger die Auffassung, dass am Geisteszustand der uns Regierenden nicht ganz unerhebliche Zweifel bestehen. Wer z. B. mit “Mundschutz” ausgerüstet vor einem Computer sitzt und an einer Videokonferenz teilnimmt, wie unlängst Herr Söder, hat ein Problem, bei dem die Konsultation eines Spezialisten indiziert wäre. Oder er hat einfach den Unterschied zwischen “SARS-CoV-2” und “Computervirus” nicht verstanden und denkt, die Windel vor dem Mund sei ein adäquater Ersatz für “Norton Antivirus”. Bei dem bayerischen Faschingsprinzen halte ich alles für möglich.

Die oben genannten Zweifel werden übrigens mit der Zeit nicht unbedingt geringer, ganz im Gegenteil. Heute stieß ich auf eine Zeitungsseite, wo man seitens der Redaktion den Versuch gemacht hat, den vorweihnachtlichen “Corona”-Irrsinn in einfacher Darstellung der Leserschaft zu vermitteln. Ob das gelungen ist, daran darf man angesichts der Abstrusität der dargereichten “Regeln” gerne zweifeln. Ich habe es jedenfalls nicht verstanden.

Kurz und bündig zusammengefasst sieht das also derzeit (auszugsweise) so aus:

  • Eine erwachsene Tochter darf ihre Eltern besuchen, muss aber Mann und Kinder daheim lassen. Ausnahme: Wenn Kinder beaufsichtigt werden müssen, dürfen sie mitkommen. Zu gnädig.
  • Kommt in oben genannter Fallkonstellation der Schwiegersohn auch noch mit, muss ein Elternteil das Haus verlassen. Wollen wir hoffen, dass dieser in die Verbannung getriebene Elternteil nicht schnurstracks in den nächstbesten “Corona”-Hotspot hineinstolpert, der sich schon im Treppenhaus gebildet haben könnte. Ob in der Zeitspanne, wo z. B. Mama den Besuch bespaßt sich Papa auch einfach auf dem Klo einschließen darf (zur Not mit “Mund-Nase-Bedeckung” ausgerüstet),  müsste man noch herausfinden.
  • Alternativ können aber auch Mama, Tochter und Schwiegersohn gemeinsam das Haus verlassen, zusammen spazieren gehen, müssen dabei aber den magischen “Mindestabstand” einhalten und eine Mundwindel tragen. Papa ist aber wieder zum “MoF” (“Mensch ohne Freunde”) degradiert und darf nicht mit, kommt dafür aber wenigstens aus dem Klo raus. Und was mit dem ggf. vorhandenen Familienhund in der Zeit getan werden darf bzw. muss ist nicht definiert. Hier besteht Klärungsbedarf. Dringend!
  • Ähnlich blödsinnig ist auch folgende Regelung: Hat eine Familie zwei studierende Kinder, darf jeweils nur ein Kind die Eltern besuchen. Wenn man aber der Nachwuchs den Nebenwohnsitz bei den Eltern hat ist das wieder OK.
  • Das auf der Seite auch genannte Thema “Radtouren” müssen wir nicht weiter erörtern, es ist momentan zu kalt dafür. Aber wenn es Weihnachten (wie üblich) wieder wärmer wird, kann es kompliziert werden.

Nachtrag: Ganz schlimm um die Gesundheit muss es auch bei der örtlichen Bullettenbraterei bestellt sein. Das ist wohl eine “Corona”-Todeszone. Am McDrive hängt nämlich ein Hinweis, dass man die dort gekauften Gegenstände (ich nenne sie nur sehr widerstrebend “Essen”) nicht im Umkreis kleiner als 50 Meter von dem “Mäckes” verzehren darf. Bei 50,01 Meter Distanz hat man aber wohl doch einige Überlebenschancen.  Wenn man nicht zu viele Burger auf einmal verdrückt. Aber “Corona” ist dort dann wohl gebannt.

Ich frage mich, wer sich überhaupt solch einen furchtbaren Blödsinn ausdenkt. Wahrscheinlich jemand auf einer Ministerialdirigentenstelle, besoldet mit B6, und jetzt dem überaus guten Gefühl, zum Fortbestand der Menschheit einen essentiellen Beitrag geleistet zu haben. Ein Staat, der sich so etwas leistet, steht indes nicht nur intellektuell kurz vor dem Abgrund. Wir haben in diesem Land ein IQ-Problem. Und das müssen wir lösen!

Mir ist der ganze Unsinn sowieso viel zu kompliziert. Ich steige da nicht mehr durch und treffe mich einfach mit wem ich wann immer will. Das Motto hier heißt sowieso “Rheinland-Pfalz. Wir machen’s einfach.” Also machen wir das dann eben so.

9 Gedanken zu „Leben im “Corona”-Irrenhaus

  1. Christian

    “Wer z. B. mit “Mundschutz” ausgerüstet vor einem Computer sitzt und einer Videokonferenz teilnimmt, wie unlängst Herr Söder, hat ein Problem, bei dem die Konsultation eines Spezialisten indiziert wäre.”

    Der Söder stellt lediglich dar, wofür die MNB lt. WHO angesagt ist: es ist ein symbolisches Bekenntnis, dass etwas mehr für die sog. “Hygiene” zu tun wäre. Ein darüber hinaus effektiver Nutzen, neben Spuckschutz, kann auch die WHO nicht verlautbaren. Insofern sagen sie schon noch die Wahrheit. Man sollte es nur kapieren.
    Nochmal: Söder führt lediglich symbolische Handlungen/ Rituale aus. Er kann nachher vor einem Tribunal auch diesen Ansatz als Grundmotivation verkünden. Wer ihm aber glaubt, dass diese Maske wirklich schützen könnte, jener ist doch wohl der Vollpfosten.

    Weiter, lieber Peter, es gibt ein IQ-Problem, o.k., allerdings bei den Empfängern welche von den Sendern nach Strich und Faden verarscht, ja, mehr noch, verhöhnt werden.

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    1. admin Beitragsautor

      Ach so. Und ich dachte immer, Politiker seien dazu, ein Land klug und weise zu regieren und den Nutzen des Volkes zu mehren. Dass die Zelebrierung öffentlicher Rituale auch zur Stellenbeschreibung gehört, war mir neu. 😉

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      1. Christian

        … ja, dachte ich mir und deswegen musste ich das noch einmal so betonen, wie es denn wirklich ist. 😉

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  2. Flora

    Ich lasse mir ebenfalls nicht vorschreiben, wann und mit wem ich mich treffe. Wenn wir meine Eltern besuchen, dürfte meine erwachsene Tochter, die naturgemäß eine eigene Wohnung hat, nicht mitkommen. Meinen Sohn hingegen schon, weil er noch bei uns wohnt. Oder darf nur ich allein zu meinen Eltern? Ich weiß es nicht und ich weigere mich auch, jeden neu erfundenen Blödsinn zu verinnerlichen. Das beleidigt einfach nur noch meine Intelligenz.

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    1. admin Beitragsautor

      Absolut. Ich halte diese staatlichen Übergriffigkeiten schon seit längerer Zeit für unerträglich. Was maßen sich diese Leute eigentlich an? Mit wem ich mich, wo und unter welchen Umständen treffe hat niemanden zu interessieren. Es geht hier auch gar nicht um Gesundheit.Diese angebliche Pandemie ist nur ein Vorwand für die Exekutive jetzt mal endlich da zu tun, was sie schon immer wollte: Ohne Parlamentsvorbehalt lustig und fröhlich nach Gusto zu regieren. Und zwar ohne dass jemand hineinredet. Außer den Gerichten vielleicht.

      Ich finde es überdies besonders auffällig, wie lernresistent diese Politikerkaste ist. Was mich wundert ist z. B., warum wir den gleichen Quatsch wie z. B. die 800m²-Regel in Geschäften, die im Frühjahr vor Gericht gekippt wurden, nun wieder in den Verordnungen sehen. Lernen diese Politiker eigentlich gar nichts?

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      1. Christian

        “Ach so. Und ich dachte immer, Politiker seien dazu, ein Land klug und weise zu regieren und den Nutzen des Volkes zu mehren. Dass die Zelebrierung öffentlicher Rituale auch zur Stellenbeschreibung gehört, war mir neu.” 😉

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