Der Schwindel mit den Intensivbetten

Von | April 10, 2021

Heute morgen fiel mein Blick beim Bäcker auf das örtliche Käseblatt, respektive dessen Titelseite. Die Postille nennt sich “Die Rheinpfalz” und taugt hervorragend zum Ausstopfen von Paketen, wenn man etwas verschicken möchte, was zerbrechlich ist. Zu mehr aber auch nicht. Es  wurde getitelt (sinngemäß):

Der Bund will mehr Kompetenzen beim Infektionsschutz, weil die Intensivbettenbelegung durch Covid-19 steigt

Es ging also darum, die drohende Abschaffung des Föderalismus beim Infektionsschutzgesetz hübsch zu verpacken. Und den Job macht die “Rheinpfalz” als 100% den Staatsorganen höriges “Nachrichtenmedium” ganz ordentlich. Denn das Blatt ist vollkommen auf Regierungskurs. Kritischer Journalismus? Fehlanzeige!

Aber die Meldung hat mich inspiriert, doch mal wieder einen echten Faktencheck zu machen. Die Datenquelle ist www.intensivregister.de, dort gibt es Seite mit Zeitreihen, die Daten auch in Tabellenform bereithalten.

Und gleich die erste ausgewertete Reihe hat gezeigt, dass die Meldung der “Rheinpfalz” nur die halbe Wahrheit ist:

Wie man sieht, steigt, die Kurve in orange zwar tatsächlich gerade wieder an, aber die Zahl der Covid-19 Patienten war schon mal deutlich höher, nämlich ungefähr in der Mitte des Januar 2021. Jetzt möchte allerdings Frau Merkel ihren Machtrausch vollends ausleben, also muss eine entsprechenden Meldung her. Und die Presse liefert die entsprechenden Munition. “Mission accomplished.”

Intensivbettenbelegung seit Monaten konstant

Man kann in der Grafik zudem gut erkennen, ist, dass die Zahl der belegten Betten seit August 2020 in etwa konstant ist. Eine durchaus interessante Erkenntnis. Also scheint es eine nicht vernachlässigbare Anzahl von Fällen zu geben, wo Patienten auch auf andere Stationen (im Nicht-Intensivbereich) verlegt werden können. Oder sollte es daran liegen, dass nun viele Patienten ihren Herzinfarkt oder Schlaganfall auf später verschieben und erstmal “Covid” bekommen? Das dürfte doch eher unwahrscheinlich sein.

Bettenkapazität langfristig verringert

Was man gerüchteweise vernommen hat, nämlich dass im Laufe der ach so schlimmen “Pandemie” die Anzahl der gesamt zur Verfügung stehenden Intensivbetten in Deutschland schrittweise verringert wurde, lässt sich natürlich auch anhand der gefundenen Daten belegen.

Wir wollen das mit zwei Grafiken aufzeigen. Die erste Grafik zeigt die belegten Betten (blau), die freien Betten (orange) und die sog. “Notfallreserve” (gelb).

Es fällt auf dass, wie gezeigt, die Zahl der belegten Betten konstant ist, die Zahl der freien Betten aber kontinuierlich abnimmt. Das lässt nur einen Rückschluss zu: Die Gesamtkapazität muss im Laufe der Zeit kleiner geworden sein. Summiert man die Zahlenwerte für belegte und freie Betten auf, so kommt dies auch klar zum Vorschein:

Der steile Aufbau der Intensivbettenkapazität am Anfang der Periode hat vermutlich damit zu tun, dass das Intensivregister (namentlich die Datenbasis) erst zu diesem Zeitpunkt eingerichtet wurde und die Meldungen nicht sofort vollständig waren.

Der Abbau der Intensivbettenkapazität in Deutschland begann dann erkennbar im August 2020 und setzt sich bis in den Januar 2021 fort. Also mitten in der “schlimmsten Pandemie aller Zeiten”. Das ist, zurückhaltend gesprochen, “ungewöhnlich”. Es grassiert das schlimmste Killervrius und rafft zu 10.000en die Leute dahin und die Krankenhäuser bauen dringend benötige Betten ab? Für dieses Absurdum gibt es mehrere Erklärungen, die zwei wahrscheinlichsten sind:

  1. Diese “Pandemie” existiert nicht (oder nur in den Labors, welche die Tests auswerten),
  2. Die Sache folgt einem Plan und man will durch künstliche Verknappung die Rahmenbedingungen für eine “neue Normalität” schaffen.

Beide Erklärungen schließen sich übrigens nicht gegenseitig aus. Aber das Schöne an der “Pandemie” (bzw. dem damit verbundenen “Narrativ”) ist, dass man sie durch Informationen aus frei zugänglichen Datenquellen so schön in ihre Einzelteile zerlegen kann. Denn der “Corona”-Hoax ist wirklich nicht allzu clever eingefädelt. Was mich bei jenen, die ihn veranstalten, auch nicht wundert. Aber das Thema “nicht die allerhellsten Kerzen auf der Torte” hatten wir hier schon oft behandelt. Ich erspare Ihnen weitere diesbezügliche Erörterungen.

Nachtrag: Ein treuer Leser hat mich mit einer Meldung aus dem nördlichen Ende dieser Republik dieser Republik versorgt:

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat sich im April 2020 nach allen Regeln der Kunst auf den erwarteten Ansturm der Corona-Patienten vorbereitet und seine Intensivbetten von 172 auf 362 aufgestockt. Es hat medizinisches Personal geschult und für circa 5,5 Millionen Euro Medizintechnik angeschafft. Was ausblieb, waren die Corona-Patienten. In der Woche der höchsten Auslastung – die erste Februar-Woche 2021 – wurden im Klinikum nur 65 Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut. In vielen Monaten seit April 2020 lag die Auslastung bei unter zehn Patienten, teilweise sogar bei null. (Quelle)

Dafür durfte man in Kiel aber einige Zeit nicht mehr aus dem Haus wg. Ausgangssperre. Wat ‘n Schietkram!

2 Gedanken zu „Der Schwindel mit den Intensivbetten

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