bookmark_borderAus der Wissenschaft: Wuhan – Sehr geringe Infektiosität von asymptomatischen SARS-CoV-2-Trägern

Von Peter Baier

Ein durch die Politik gern genutztes Diktum der derzeitigen „Corona“-Hysterie ist die Annahme, dass auch von symptomlosen „Infizierten“eine große Ansteckungsgefahr ausginge und dass deshalb freiheitsentziehende und rechtlich hochgradig fragwürdige Maßnahmen wie eine Quarantäne selbst bei nur losem vorangegangenen Kontakt mit testpositiven Personen angezeigt seien. Auch sog. „Kontaktbeschränkungen“ und die sog. „Maskenpflicht“ fußen auf dieser Sichtweise, denn jeder könnte ja ein potenzieller „Spreader“ sein, auch wenn er nichts davon weiß. Dem widerspricht jetzt eine große Untersuchung aus Wuhan/China.

Shiyi Cao, Yong Gan et. al. – Post-lockdown SARS-CoV-2 nucleic acid screening in nearly ten million residents of Wuhan, China (Link zur Arbeit in nature)

In Wuhan, einer Großstadt mit weit über 10 Millionen Einwohnern im Süden Chinas, wo die angebliche „Corona-Pandemie“ ihren Ursprung genommen haben soll, wurden ca. 10 Millionen Einwohner einem Massentest unterzogen. Vorher war in der Stadt ein monatelanger radikaler „Lockdown“ von den Behörden angeordnet worden.

Bei dem Test einer Person auf SARS-CoV-2/Covid-19, wurden ein Nukleinsäuretest (PCR) und zusätzlich ein Antikörpertest durchgeführt, der auf vorangegangene Infektion Rückschlüsse bieten sollte. Der PCR-Test basierend auf 2 Nukleinsäuren war zudem spezifischer als das häufig verwendete Verfahren, welches nur ein Gen des Virus identifiziert. Die Testaktion fand in den beiden letzten Wochen des Mai 2020 statt.

Ergebnisse

Unter den 10 Millionen getesteten Personen waren keine neuen Fälle an symptomatischen Erkrankungen zu verzeichnen und nur 300 Fälle an asymptomatischen Personen.

Interessant ist, dass sich asymptomatischen Personen fast zur Hälfte aus Personen rekrutieren, die vom „Lockdown“ am wenigsten betroffen waren, da sie außerhalb des Hauses eine eher geringe Kontaktfrequenz zu anderen Menschen haben dürften: Hausfrauen und -männer sowie Rentner.

Dies spricht dafür, dass Ansteckungen häufig „inhouse“ stattfinden, was indes einen Widerspruch zur „Heinsberg-Studie“ von Streeck et. al. darstellt.

Kinder, die häufig in der Schule vor und nach dem „Lockdown“ Kontakte mit anderen haben, waren hingegen am wenigsten betroffen. Auch Lehrer stellten mit nur 2% einen sehr geringen Anteil an asymptomatischen Personen dar. Dies sprich ebenfalls dafür, dass Schulschließungen grundsätzlich Unsinn sind und deckt sich mit der Studienlage.

Infektiosität

Besonders wichtig ist folgende Erkenntnis: Angelegte Viruskulturen mit aus den asymptomatischen Personen gewonnenem Material waren in ALLEN Fällen nicht infektiös, es gelang nicht, daraus Virenmaterial zu isolieren, welches zur Herstellungen von vermehrungsfähigen Viren geeignet war. Diese Personen waren demnach nicht infektiös. Dies steht im Widerspruch zu der heute herrschenden Annahme, dass auch von nicht symptomatischen Personen ein erhebliche Ansteckungsrisiko ausgehen könnte. Darauf basieren die unsinnigen „Kontaktbeschränkungen“ etc., die unser gesellschaftliches Leben massiv einschränken.

Ein Antikörpertest hat bei ca. der Hälfte der 300 symptomfreien Personen eine Infektion zweifelsfrei nachgewiesen. M. a. W.: Der PCR-Test war bei der anderen Hälfte falsch-positiv.

Diskussion

Die wichtigste Aussage aus der Studie dürfte diese sein:

Compared with symptomatic patients, asymptomatic infected persons generally have low quantity of viral loads and a short duration of viral shedding, which decrease the transmission risk of SARS-CoV-2

(Übersetzung: Vergleichen mit Patienten, bei denen Symptome von Covid-19 auftreten, liegt bei asymptomatischen Patienten allgemein eine geringe Viruslast vor. Außerdem geben diese Personen nur eine geringe Menge von Virenmaterial ab, was das Verbreitungsrisiko von SARS-CoV-2 senkt.)

Fazit: Das allfällig beworbene Postulat einer möglichen relevanten Infektionsrate durch asymptomatische Personen mit SARS-CoV-2 scheint deutlich zu revidiert werden zu müssen.