bookmark_borderVirusalarm aus dem UK – Was ist dran an der „neuen Mutation“ von SARS-CoV-2?

Auf sciencefiles.org, einer kritischen Seite mit wissenschaftlichen Informationen zur vielerlei kontroversen Themen wie der angeblichen „Klimakatastrophe“ etc. fand ich einen interessanten Beitrag, der sich mit der angeblich neuen Variante des SARS-CoV-2-Virus beschäftigt und der durch Zitat verlässlicher Quellen nachweist, dass diese „neue“ Variante so neu gar nicht ist.

Anhand eines dort aufgeführten Papiers britischer Wissenschaftler erfahren wir, dass sich dieses veränderte Virus rasch in einigen Regionen vor allem im Süden Englands verbreitet und dass es 6 auffällige Veränderungen besitzt, die sich u. a. an den Spikeproteinen zeigen.

Der Name dieser Variante ist „B.1.1.7“ und sie wurde erstmals am 20. und 21. September 2020 nachgewiesen, also vor genau 3 Monaten. „Neu“ ist definitiv anders. Das, was uns Politik und Presse weismachen wollen („Neue Variante von ‚Corona‘ aufgetaucht!“), ist also mal wieder entweder die Unwahrheit oder eine krasse Übertreibung!

Als denkbare Ursache für die Mutation wird angegeben, dass es wahrscheinlich ist, dass bestimmte Personen mit geschwächter Immunabwehr, wie z. B. HIV-Positive und Menschen mit vorangegangener Organtransplantionen und einer daraus resultieren Unterdrückung des Immunsystems (Immunsuppression), das Virus länger im Körper haben und ihm dadurch mehr Gelegenheit geben könnten, diese höhere Anzahl an Mutationen zu entwickeln:

These considerations lead us to hypothesise that the unusual genetic divergence of lineage B.1.1.7 may have resulted, at least in part, from virus evolution with a chronically-infected individual. Although such infections are rare, and onward transmission from them presumably even rarer, they are not improbable given the ongoing large number of new infections. (Quelle)

Da RNA-Viren der Literatur nach sowieso eine sehr hohe Mutationsfrequenz haben, sollte man auch mal einen Blick auf die bereits detektierten Mutationen von SARS-CoV-2 werfen:

(Quelle: Nextstrain.org)

Der Stammbaum des Virus fächert sich als Funktion der Zeit immer weiter auf (was natürlich zu erwarten ist), laut sciencefiles.org gibt es derzeit bereits etwas unter 10.000 verschiedene Varianten des Virus. Das „UK-Virus“ ist nur eine davon.

Auch hier wird also wieder durch Politik und Systemmedien der Sachverhalt extrem selektiv beschrieben, um die Aussage „neue Variante des Virus in Umlauf“ in dramatischem Licht erscheinen zu lassen. In Wahrheit ist eine Mutation des SARS-CoV-2 ein beständiger Begleiter der Evolution des Virus.

Die angeblich um 70% erhöhte Transmissibilität (Erhöhung des infektiösen Potenzials) wird von einer Gruppe Wissenschaftler aus dem UK in einem deutlichen Brief an den britischen Gesundheitsminister Hancock in Frage gestellt:

„Warum haben Sie diese Virusvariante erst jetzt bekannt gegeben, obwohl sie seit mehreren Monaten bekannt ist?“ (Frei übersetzt aus  Quelle)

Des Weiteren stellen die Forscher die gleiche Frage, die wir bereits in unserem letzten Artikel aufgeworfen haben: Wie kann man über die erhöhte Transmissibilität des veränderten Virus eine Aussage machen, wenn noch keine Daten dazu vorliegen?

Die politische Dimension des „neuen Virus“

SARS-CoV-2 existiert nicht im luftleeren Raum sondern in einer von bestimmten Grundsetzungen dominierten politischen Landschaft. Namentlich der von der Politik unter Rückgriff auf die angebliche „Pandemie“ gerechtfertigten erheblichen Einschränkungen von Freiheit und Grundrechten. Das „neue Virus“ kommt damit zur rechten Zeit: Im UK beispielsweise konnte Boris Johnson die Gelegenheit nutzen, seine Bürger über Weihnachten einfacher einzusperren und muss nun mit deutlich weniger Gegenwehr der solcherart drangsalierten Untertanen rechnen. Allerdings sehen das nicht alle Briten so:

In der EU kann man weiter Druck auf das UK ausüben. Nach dem Brexit entfernen sich die ehemaligen EU-Partnerländer rasend schnell voneinander. Großbritannien gilt als „abtrünnig“ und so wird eben seitens der EU demonstriert, wie sich ein stark ausgedünnter Warenverkehr und erhebliche Reisebeschränkungen auswirken können. Denn aus den Partnern von einst sind mittlerweile erbitterte Gegner geworden. Und da man in der EU (wie bei allen autoritären Systemen) niemanden so ohne Weiteres von der Fahne gehen lässt, wird jetzt einfach mal die Gelegenheit genutzt, ordentlich nachzutreten. Da kommt „das neue Virus“ gerade recht.

 

bookmark_borderAus der Wissenschaft: Wuhan – Sehr geringe Infektiosität von asymptomatischen SARS-CoV-2-Trägern

Von Peter Baier

Ein durch die Politik gern genutztes Diktum der derzeitigen „Corona“-Hysterie ist die Annahme, dass auch von symptomlosen „Infizierten“eine große Ansteckungsgefahr ausginge und dass deshalb freiheitsentziehende und rechtlich hochgradig fragwürdige Maßnahmen wie eine Quarantäne selbst bei nur losem vorangegangenen Kontakt mit testpositiven Personen angezeigt seien. Auch sog. „Kontaktbeschränkungen“ und die sog. „Maskenpflicht“ fußen auf dieser Sichtweise, denn jeder könnte ja ein potenzieller „Spreader“ sein, auch wenn er nichts davon weiß. Dem widerspricht jetzt eine große Untersuchung aus Wuhan/China.

Shiyi Cao, Yong Gan et. al. – Post-lockdown SARS-CoV-2 nucleic acid screening in nearly ten million residents of Wuhan, China (Link zur Arbeit in nature)

In Wuhan, einer Großstadt mit weit über 10 Millionen Einwohnern im Süden Chinas, wo die angebliche „Corona-Pandemie“ ihren Ursprung genommen haben soll, wurden ca. 10 Millionen Einwohner einem Massentest unterzogen. Vorher war in der Stadt ein monatelanger radikaler „Lockdown“ von den Behörden angeordnet worden.

Bei dem Test einer Person auf SARS-CoV-2/Covid-19, wurden ein Nukleinsäuretest (PCR) und zusätzlich ein Antikörpertest durchgeführt, der auf vorangegangene Infektion Rückschlüsse bieten sollte. Der PCR-Test basierend auf 2 Nukleinsäuren war zudem spezifischer als das häufig verwendete Verfahren, welches nur ein Gen des Virus identifiziert. Die Testaktion fand in den beiden letzten Wochen des Mai 2020 statt.

Ergebnisse

Unter den 10 Millionen getesteten Personen waren keine neuen Fälle an symptomatischen Erkrankungen zu verzeichnen und nur 300 Fälle an asymptomatischen Personen.

Interessant ist, dass sich asymptomatischen Personen fast zur Hälfte aus Personen rekrutieren, die vom „Lockdown“ am wenigsten betroffen waren, da sie außerhalb des Hauses eine eher geringe Kontaktfrequenz zu anderen Menschen haben dürften: Hausfrauen und -männer sowie Rentner.

Dies spricht dafür, dass Ansteckungen häufig „inhouse“ stattfinden, was indes einen Widerspruch zur „Heinsberg-Studie“ von Streeck et. al. darstellt.

Kinder, die häufig in der Schule vor und nach dem „Lockdown“ Kontakte mit anderen haben, waren hingegen am wenigsten betroffen. Auch Lehrer stellten mit nur 2% einen sehr geringen Anteil an asymptomatischen Personen dar. Dies sprich ebenfalls dafür, dass Schulschließungen grundsätzlich Unsinn sind und deckt sich mit der Studienlage.

Infektiosität

Besonders wichtig ist folgende Erkenntnis: Angelegte Viruskulturen mit aus den asymptomatischen Personen gewonnenem Material waren in ALLEN Fällen nicht infektiös, es gelang nicht, daraus Virenmaterial zu isolieren, welches zur Herstellungen von vermehrungsfähigen Viren geeignet war. Diese Personen waren demnach nicht infektiös. Dies steht im Widerspruch zu der heute herrschenden Annahme, dass auch von nicht symptomatischen Personen ein erhebliche Ansteckungsrisiko ausgehen könnte. Darauf basieren die unsinnigen „Kontaktbeschränkungen“ etc., die unser gesellschaftliches Leben massiv einschränken.

Ein Antikörpertest hat bei ca. der Hälfte der 300 symptomfreien Personen eine Infektion zweifelsfrei nachgewiesen. M. a. W.: Der PCR-Test war bei der anderen Hälfte falsch-positiv.

Diskussion

Die wichtigste Aussage aus der Studie dürfte diese sein:

Compared with symptomatic patients, asymptomatic infected persons generally have low quantity of viral loads and a short duration of viral shedding, which decrease the transmission risk of SARS-CoV-2

(Übersetzung: Vergleichen mit Patienten, bei denen Symptome von Covid-19 auftreten, liegt bei asymptomatischen Patienten allgemein eine geringe Viruslast vor. Außerdem geben diese Personen nur eine geringe Menge von Virenmaterial ab, was das Verbreitungsrisiko von SARS-CoV-2 senkt.)

Fazit: Das allfällig beworbene Postulat einer möglichen relevanten Infektionsrate durch asymptomatische Personen mit SARS-CoV-2 scheint deutlich zu revidiert werden zu müssen.

bookmark_borderRWI/Leibnitz-Institut weist nach: Kein messbarer Effekt durch Schulschließungen

Von Peter Baier

In einer Studie weist das RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung nach, dass die Schulschließungen in Deutschland keinen messbaren Effekt auf das Infektionsgeschehen sowohl bei Jugendlichen als auch bei Erwachsenen, vor allem den beteiligten Lehrern, hatten.

„Nach der Datenanalyse liegt der Effekt von Schulschließungen auf die Infektionsrate bei nahezu Null. Dies bedeutet, dass die Kinder während der Schulferien einem ähnlichen Infektionsrisiko ausgesetzt waren wie während des Schulbetriebs.“

Link zu Pressemitteilung

Kommentar: Wer hätte das gedacht? Bereits vor Monaten war eine Studie der Uni Leipzig erschienen, die ebenfalls nachwies, dass Schulen kein Ort des „Superspreading“ sind. Wenn Politiker lesen und verstehen würden, wäre das sehr schnell einsichtig geworden. (Link zu unserem Artikel). Aber um Realität geht es nicht. Es geht darum, in der Bevölkerung die Angst und damit die Bereitschaft hoch zu halten, den „neuen Impfstoff“ willig zu konsumieren um endlich wieder gnädigerweise in die Normalität zurück zu dürfen.

„Corona“ funktioniert auf mehreren Säulen: Der Ignoranz bzw. Ruchlosigkeit der Politiker, die Uninformiertheit der Bevölkerung und das Dauergehämmer durch die Medien, welche die Menschen in Angst und Panik zu versetzen suchen. Vergessen wollen wir aber nicht einen ganz wichtigen Motor hinter der Laborpandemie: Die Pharmaindustrie, die den „rettenden“ Impfstoff bereit stellt, der den Menschen endlich wieder ein vermeintlich normales Leben ermöglicht und sie vor einer Krankheit schützt, die mit 0,15% bezogen auf die Infizierten in etwa so „tödlich“ ist, wie eine normale Grippe.

 

bookmark_borderAus der Wissenschaft: Dänische Studie zeigt Wirkungslosigkeit von Masken gegen SARS-CoV-2

Von Peter Baier

Ein beständig wiederholtes Diktum seitens der Politik  ist die These, dass Gesichtsmasken nötig seien, um einen signifikanten Beitrag gegen die Ausbreitung der eher harmlosen Virusinfektion mit der Bezeichnung „SARS-CoV-2“ zu leisten. Leider hält diese Sichtweise einer genauen Prüfung durch die Wissenschaft, mal wieder, nicht Stand.

In einer Studie aus Dänemark („Effectiveness of Adding a Mask Recommendation to Other Public Health Measures to Prevent SARS-CoV-2 Infection in Danish Mask Wearers„) wird nun nämlich nachgewiesen, dass bei Verwendung von Gesichtsmasken kein statistisch signifikanter Unterschied in zwei Kollektiven (Maskenträger und Kontrollgruppe ohne Masken) in Bezug auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 zu finden war.

Design der Studie

Die Studie wurde mit einem hinreichend großen Gesamtkollektiv von 6024 Teilnehmern  (Alter >18 Jahre) durchgeführt, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden. 3030 zufällig ausgewählten Teilnehmern wurde das Tragen von „Gesichtswindeln“ empfohlen, 2994 bildeten die maskenlose Kontrollgruppe. Die Aufgabe der Teilnehmer war es, im Alltag in Kontakt mit anderen entweder die Maske zu tragen oder dies nicht zu tun, je nach Gruppenzugehörigkeit. Zusätzlich erhielten sie Material, um einen Antikörpertest und einen PCR-Abstrich durchzuführen.

Nach einem Monat endete die Versuchsperiode. Personen mit einem positiven Antikörpertest wurden aussortiert, da hier bereits eine Infektion vorgelegen hatte. So blieben in der Maskengruppe n1=2392 Personen übrig, in der Kontrollgruppe n0=2470 Teilnehmer (n.total=4862).

Ergebnisse

Das Ergebnis nach einem PCR-Test überraschte:

The primary outcome occurred in 42 participants (1.8%) in the mask group and 53 (2.1%) in the control group.

Man erkennt zwar, dass in der Gruppe der Träger einer Gesichtsmaske ein etwas geringerer Anteil mit SARS-CoV-2 infiziert worden war, aber der Unterschied ist statistisch nicht signifikant,  dazu müsste er beim Faktor 2 liegen, hier liegt er bei nur 0,86.

Wie die Autoren dann trotz dieses eindeutigen Ergebnisses auf die Idee kommen zu schreiben:

Although no statistically significant difference in SARS-CoV-2 incidence was observed, the 95% CIs are compatible with a possible 46% reduction to 23% increase in infection among mask wearers.

vermag ich nicht zu erklären.

Hinzu kommt, dass die Studie nicht etwa mit den sog. „Community-Masken“ oder Schals, Tüchern etc. durchgeführt wurden sondern mit hochwertigen chirurgischen Masken. Man darf also davon ausgehen, dass die Stoffteile, die sich Menschen hierzulande vor die Gesichter binden noch wesentlich weniger effektiv sein dürften als die Masken mit denen die Studie durchgeführt wurde.

Auffällig ist auch, dass beide Ergebnisse für die Gruppen (1,8% und 2,1% „Infektionsrate“) im Bereich der zu erwartenden falsch-positiven Testergebnisse liegen (1,5 bis 2%) . Es dürfte daher nicht ganz unwahrscheinlich sein, dass ein großer Teil der „Infizierten“ in Wirklichkeit Teil des statistischen Rauschens ist.

Fazit

Das Ergebnis zeigt neben den Dutzenden anderer Studien, welche die Wirkungslosigkeit von Gesichtsmasken gegen virale Krankheitserreger wie SARS-CoV-2 belegen, wieder einmal neuerlich, wie die Politiker die Menschen zu täuschen versuchen. Dies gelingt übrigens auch deshalb, weil nicht viele Menschen derartige wissenschaftliche Studien lesen mögen und das Verständnis oftmals auch nicht ganz trivial ist Wir  freuen uns daher sehr, dass wir hier weiter und beständig Aufklärungsarbeit leisten und leisten werden, denn Aufgabe von Lehrern ist schließlich AUCH die Volksbildung.

 

 

 

bookmark_borderMaskenpflicht in der Schule und der Arbeitsschutz – Ein rechtlicher Konflikt

Von DES (Fachkraft für Arbeitsschutz)

Die ersten Antworten von Schulämtern und Direktoren liegen vor. Daraus lassen sich die ersten Schlüsse auf die Beurteilung der Gefährdungen, die sich durch die neuen Coronaschutzregeln ergeben, ziehen.

Der nachfolgende Text geht stellenweise sehr Detail. Mir ist keine Möglichkeit eingefallen, um diesen rechtlich äußerst komplexen Zusammenhang so zu erklären, dass auch Laien ihn verstehen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen ableiten können. Dafür bitte ich um Verständnis. Ich bin kein begnadeter Autor.

Die Antworten der Schulämter und Direktoren sind inhaltlich gleich: Eine Gefährdungsbeurteilung zum Umgang mit Coronaschutzmaßnahmen wurde nicht erstellt und es ist auch nicht vorgesehen eine zu erstellen.

Daraus ergibt sich eine Versäumnis im Hinblick auf Einhaltung der §§ 3 – 6 Arbeitsschutzgesetz. Das Arbeitsschutzgesetz wird für die Dauer der Pandemie konkretisiert durch die „SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel“. In der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel heißt es unter Punkt 3 „Gefährdungsbeurteilung“:

Der Arbeitgeber hat vor dem Hintergrund der Epidemie und der Bekanntmachung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards des BMAS gemäß §§ 5 und 6 ArbSchG die bestehende Gefährdungsbeurteilung und die festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes hinsichtlich eventuell zusätzlich erforderlicher Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes zu überprüfen und gegebenenfalls zu aktualisieren.

Es wird unter anderem gefordert, dass die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt einbezogen werden, dass psychische Belastungsfaktoren berücksichtigt werden und dass ggf. bestehende Zielkonflikte beachtet werden.

Weiter wichtige Punkte sind die folgenden:

Kapitel 4.1 Grundlegende Maßnahmen

(1) Die Rangfolge der Schutzmaßnahmen ergibt sich auch für Maßnahmen des betrieblichen Infektionsschutzes aus den Grundsätzen des § 4 ArbSchG. Demnach haben – dem TOP-Prinzip folgend – technische Maßnahmen Vorrang vor organisatorischen Maßnahmen und diese wiederum Vorrang vor personenbezogenen Maßnahmen. Die verschiedenen Maßnahmen sind sachgerecht miteinander zu verknüpfen (§ 4 Absatz 4 ArbSchG). Welche dieser Maßnahmen in der konkreten betrieblichen Situation sinnvoll und angezeigt sind, ist abhängig von der Beurteilung der vor Ort bestehenden Gefährdungen.

(2) (…).

(3) Soweit arbeitsbedingt die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann und technische Maßnahmen wie Abtrennungen zwischen den Arbeitsplätzen nicht umsetzbar sind, müssen die Beschäftigten mindestens MNB zum gegenseitigen Schutz tragen. Entsprechend der Höhe des Infektionsrisikos, das sich aus der Gefährdungsbeurteilung ergibt, sind filtrierende Halbmasken (mindestens FFP2 oder vergleichbar [6]) als persönliche Schutzausrüstung erforderlich. Gleiches gilt, wenn in einer unmittelbaren Interaktion einer der Beteiligten keine MNB tragen kann. Die MNB und die filtrierenden Halbmasken sind vom Arbeitgeber bereitzustellen.

Was ergibt sich dafür konkret für die Schulleitung, das Schulamt und das Schulministerium, die mit der Anrede „Arbeitgeber“ gemeint sind?

Daraus ergibt sich:

  • Die Höhe des Infektionsrisikos muss für jede Tätigkeit einzeln bestimmt werden
  • Die Maßnahmen zur Verringerung des Infektionsrisikos müssen dem TOP-Prinzip folgen
  • Technische Maßnahmen sind vorrangig umzusetzen
  • Organisatorische Maßnahmen wie Abstandsregeln und MNB-Tragen sind erst nach dem Ausschöpfen aller technischen Möglichkeiten erlaubt.
  • MNB muss von der Schule gestellt werden.

Da es möglich ist, das Infektionsrisiko durch eine Reduktion der maximalen Virendichte pro m³ Luft mit Lüftungsanlagen zu verringern, muss geprüft werden, ob es technische möglich ist, eine solche Lüftungsanlage nachzurüsten. Eventuell wäre das Tragen der MNB dann übergangsweise, bis die Lüftungsanlage installiert ist, erlaubt.

Laut Coronaschutzverordnung des Landes NRW ist in bestimmten Situationen unabhängig von der Gefährdungsbeurteilung und des Infektionsrisikos eine MNB oder ähnliches zu tragen.

(Siehe hierzu: https://www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw Verordnung zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus im Bereich der Betreuungsinfrastruktur (Coronabetreuungsverordnung) – in der ab 12. August 2020 gültigen Fassung

Die Verordnung zum Schutz von Betreuungseinrichtungen vor dem Coronavirus wurde überarbeitet. Sie regelt unter anderem, dass eine Maskenpflicht auf dem gesamten Gelände von Schulen und ab Klasse 5 grundsätzlich auch im Unterricht gilt.)

Damit haben wir also einen Konflikt zwischen den Coronaschutzverordnungen der Länder gemäß Infektionsschutzgesetz und dem Arbeitsschutzgesetz festgestellt.

Was jetzt zu tun ist hat Herr Hussing (Präventionsexperte der DGUV) in einem Interview vorgeschlagen:

https://www.dguv.de/de/mediencenter/pm/pressemitteilung_401025.jsp

Es gibt neben der neuen Regel und den branchenspezifischen Handlungshilfen aber auch noch die Infektionsschutzverordnungen der Bundesländer. In welcher Beziehung stehen sie zum Arbeitsschutz?

Marcus Hussing: Mit ihren Verordnungen setzen die Bundesländer das Infektionsschutzgesetz des Bundes um. Sie greifen dabei – auch im Hinblick auf die Beschäftigten – in den Bereich des Arbeitsschutzes ein. Dabei sind die Verordnungen der Länder unmittelbar verbindlich.

Das heißt, die Betriebe sind hier mit zwei verschiedenen Rechtsbereichen – dem Arbeits- und dem Gesundheitsschutz konfrontiert?

Marcus Hussing: Ja, das ist so. Das kann bei Betrieben und Einrichtungen bedauerlicherweise auch zu Verwirrungen führen. Sie stehen vor der Frage: Was gilt jetzt eigentlich für mich? Woran kann ich mich orientieren? Wir können da nur immer wieder auf die Gefährdungsbeurteilung und unsere Handlungshilfen hinweisen. Sollten unsere Empfehlungen tatsächlich mal kollidieren mit den Forderungen der Gesundheitsbehörden, empfehle ich einen Hinweis an den zuständigen Unfallversicherungsträger.

Jetzt ist es also unsere Pflicht die zuständigen Unfallversicherungsträger, in diesem Fall die Unfallkassen der Länder über diese Konflikte zu informieren. Zeitgleich sollten die staatlichen Arbeitsschutzbehörden ebenfalls informiert werden. Das heißt es muss jetzt jeweils eine Mail an die Unfallkasse und eine an die Gewerbeaufsicht des jeweiligen Landkreises geschickt werden.

Einen Formulierungsvorschlag habe ich beigefügt.

Sollte auch dieser Schritt nicht zu einer Aufhebung des allgemeinen Maskenzwangs und der anderen Coronamaßnahmen, die nicht auf der Grundlage einer ordentlichen Gefährdungsbeurteilung ergriffen wurden, führen, so wird als nächstes eine Normenkontrollklage angestrebt.

ollte auch dieser Schritt nicht zu einer Aufhebung des allgemeinen Maskenzwangs und der anderen Coronamaßnahmen, die nicht auf der Grundlage einer ordentlichen Gefährdungsbeurteilung ergriffen wurden, führen, so wird als nächstes eine Normenkontrollklage angestrebt.

Unfallkassen

Arbeitsschutzbehörden

bookmark_borderStatistik: Interessante Entwicklung bei den Testergebnissen

von Peter Baier

Die Anzahl der wöchentlichen Tests auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 in Deutschland nimmt derzeit rasant zu. Man erkennt Ansätze eines exponenziellen Wachstums.

Die Positivenrate (Positive Tests / gesamte Tests) steigt auf ca. 1%:

Vergleicht man nun die Anzahl der test-positiven Personen mit der Anzahl der zu erwartenden falsch-positiven Tests (ca. 1% bei einer Spezifität von 99%) erhält man ein auffälliges und durchaus interessantes Ergebnis:

In den letzten zwei Kalenderwochen sind beide Raten fast identisch, d. h. die Anzahl der positiven Tests liegt nur knapp um den Erwartungswert für falsch-positive Testergebnisse. Das zeigt die Tabelle noch deutlicher als die Grafik:

Würde sich dieses Ergebnis die folgenden Wochen stabilisieren und würde sich Spezifität der PCR-Tests nicht verändern, könnte man ableiten, dass die erhebliche gestiegenen „Infiziertenzahlen“ primär durch falsch-positive Ergebnisse erklären ließen.

bookmark_borderStudie Uni Leipzig: Keine Infektionen mit SARS-CoV-2 an Schulen

Von Peter Baier

Eine Studie der Universität Leipzig unter Wieland Kiess ergab retrospektiv keine Infektion mit SARS-CoV-2 bei einem großen Kollektiv von Schülern und Lehrern (n=2599).

„Die akute Ansteckung lag bei null, von 2.599 Kindern und Lehrern war keiner infiziert“ so der Leiter der Studie.

(Quelle)

Besorgniserregend war aber die weitere Erhebung, bei der psychische Probleme der Schüler, ausgelöst durch den sog. „Lockdown“, in den Vordergrund gestellt wurden:

Die Leipziger Mediziner fragten zudem 900 Kinder und Jugendliche nach psychischen Folgen der Schulschließungen. Beklagt wurde laut Kiess ein Verlust von Lebensqualität und Fröhlichkeit, vor allem in Familien mit Armut und niedriger Bildung. „Die fehlende Tagesstruktur, nicht aufstehen zu müssen für die Schule, wird als Verlust angesehen.“ Dazu kämen ein massiver Anstieg der Mediennutzung und Kontaktverlust zu Gleichaltrigen.

Hier stellt sich sofort die Frage, warum man nun Schulen kurz vor dem Ende der Sommerferien zu lokalen „Corona-Hotspots“ erklären will und eine vollkommen unsinnige und durch die Infektionssituation nicht gerechtfertigte „Mundschutzpflicht“ einführen will, wenn es offenkundig an Schulen kein Infektionsproblem mit SARS-CoV-2 gibt.