bookmark_borderDer neueste „Geniestreich“: Lehrer testen Lehrer. Und zwar auf Covid!

Wir sind ja gelegentlich der durch Politik und Medien initiierten Panikdemie einiges an Blödsinn gewohnt. Ich erspare mir und Ihnen jede weitere Anspielung  auf die hunderte hochgradig abstrusen „Corona“-Regeln, die wir im letzten halben Jahr erlitten haben. Wir kennen sie. Zumindest die meisten davon, auch wenn wir sie nur mehr oder weniger lax befolgen. Oder gar nicht. Aber jetzt wird es wirklich richtig schräg:

Lehrer testen Lehrer: Bund ermöglicht Selbsttests an Schulen

[…]

Lehrer und Erzieher sollen sich nach einer entsprechenden Schulung jetzt auch selbst auf das Coronavirus testen dürfen. „Kitas und Schulen beziehungsweise ihre Träger können von Freitag an eigenständig Schnelltests beziehen und nutzen“, sagte Gesundheitsminister Jens Spahn den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

(Quelle)

Also ich frage mich, wie das praktisch ablaufen soll.

Grundsätzlich könne so jeder diese Tests anwenden, sagte der Sprecher, allerdings müssten sie durch entsprechend geschultes Personal erfolgen.(Quelle: ebd.)

„Entsprechend geschultes Personal“? Bitte? Die Kollegen machen zuerst einen „Schnellkurs“, der sie für Probenentnahme am lebenden Objekt „qualifiziert“? Und dann geht es zurück in die Schule, wo dann irgendwo (aus seuchenhygienischen Gründen am besten im Nebentrakt oder im Keller, wo es schön keimfrei ist!)  ein Raum eingerichtet und die Kollegen Maier und Müller, natürlich im Vollschutzanzug, zum Nasenabstrich bitten? Bitte, wie??? Alternativ kann ich mir das Stäbchen auch gerne alleine einführen? Toll!

Gut, Lehrer haben zwar von allem eine Ahnung (glauben sie zumindest oft), aber ich lasse definitiv keinen dieser Mitlehrer an oder gar in meinen Nasen-Rachenraum. Definitiv nicht. Irgendwo ist Schluss. Mein Rachen gehört mir! Die Nase sowieso. Und der Rest auch.

Was soll der Unsinn denn eigentlich?  Das Ergebnis dieses Tests dürfte doch vermutlich noch mehr im Zufallsbereich liegen als die in „Testzentren“, beim Arzt oder im Krankenhaus durchgeführten PCR-Tests, wo sowieso schon sehr viel an falschen Befunden herauskommt. Die hier angedachten „Schnelltests“ sind zwar keine PCR-Tests sondern suchen Antikörper gegen das Virus, aber die Handhabung dürfte nicht gerade unkritisch sein.

Nächster Punkt: Wie sieht das eigentlich  mit dem Patientengeheimnis aus? Wenn in der 6. Stunde Massentest im Lehrerzimmer angesagt ist und kurz vor Schulschluss die Testlösungen entweder verfärbt sind oder nicht, was macht man dann? Ist man positiv und wird dann  als eine Art Aussätziger nach Hause geschickt?

Allerdings hat die ganze Sache einen durchaus erwünschten Nebeneffekt, denn man kann die Lehrer einer Schule natürlich einer verstärkten Kontrolle zuführen. „Frau Schmidt, Sie sehen heute aber schlecht aus! Wollen Sie nicht mal den Coronatest machen?„, fragt der „freundliche“ Schulleiter gaaaanz ohne Hintergedanken. Oder in einem Kollegium mit einer großen Anzahl autoritärer Charaktere wird der soziale Druck aufgebaut. Wer sich nicht testen lässt ist wahlweise „unsolidarisch“, „gefährdet andere“ oder ist einfach nur „asozial“. Und wenn die betreffende Person dann auch noch per Attest von der Gesichtswindel befreit ist, dürfte das zur totalen sozialen Ausgrenzung führen.

Man darf übrigens die Zahl der Psychopathen in einem durchschnittlichen Lehrerkollegium, die sich dann zuverlässig in die vorderste Front der Ausgrenzer stellen, nicht unterschätzen. Zumal das Delikt der „Testverweigerung“ dann von bestimmten Kollegen sehr schnell in die Klassen hineinkolportiert werden wird (schließlich will der „Psycho“ ja anderen eins auswischen!) . Was dann an Hetzjagd auch über die Elternvertretung folgen wird, das wird kein Spaß für den Betroffenen. Sicher nicht. Am nächsten Tag ruft dann garantiert der Elternsprecher der 7B bei der Schulleitung an und teilt mit, Herr Kowalski habe gestern 2 Mal geniest und sogar 3 Mal gehustet. Man bestehe darauf, dass Herr K. SOFORT einen Test mache, ansonsten würde die ganze Klasse geschlossen aus dem Zimmer gehen wenn Mathe ansteht und erst dann zurückkehren, wenn man den Raum sachgerecht desinfiziert hätte. Eine Anzeige wegen „fahrlässiger gefährlicher Körperverletzung“ käme ebenfalls im Betracht, wenn sich herausstellen sollte, dass entweder Schüler oder die Fische im Klassenaquarium infiziert sein sollten. Man habe schon Kontakt zu einem Anwalt aufgenommen, die Schule bekäme demnächst Post.

Fazit: Schule sollte Schule bleiben und keine Universitätsklinik. Was kommt als nächstes? Der AIDS-Test oder gar die Darmspiegelung?

Und auch die notorischen „Corona“-Paniker unter den Lehrern, die sogar in Konferenzen eine Gesichtswindel aufhaben und schon auf dem Parkplatz vor Schulbeginn das „modische Gesichtstextil“ anlegen,  dürften damit nicht glücklich werden. Denn ob die Kollegen Maier und Müller die Untersuchung so durchführen können, dass der Proband nicht gerade just in dem Moment mit dem Killervirus infiziert wird, halte ich für sehr fraglich.

Was hinter dieser höchst absurden Idee steckt, ist indes klar: Man muss noch mehr „Neuinfizierte“ (i. e. positive Testergebnisse)  bringen, damit die „Corona“-Panik hoch bleibt und man die „rettende Impfung“ dann doch noch erfolgreich am Markt platzieren kann. Jeder zusätzliche Test, egal auf welcher Technologie er basiert, erhöht die Chance, abends in den Nachrichten mehr „Infizierte“ präsentieren zu können. Aber was man so hört, wird die Angst und Panik vor „Corona“ bei vielen Menschen noch von der Angst vor der Turboimpfung und ihren möglichen Folgen übertroffen. Beim Injizieren irgendwelcher kaum erprobter Substanzen in den eigenen Körper hört für viele Leute der Spaß dann endgültig auf.

Allerdings werden wir einen weiteren Anstieg von einer ganz anderen Art der Erkrankung erleben: Der Angstneurose. Aber auch da wird es irgendwann „Tests von Lehrern für Lehrer“ geben und die Kollegen diagnostizieren dann eben die Psyche. Man darf sich noch auf einiges an Unsinn seitens der Politiker freuen. Unterhaltungswert haben diese Ideen jedenfalls. Mehr aber auch nicht.