“2G+” und die “Warnstufen” in Rheinland-Pfalz – Irrsinn im Quadrat

Um in Rheinland-Pfalz dem Volk auch den größten Unsinn als etwas unschlagbar Gutes zu verkaufen, hängt man hinter den Unsinn traditionell einfach ein “+” an. So wurde vor ca. 10 Jahren die Hauptschule mit der Realschule zusammengelegt, das ganze Konstrukt bekam ebenfalls das “plus” und fertig war die “Realschule plus”. Dass seither das unterrichtliche Niveau drastisch in den Keller ging (Physik und Chemie kommen beispielsweise fast ohne Formeln aus, dafür wird ‘Berufskunde’ zum Inhalt der Naturwissenschaften) ficht die rot-grünen Landespolitiker nicht an. Wenn das Mittelmaß regiert, muss die Schule dem natürlich folgen.

Das aktuelle “+” hat nun die staunende Öffentlichkeit durch die “26. Coronaverordnung” erfahren. Dort enthalten ist das “2G+”-Modell. Und damit wieder die Frage, die Sie hier regelmäßig lesen können: “Wer denkt sich so einen Krampf eigentlich aus?”

Aber nicht nur die Bezeichnung ist selten schräg, auch der Inhalt hat es in sich.

Das „2G+“-System ermöglicht ein großes Stück Normalität für Geimpfte und Genesene.(Quelle)

Das ist ja prima. Als normaler gesunder Mensch hat man also ein Problem. Man muss nämlich beweisen, dass man gesund ist. Oder genauer: Es wird unterstellt, man könnte “krank” sein. Und alleine das ist schon einigermaßen krank. Dass das Thema “asymptomatische Ausbreitung” durch Studien mehrfach widerlegt ist (Heinsberg, Wuhan) stört in Mainz indes niemand. Vermutlich weil man dort keine wissenschaftlichen Ausarbeitungen lesen und verstehen kann oder will.

Wie hell die Kerzen auf der Mainzer Torte sind, lässt übrigens  folgender Satz erahnen:

(ebd.)

Das entspricht somit einer Impfquote von 125%. “Plan überfüllt, Genossinnen und Genossen!”. Denn Rheinland-Pfalz hat nur ein ganz klein wenig mehr als 4 Millionen Einwohner. Wir erkennen: Die Bildungskatastrophe nach >30 Jahren SPD-Regierung ist endlich auch in den Ministerien angekommen.

3 “Warnstufen” – Quatsch im Quadrat

Weiter im Text: Anhand bestimmter, vollkommen willkürlich gewählter, nicht evidenzbasierter Parameter werden jetzt 3 “Warnstufen” definiert. Daraus ergibt sich ein wunderbares quadratisches Bild:

(Quelle)

Um zumindest ansatzweise so etwas wie “Wissenschaftlichkeit” hineinzubringen haben die Genies, die da offenkundig im Ministerium sitzen, folgenden Algorithmus ersonnen:

Man nehme einen einzelnen Wert w aus einer Menge von 3 Grundwerten (100, 5 oder 6) und bilde anhand dreier damit verknüpfter “Inzidenzen” i drei Intervalle:

i<w; ((i>=w) && (i<2w)); i >= 2w

Der Algorithmus ist dabei für alle Inzidenzen identisch. Das macht den Blödsinn aber nicht unbedingt plausibler. Im Gegenteil.

Je nachdem welche Bedingung also zutrifft, wird die entsprechende Warnstufe ausgerufen. Das ist keine Wissenschaft, das ist Kindergartenmathematik. Kompletter Quatsch, um es mal deutlich zu sagen.

Der Blödsinn ist auch bereits deshalb nicht wissenschaftlich, weil über eine mögliche Randbedingung gar nichts gesagt wird: Was für eine “Warnstufe” liegt eigentlich vor, wenn z. B. die “7-Tage-Inzidenz” <100 ist, die “7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz” aber z. B. 8 beträgt? Ist die Warnstufe dann das arithmetische Mittel aus 1 und 2, also 1,5?

Das, was wir hier erleben, ist nicht einmal mehr unter dem Begriff “Junk-Science” zu subsumieren.

Die “Warnstufen des Irrsinns” und was Betroffene daraus zu machen haben

Aber mit diesem mathematischen Unsinn ist die Sache natürlich noch nicht zu Ende. Denn nun kommen diejenigen ins Spiel, die anhand dieser Warnstufen entsprechende Regeln umsetzen müssen. Also die Gastronomen, die Geschäftsinhaber etc. Und für die kann ein Hochschulstudium nicht schaden. Nehmen wir exemplarisch die “Regeln” für die Gastronomie, genauer die Regeln für Tragepflicht einer Gesichtswindel.

Die Maskenpflicht für die Gäste und das Abstandsgebot gelten nicht, wenn nicht mehr als 25 (bei Erreichen der Warnstufe 2 (siehe „Warnstufe“) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt nicht mehr als zehn und bei Erreichen der Warnstufe 3 nicht mehr als fünf) nicht-immunisierte Personen (siehe „Nicht-immunisierte Person“) und im Übrigen lediglich Geimpfte, Genesene und Kinder bis einschließlich 11 Jahre gleichzeitig anwesend sind.(ebd.)

Haben Sie das kapiert? Ich nicht, mein IQ ist offenbar zu niedrig.

Richtig Stimmung kommt übrigens in die Bude, wenn beispielsweise bei “Warnstufe 1” zu den lt. Verordnung erlaubten 25 Personen, die “nur getestet” sind, ein 26. “nur getesteter” Mensch hinzukommt. Dann lautet der Befehl “Maske auf!” für den Weg zum Klo, beim Rein- und Rauslaufen oder wenn man am Tresen nochmal kurz was bestellen will. Nur “am Platz” ist dann immer noch windelfrei. Was in einem Restaurant auch unbestreitbare Vorteile hat, besonders wenn man zu essen oder zu trinken gedenkt.

Was wird in der Praxis passieren? Der Gastronom, der jetzt diesen ganzen Quatsch durchexekutieren muss (inklusive der Kontrolle der Gesundheitspapiere der Gäste) wird sich bedanken.

Andererseits macht man es sich hier seitens der Politik sehr einfach. Wenn man schon die ungehorsamen “Impfverweigerer” nicht direkt diskriminieren darf (denn die öffentliche Rezeption einer solchen Maßnahme wäre, zurückhaltend formuliert, “suboptimal”)  dann macht man eben den Gastronomen oder andere private Betreiber zum Hilfssheriff und überlässt dem die Arbeit. Denn was wird der der gestresste und genervte Betreiber machen? Keine nur “Getesteten” mehr einlassen. Die einfachste Lösung.

Die zweiteinfachste Idee wird sein, den ganzen Unsinn einfach Unsinn sein zu lassen, denn das kann ja sowieso keiner kontrollieren. Und ich denke, darauf wird es in vielen Fällen hinauslaufen. Und das zu Recht.

Alles geregelt in RLP – Bis hin zum Puffbesuch

Noch ein kleiner Lesetipp: Lesen Sie sich einfach mal die ganzen Punkte auf der genannten Seite durch. Dort ist, was das soziale Leben in diesem Bundesland betrifft, alles von A…Z geregelt, so wie Bürokraten das eben gerne machen. Haben ja sonst nichts zu tun. Besonders “gelungen” ist übrigens unter “P” das Verhalten in Puffs (amtsdeutsch “Prostitution”) geregelt:

Es gelten:

[…]

– in Innenräumen außerhalb der Erbringung der sexuellen Dienstleistung die Maskenpflicht (siehe „Maskenpflicht“),

Also beim Betreten des Etablissements ist wieder Gesichtswindel befohlen, beim Poppen indes nicht. Das lässt tief blicken. Man stellt sich nämlich unmittelbar die Frage, ob der oder die Ersteller dieser Verordnung schon mal Sex gehabt haben könnte(n) und über die näheren Umstände des Sexualkontaktes (egal ob käuflich oder nicht) informiert ist bzw. sind. Also ob ihm/ihnen letztlich klar ist, dass beim Sex selbst wesentlich mehr und intensiver Atemluft freigesetzt wird, als wenn man das Bordell betritt. Na ja, dafür bekommen diese Leute vermutlich A16 oder höher, dann passt das schon. Lebenserfahrung ist da nicht unbedingt das Maß der Dinge.

Wie lange will man denkende Menschen eigentlich noch mit so einem irrationalen, unlogischen und vor allem nur auf Glaubenssätzen basierenden Blödsinn traktieren und erwartet, dass die Leute das mitmachen? Wie lange wollen wir uns eigentlich diese übergriffigen Verhaltensmaßregelungen was unser ureigenstes Privat- und Geschäftsleben betrifft, noch bieten lassen? Hier ist keine Wissenschaft, keine Evidenz, es gibt nur nur Voodoo und alle sollen danach leben. Wie das eben in einem typischen Erziehungsstaat, wo sich Politiker zu Volkspädagogen aufschwingen, üblich ist.

 

Kommentare

  1. via Telegram | Anwälte für Aufklärung

    👉 “Schalt’s Hirn ein!”

    Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
    sehr geehrte Damen und Herren der Rhein-Neckar-Zeitung,

    da nicht davon auszugehen ist, dass kritische Leserbriefe in der RNZ heutzutage noch veröffentlicht werden, nehme ich hier zu Ihrer Aussage in der RNZ vom 15.9.2021 Stellung wie folgt:

    Es ist großartig, dass Sie die Menschen dazu auffordern, endlich ihr Gehirn einzuschalten. Denn dies ist aufgrund der täglichen medialen Panikmache zur angeblichen Corona-Seuche tatsächlich in sehr bedenklichem Ausmaß verlorengegangen. Ich danke also für diesen wertvollen Hinweis!

    Im Hinblick auf die Impfungen empfiehlt es sich darüber hinaus, das Erinnerungsvermögen einzuschalten und sich an die FAKE-Schweinegrippe-Pandemie im Jahr 2009 zu erinnern, ebenso wie an die verheerenden Folgen der Schweinegrippe-Impfung mit Pandemrix für tausende junge Menschen. Die sehr sehenswerte ARTE-Dokumentation “Profiteure der Angst” hilft hierbei vielleicht auf die Sprünge.

    👉 https://www.youtube.com/watch?v=B0uLDt0NHA0

    Im Hinblick auf die Impfung von Schwangeren empfiehlt sich die Erinnerung an den Contergan-Skandal. Im Hinblick auf die Ausgrenzung von nicht geimpften Menschen hilft möglicherweise eine kleine Erinnerung an unsere eigene düstere deutsche Vergangenheit?! Wem das zu lange her ist, der erinnert sich eventuell noch an das Apartheid-Regime in Südafrika oder an die Rassentrennung in USA?

    Auch Lesen hilft, daher mein aktueller Buchtipp an Sie: Corona-Impfung – Was Ärzte und Patienten unbedingt wissen sollten. Das Buch erscheint am kommenden Dienstag, 21. September 2021 im Buchhandel und kann auch kostenlos als E-Book erworben werden.

    👉 https://www.buchkomplizen.de/buecher-mehr/buecher/corona-buecher/corona-impfung-oxid.html?noloc=1
    Auch kostenlos als E-Book!

    Besten Dank also, dass Sie in der Zeitung dazu aufrufen, endlich wieder das Hirn einzuschalten – Sie haben Recht, Herr Dr. Würzner, es wird wirklich allerhöchste Zeit!

    Mit freundlichen Grüßen,
    Beate Bahner,
    Fachanwältin für Medizinrecht Heidelberg

  2. Quelle: Telegram | Bezug: https://www.badische-zeitung.de/staedtetags-praesident-zur-pandemie-es-wurden-schueler-abgehaengt

    (1/4)
    Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Dr. Peter Kurz (Oberbürgermeister Mannheim, Präsident des Städtetags BW) ist der Meinung, dass es der wirksamste Schutz für die Kinder wäre, wenn sich alle Erwachsenen impfen lassen würden!!! (Und er findet es gut, wenn impfwillige Personen einen Döner Kebap auf die Hand bekommen)👇🏻👇🏻👇🏻

    “(…)
    Kurz: Wir haben relativ früh, als die Nachfrage noch größer war als das Angebot, auch in den Stadtteilen mit schwierigen sozialen Lagen Impfungen angeboten. Da haben sich Schlangen gebildet, das hatte in manchen Stadtteilen Eventcharakter. Inzwischen ist es viel mühsamer, die Impfquote weiter zu erhöhen. Dazu brauchen wir aber weiter Präsenz in der Fläche und niederschwellige Angebote jenseits der Hausärzte.

    BZ: Dazu zählen Sie auch Prämien wie Döner oder Bratwurst?

    Kurz: Warum nicht? Wir haben als Stadt gemeinsam mit der City Werbegemeinschaft die Aktion “In den Arm, auf die Hand” gestartet: Wer sich impfen lässt, erhält etwa einen Döner Kebap gratis. Das motiviert nicht Massen, aber doch die eine oder den anderen. Dass sich Geschäfte und Restaurants hier mit freiwilligen Leistungen engagieren, ist auch ein Signal: Den Kampf gegen Corona können wir nur gemeinsam gewinnen.

    BZ: Wie viele Bürger Ihrer Stadt, schätzen Sie, sind fürs Impfen komplett unerreichbar?

    Kurz: Die Quote derer, die fürs Impfen völlig unerreichbar sind, liegt vielleicht bei fünf Prozent. Darauf deuten Daten des RKI hin, das deckt sich mit meiner Einschätzung. Schwer zu erreichen sind bis zu 15 Prozent. Ein großer Teil derer, die jetzt noch zögern, agiert aus Bequemlichkeit oder einer falschen Kosten-Nutzen-Rechnung. Wenn die Nachteile im öffentlichen Leben für Ungeimpfte größer werden und vor allem klarer wird, dass für diese Gruppe eine Infizierung auf der Zeitachse hochwahrscheinlich ist, geht diese Rechnung nicht mehr auf. Da werden noch einige umdenken.

    BZ: Also keine Impfpflicht?

    Kurz: Die Politik in Berlin hat sich früh gegen eine Impfpflicht ausgesprochen. Falls die Impfquote stagniert bevor die Pandemie gestoppt ist, wird die Frage aber wieder auf die Tagesordnung kommen. Daher würde ich eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen nicht ausschließen. (….)

    Der wirksamste Schutz für unsere Kinder wäre es übrigens, wenn sich alle Erwachsenen impfen lassen würden. Es ärgert mich maßlos, wenn ausgerechnet Impfgegner behaupten, die Politik würde nicht genug zum Schutz der Kinder tun. Dafür sind wir als Gesellschaft insgesamt verantwortlich.

    BZ: Kann man fürs neue Schuljahr wirklich Präsenzunterricht garantieren?

    Kurz: Dafür kann niemand eine Garantie abgeben! Falls Infektionszahlen unter Schülern dramatisch hochgehen sollten, würde man das bei der Bewertung ja schlecht ausblenden können.

    BZ: Sind Schüler während der Pandemie abgehängt worden?

    Kurz: Es wurden Schüler abgehängt, eindeutig. (….)”

    FAZIT
    Leute wie Städtetags-Präsident KURZ müssen in aller Öffentlichkeit wegen ihrer bodenlosen Blödheit — nichts anderes ist deren evidenzbefreites Gefasel und Wissenschafts-Leugnung — entlarvt werden. Das intellektuelle Desaster ist unentschuldbar.

    1. Vielleicht einfach mal zum Entspannen ins Schwimmbad und ein wenig auf der Wiese abhängen? Das Wetter ist ja schön und “die Regeln” sind sehr einfach:

      Schwimm- und Spaßbäder müssen die Höchstzahl der Personen, die sich zeitgleich auf dem Gelände des jeweiligen Freibads oder Badesees aufhalten dürfen, auf die Hälfte der sonst dort üblichen Besucherhöchstzahl beschränken. Der/die Betreiber/in muss ein Hygienekonzept vorhalten, das insbesondere auch Regelungen zur Nutzung von Umkleiden, Duschen und ähnlichen Gemeinschaftseinrichtungen sowie zur zulässigen Besucherzahl enthält.

      Die Beschränkung der Personenhöchstzahl gilt nicht, wenn nicht mehr als 25 (bzw. bei Erreichen der Warnstufe 2 (siehe „Warnstufe“) in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt nicht mehr als zehn und bei Erreichen der Warnstufe 3 nicht mehr als fünf) nicht-immunisierte Personen (siehe „Nicht-immunisierte Person“) und im Übrigen lediglich Geimpfte, Genesene und Kinder bis einschließlich 11 Jahre gleichzeitig anwesend sind.

      1. Nein, Hiillllffeee! Ick kipp um, ick kann nich mehr. Bitte nich, ich tu alles was die “Regeln” sagen. Und gebt mir den Schuss, gleich alle drei shots aufeinmal.
        Oder muss ich dafür in die S-Bahn, Schwebebahn, den Dönerladen, in den Baumarkt, ins Museum, oder, oder … . Alles Orte wo ich nicht hingehe.

        Sag, wo gibt es das Zeugs noch? Kommt doch bitte vorbei. Hier die Adresse …, wenn ick nich da bin, bitte in die Schule, holt mich aus dem LZ oder aus dem Unterricht, nur tut irgendwas!

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