#allesdichtmachen – SPD-Mann fordert Berufsverbot für Liefers & Co.

Von | April 26, 2021

Natürlich herrscht in Deutschland die Freiheit, seine Meinung zu äußern und das Ganze natürlich ohne Zensur. Aber alles im Rahmen der geltenden Gesetze. Der Art. 5 GG garantiert dieses Recht. Nur kann es eben sein, dass man nach einer entsprechenden öffentlichen Meinungsäußerung morgen keinen Arbeitsplatz mehr hat. Ein kleiner Kollateralschaden der Wahrnehmung von Grundrechten eben.

Besonders hervorgetan hat sich in diesem Zusammenhang, mal wieder, ein Mensch von einer Partei namens “SPD” (eine ehemalige Volkspartei mit jetzt gerade mal 12 bis 13% Wählerzuspruch). Er will in Zusammenhang mit den unbotmäßigen Äußerungen von Jan Josef Liefers et. al. in Zusammenhang mit der Aktion #allesdichtmachen harte Konsequenzen für diese, wie sie seine Parteivorsitzende Esken nennen würde, “Covidioten”. Genauer: Er fordert mal eben, so würde man es bei einem Beamten nennen, die Entfernung aus dem Dienst. Und da kennen sich SPD-Leute, wie bekannt ist, sehr gut aus.

Der SPD-Politiker und WDR-Rundfunkrat Garrelt Duin forderte sogar, die zuständigen Gremien müssten „die Zusammenarbeit auch aus Solidarität mit denen, die wirklich unter Corona und den Folgen leiden, schnellstens beenden“.  (Quelle)

Ad 1: Kommt irgend eine Verlautbarung eines solchen “Genossen” eigentlich mal ohne das floskelhaft verwendete Wort “Solidarität” aus? Aber der rhethorische Trick ist ebenso dumm wie durchschaubar: Mit “Solidarität” wird die Grenze zwischen gut und böse gezogen. “Solidarität” für “die Guten” und die Keule dann eben für “die Bösen”. Ausgrenzung durch Leute, die doch nach eigenem Bekenntnis nie jemanden “ausgrenzen” würden. In “1984” hieß das “Doublethink”.

Apropos “Solidarität”: Wie sieht es eigentlich aus mit der Solidarität jenen gegenüber, die aufgrund der irrsinnigen “Corona”-Politik arbeitslos geworden sind, ihr Geschäft schließen mussten oder schlicht depressiv geworden sind? U. a. deshalb, weil weil man sie nächtens einsperrt, so wie man das nur von Bananenrepubliken her kennt.

Ad 2: So kennt man die Leute dieser Partei: Sehr “bunt”, sehr “offen” und sehr “tolerant”. Nur nicht gegenüber Menschen, die eigene Meinung vertreten. Besonders dann, wenn diese Meinung von jener dieser Zeitgenossen, die sich notorisch auf der Seite “der Guten” wähnen, abweicht. Die “moral majority” (oder das, was sich dafür hält) ist da einigermaßen spaßfrei.

So gibt es beim Schauspieler dann eben eine “Tatortsperre” (bzw. man fordert diese) und den Lehrer oder Polizisten will man aus dem Dienst klagen. So läuft das eben bei der Fraktion der eindeutig besseren Menschen. Die Drohung mit der beruflichen Existenzvernichtung scheint die ultima ratio dieses Personenkreises zu sein, wenn man sich erdreistet, etwas vorzutragen, was diesen Menschen so vom Inhalt her gar nicht gefällt. Oder wie hat es mal jemand ausgedrückt: “Gib’ ihnen Macht und sie zeigen ihren Charakter!”. Und der muss sich nicht unbedingt so fein sein, wie es diese Leute von sich selbst meinen. Die entsprechenden freigesetzten Instinkte bzw. deren nach außen wahrnehmbaren Eruptionen können sogar ausgesprochen niedrig sein.

Wir kennen derlei übrigens von einem anderen Schlag von “Genossen”, nämlich jenen aus einem Staat, der heute glücklicherweise nicht mehr existiert, der aber gerade wieder an die Tür klopft. Da gab es dann beim unerwünschten Meinungsvortrag eine Haftzelle in Bautzen oder Hohenschönhausen, eine Behandlung in der Psychiatrie (wer den Sozialismus nicht liebte, der musste irre sein!) oder, im allergünstigsten Falle, eine Abschiebung in den Westen. Allerdings unter Einziehung sämtlicher Besitztümer des dergestalt “Ausgebürgerten”. So weit sind wir noch nicht, man darf heute natürlich alles sagen, kann sich dann aber schon mal überlegen, wie es beruflich bzw. finanziell weitergehen soll.

Der kluge Mann (so wie der Autor dieser Zeilen) bzw. die kluge Frau bauen übrigens vor: Man sollte sich heute, wenn man im Staatsdienst steht, gewiss sein, dass das, wie in der restlichen Arbeitswelt auch, keine Garantie auf einen Lebensarbeitsplatz ist. Wer sein berufliches Leben in dem Bewusstsein führt, dass dieser Staat einen auch entlassen (oder eben “entfernen” kann) und entsprechend über die Jahre oder sogar Jahrzehnte vorsorgt, lebt deutlich entspannter. Und kann dann auch mal was sagen, was seinem Dienstherrn nicht gefällt. Wobei immer noch die Frage im Raum steht, ob sich das befasste Gericht der Meinung des Mannes von der Dienstbehörde auch anschließt. Die Drohung mit der Dienstentfernung wird jedenfalls einigermaßen wirkungslos wenn ein “Plan B” existiert.

4 Gedanken zu „#allesdichtmachen – SPD-Mann fordert Berufsverbot für Liefers & Co.

  1. Markus

    Unzweifelhaft braucht es aber ganz dringend eine Moral-Zensurbehörde. Denn schon Lenin hat gesagt:
    „Wenn diese Deutschen einen Bahnhof stürmen wollen, kaufen die sich erst eine Bahnsteigkarte!“

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