Analyse „Übersterblichkeit“ im Jahre 2020 – Warum man mit dem schnellen Blick auf Zahlen oft daneben liegt

Von Peter Baier

In der Presse liest man in der letzten Zeit immer wieder, dass die Sterbefallzahl des Jahres 2020 deutlich höher als jene der Vorjahre sei und dass dies sicher mit der „Corona“-„Pandemie“ zu tun haben muss. Und wie immer bei Presseveröffentlichungen lohnt ein genauerer Blick. Dann stellt sich die Sachlage oft anders dar als in der ersten Näherung vermutet.

Nehmen wir zuerst die Rohdaten des Statistischen Bundesamtes zur Hand. Sie weisen für die Jahre 2016 bis 2020 („Sonderauswertung“) tatsächlich für das Jahr 2020 eine erhöhte Sterblichkeit im Vergleich zu den Vorjahren auf:

Jahr Sterbefälle
2016 910 899
2017 932 263
2018 954 874
2019 939 520
2020 982 489

Nun darf man sich aber nicht nur auf die absoluten Zahlen beschränken, sondern es sind auch andere Größen zu Grunde zu legen. Einer davon ist die Entwicklung der Sterbefallzahlen. Und diese steigt seit Jahren kontinuierlich an. Nur 2019 gab es eine deutliche Abweichung nach unten:

2016, 2017 und sogar im „Grippejahr“ 2018, wo eigentlich deutlich mehr Tote zu erwarten gewesen wären, wächst der Funktionswert linear. Setzt man nun diesen linearen Anstieg graphisch fort ohne das Jahr 2019 zu berücksichtigen, wird erkennbar, dass die theoretische Todesfallzahl in Deutschland 2020 sogar noch höher gewesen sein müsste.

Berechnen lässt sich der Erwarungswert für 2020 indem man  den Mittelwert des Zuwachses von 2016 nach 2017 und jenen von 2017 nach 2018 bildet. So erhält man einen Zahlenwert von 21978,5 mehr Verstorbenen pro Jahr im Vergleich zum Vorjahr. Addiert man das Vierfache davon zu dem Absolutwert von 2016 (n=910899) ergibt sich eine theoretisch zu erwartende Sterbezahl von 998849 für das Jahr 2020. Der reale Wert beträgt aber nur 982489. Das bedeutet es wären im Jahre 2020 ca. 16.000 Verstorbene weniger gewesen als zu erwarten gewesen wären.

Woher kommt die steigende Sterbezahl?

Der größte Teil der Todesfälle betrifft alte Menschen über 80 Jahre. Diese sind in den 30er- und den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts geboren worden. Sieht man sich die Geburtenentwicklung in Deutschland an, so kann man feststellen, dass es in diesen Jahren einen sehr starken Anstieg von Geburten gab:

(Quelle)

Die steigende Zahl von Verstorbenen hat also nichts mit „Corona“ zu tun sondern ergibt sich aus der Demographie. Eigentlich haben wir 2020 sogar eine geringe Untersterblichkeit vorliegen. Mit ein wenig Betrachtung der Randbedingungen könnte man darauf auch alleine kommen. Daher würde es auch den Vertretern der Presse, die sich solche Meldungen ausdenken oder auf Regierungsgeheiß verbreiten, gut anstehen, wenn sie sich etwas besser informieren würden. Zur Not einfach mal hier nachfragen!

Apropos „Randbedingungen“: Andere Randbedingungen haben wir noch gar nicht betrachtet, dazu kommen wir dann später. Es soll ja alles „leicht verdaulich“ bleiben, was wir den Lesern an Kost kredenzen.

Und dann noch ein Vortrag von Dr. Gerd Reuther zum Thema „Virenangst“:

Kommentare

  1. Ohne Kontext der demographischen Entwicklung, sprich ALTERSPYRAMIDE, sind derartige Zahlen vollkommen wertlos und unsinnig. Sie überhaupt der Öffentlichkeit so vorzuführen zeigt, für wie bekloppt man die allgemeine Bevölkerung hält.

    Auf der einen Seite muss man Millionen „Flüchtlinge“ importieren, weil sonst demnächst die Wirtschaft kollabiert (geht wohl nicht schnell genug, deswegen hilft man jetzt tatkräftig nach!) und keiner die Steuern mehr zahlen kann, außerdem viele Alte in Rente gehen, so dass Ende Gelände ist.

    Auf der andern Seite sterben natürlich(!) immer mehr Alte, weil Deutschland weltweit Platz 2 nach Japan überaltert ist. Kinder? Fehlanzeige, außer bei Flüchtlingen und Muslimen. Deutschland ist ein vergreistes Land, in dem wir gut und gerne leben sollen während katastrophaler Bildungsnotstand herrscht und die BILD-Zeitung die intellektuelle Avantgarde abbildet. Prost!

    Mit „der Plandemie“ hat das nullkommanichts zu tun, außer dass sie für Bildungsvollpfosten zur Pseudoerklärung „taugt“. Intelligente und Gebildete respektive aktiv Hirnnutzende heißen ja neuerdings Covidioten, Verschwörungstheoretiker, etc. – und Bildungsvollpfosten der Antifa verbreiten das Narrativ unter ihren Volldoofmembers.

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