Autoritäre Charaktere – Eine Lehrerschaft enttarnt sich selbst

Von | August 20, 2020

Von Peter Baier

Es gibt einen Lehrertypus, mit dem habe ich ein chronisches Problem. Es ist jener, mit der  autoritär-aggressiven Art, einer übersteigerten Rechthaberei, dem ständigen Beharren auf völlig falschen Setzungen (Dinge, deren Falschheit und Abwegigkeit sich bereits bei einfachem Nachdenken hätte erschließen müssen) und letztlich einer dümmlich-arroganten Ignoranz sowie der Tendenz, sich selbst deutlich wichtiger zu nehmen, als man in Wirklichkeit ist.

Ich bin Lehrer, ich darf mit Euch Schülern tun, was ich will!” ist das Leitmotiv von diesen Leuten, deren zweifelhafter pädagogischer Impetus ihr Lehrerhandeln dominiert. Und manche dieser Leute halte ich schlicht und einfach nur für vollkommen abwegig. Das nur nebenbei.

Da gibt es zum Beispiel den Typus, der ebenso regelmäßig wie wahllos Schüler nach allen Regeln der Kunst zusammenranzt, nur weil sie die Ohrhörerknöpfe ihres Handys im Ohr haben. Und zwar nicht im Unterricht sondern außerhalb.

Oder den selbsternannten “Superpädagogen”, der Schülern erzählt, sie seien einfach “zu blöd”, um auf das Gymnasium zu wechseln, der dann aber den Lernstoff so schlecht erklärt, dass es die jungen Leute wirklich nicht kapieren können, dann aber die Schuld für sein eigenes Unvermögen bei den Schülern sucht. Wo denn sonst?

Wie auch der Saubermann, der strikt “gegen Drogen” ist, aber gerne mal “etwas raucht”, was so nicht unbedingt frei handelbar ist.

Diese ganzen zweifelhaften Charaktere haben nun in der sog. “Corana-Krise” (also einer ausschließlich im Labor stattfinden “Epidemie”) ein neues Betätigungsfeld gefunden. Endlich darf man Schüler noch heftiger drangsalieren als zuvor. Endlich hat man freie Hand, zur Not gibt man sich die Befugnisse eben selber, man ist Gesetzgeber und Vollstrecker in Personalunion.

Ein Rechtsstaat baut auf Regeln auf, der Fachmann nennt sie “Normen”. Diese Normen unterliegen einer Überprüfung, und im Falle, dass eine Norm gegen Grundrechte verstößt ist sie verfassungswidrig und wird für nichtig erklärt. Normbasiert lässt sich also viel regeln. Es muss erst einmal einer kommen und die Norm in Frage stellen. Wenn keiner kommt, geht das so durch. Das hat für Schulen den Vorteil, dass sie nur die entsprechenden Regeln aufstellen müssen, und, voilà, da ist der Freifahrtschein, um mal so richtig loszulegen. Auch wenn die gerade selbst erfunden Regeln mit dem Rechtsstaat und den Grundwerten unserer Verfassung nicht mehr viel zu tun haben sondern eher an eine Willkürherrschaft und Knechtschaft der Leibeigenen  erinnern.

Beispiel gefällig? Man sehe sich einfach mal diese “Hygieneordnung” einer Kölner Schule an (Anklicken der Bilder zeigt eine vergrößerte Darstellung):

Mein erster Gedanke beim Lesen dieser “Hygieneordnung” war:

Die müssen ihre Schüler wirklich abgrundtief hassen!

Wie kann man Kinder so entrechten, so demütigen und so entmenschlichen?

Der Weg zur Toilette? Nur im äußersten Notfall, wenn die Blase des Kleinen kurz vor dem Überlaufen ist. Und wenn der verschüchterte Schüler sich gar nicht traut, den infektologisch hochgefährlichen Weg zur “Pipibox” anzutreten, geht es eben mitten im Klassenzimmer in die Hose. Hauptsache es wird niemand “infiziert”! Ob  das Kind danach blamiert ist bis auf die Knochen, interessiert diese “Pädagogen” nicht wirklich. “Auftrag ausgeführt!”, darauf kommt es an. Diesen Typus von Vollstrecker gab es schon mal in Deutschland. Genauer gesagt zwei Mal. Beide Systeme hat das Wort “sozialistisch” in ihrem Programm.

Weiter in der “Hygieneordnung”. Natürlich darf man das Treppengeländer nicht anfassen. Wozu ist es dann da? Und wenn das Kind stürzt? Ach, ist doch total egal, Hauptsache eine “Infektion” wurde verhindert!

Mit “der Lehrkraft” wird natürlich auch nicht diskutiert. Meinungsfreiheit ist mal eben abgeschafft, Art. 5 GG außer Kraft gesetzt in der Kölner Schule. Wir lernen: Im “Krieg gegen das Virus” ist von jeder “Wehrkraftzersetzung” Abstand zu nehmen. Sind eigentlich in den Schulfluren schon die Standgerichte eingerichtet?

Lassen wir es sein, mit dem Besprechen dieser pathologischen “Regeln”, sonst wir mir übel. Aber was zeigt uns das? Nun, eine Antwort könnte sein, dass es innerhalb der Lehrerschaft zumindest in einzelnen Fällen ein Grundpotenzial an Menschen mit extrem autoritären Grundeinstellungen zu geben scheint.

Erich Fromm attestierte diesen Leuten einen autoritären Charakter. Charakterzüge, die freiheitsfeindlich, auf Unterwerfung unter Herrschaftsstrukturen ausgerichtet seien, Andersdenkende und Abweichungen von genormten Verhaltensmustern ablehnen, antipluralistisch und konformitätssuchend daherkämen.

Ein autoritärer Charakter ist bestimmt kein guter Charakter, schon gar nicht für einen Lehrer. Wie soll man Schüler zum freien Denken erziehen, wenn man selbst ein intellektuell stark eingegrenzter Mensch ist, dem Freiheit letztlich zuwider ist?  Sehen wir mal davon ab, dass jene Leute, die hier ihren autoritären Charakter ungezügelt ausleben, vermutlich den Schriften der “Frankfurter Schule” (wo Adorno den Begriff wieder aufnahm) durchaus zugetan sind. Dies ist aber nur eine Vermutung.

Auf jeden Fall erlaubt die Laborpandemie namens “Corona” jetzt allen jenen, die schon immer richtig ihre “Untergebenen” drangsalieren wollten, sich frei und ohne Rücksicht ihrem Drang, andere zu schikanieren, hingeben können. Natürlich auf Kosten der ihnen anvertrauten Schüler.

Schüler übrigens, deren Würde zu achten sie bei der Leistung ihres Amtseides geschworen haben. Das nur zur Erinnerung. Aber das interessiert nicht wirklich, wenn das durch eine Regierungsbehörde (i. e. das Robert-Koch-Institut) erklärte Killervirus uns täglich neue gesteigerte “Infiziertenzahlen” beschert. “Infizierte” in deren Rachenbereich ein bestimmtes Proteinschnipselchen nachgewiesen wurde, die aber kaum erkranken und schon gar nicht an der Infektion sterben. Wenn es denn wirklich eine Infektion ist. 1 bis 2% der Testergebnisse sind falsch-positiv. Alles bekannt. Man teste 500.000 Personen und bekomme 5000 “Infizierte”. Mindestens.

Ich bin nun sehr gespannt und bereite mich geistig auf schlimme Dinge vor, was man noch an abartigen “Regeln” in Zusammenhang mit der “Infektionsabwehr” wird erleben müssen. Regeln, die sich Lehrer  und Erzieher ausdenken, nur um in vorauseilendem Gehorsam die “Hygiene” durchzusetzen.

Genau diese Lehrer, diese Protagonisten der Hygienediktatur, zeigen übrigens oft mit demonstrativem Maskentragen, dass sie auf der Seite der vermeintlich Guten stehen oder zumindest zu stehen glauben. Wer andere unterwerfen will sollte sich zumindest selbst auch unterwerfen, wenn auch anders. Eben auf einer anderen Hierarchiebene. Denn solange man nach unten noch jemanden zum Treten hat, ist das ebenso kleingeistige wie erbärmliche Machtstreben dieser Leute befriedigt.

Trotzdem gilt natürlich auch immer die Maxime: Quod licet Iovi non licet bovi. Zum Besipiel wenn zwei Lehrer auf dem Schulflur in 1 Meter Distanz stehen, keine Mundwindel tragen und einer davon einen gerade vorbei kommenden Schüler anranzt “Maske auf!“.

Sehr schön beobachten kannman auch das heute übliche “Framing”, also die subtile Art der Indoktrination. “Maske = Verantwortung” so ähnlich steht es am Eingang der Schule. Auf diese perfide Art werden alle konditioniert, die diese Schule betreten müssen.

Gehirnwäsche für die Maskenpflicht

Gehirnwäsche für die Maskenpflicht

Bist Du ‘ein Guter’, trägst Du eine Maske.“. Eine einfach Aussage, die kapiert jeder. Der Umkehrschluss ist dann ganz im Sinne dieser perfiden Logik: “Trägst Du keine Maske, bist Du ein Asozialer!” – So einfach ist die Botschaft, die heute in die Köpfe der Kinder gehämmert werden soll. Mit aller Macht.

Aber wie ich täglich sehe, funktioniert das nicht in allen Fällen. Viele der Schüler fragen nach, was der Maskenschwachsinn denn eigentlich soll. Wie will man durch ein Stück Stoff einen Partikel aufhalten, der 500 bis 1000-fach kleiner ist als der Durchmesser eines Menschenhaars? Das verstehen die meisten Schüler und es macht Hoffnung.

Wer wissen will, wohin die “Corona”-Diktatur gesellschaftlich führen wird, wenn wir uns gegen diesen staatlich verordneten Virusterror nicht zur Wehr setzen, sollte mal in die Schulen und Kitas schauen, da geht es bereits los. Denn Kinder können sich eben nicht wehren. Wir Erwachsenen können es. Also müssen wir es unter allen Umständen mit den zu Gebote stehenden rechtsstaatlichen und demokratischen Mitteln tun. Sonst wachen wir morgen in der “neuen Normalität” auf, und die wird eine wirklich “Schöne Neue Welt” sein. Eine keimfreie Welt. Aber keine freie Welt.

 

 

 

5 Gedanken zu „Autoritäre Charaktere – Eine Lehrerschaft enttarnt sich selbst

  1. David

    Hier wird eine Meldung an die Unfallkasse und an das staatliche Amt für Arbeitsschutz helfen. Die Hygieneordnung sieht so aus, als ob sie gegen mehrere Arbeitsschutzvorschriften verstoßen würde. Bei Vorschriftenverstößen helfen die Aufsichtspersonen der Unfallkasse oder der Gewerbeaufsicht gerne weiter. Einfach Mal dort freundlich nachfragen, ob das so in Ordnung ist.

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  2. Birdy

    Der Artikel spricht mir aus der Seele. Nur bitte lass die alte DDR raus. Als Kinder des Kalten Krieges sind wir über Schule und Medien selbst “gehirngewaschen” und sollten hier nicht die Feindbilder des Kalten Krieges kultivieren.
    Es ist sicher interessant, das Schulsystem der DDR einmal historisch aufzuarbeiten. Was hätten die wohl zu diesem Wahnsinn gesagt?

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  3. Pingback: Autoritäre Charaktere – Eine Lehrerschaft enttarnt sich selbst – Lehrer für Aufklärung – Kon/Spira[l]

  4. Anymonus

    Corona ist der Aufruf der Evolution, erwachsen und mündig zu werden. Viele Menschen haben Jahrzehnte die Parteien gewählt, welche jetzt für diese Verordnungen verantwortlich zeichnen. Ein Herr Söder kann nur existieren, weil er getragen ist. Hitler konnte nur existieren, weil er getragen wurde. Beide repräsentieren Fremdbestimmung, beide kamen über Wahlen an die Macht. Die Mehrheitsgesellschaft reproduziert diese Fehler durch Desinteresse, Egomanie, Karrierewahn, Ideologiegläubigkeit, … Wer sauber ist und bleiben will, war und ist nicht mehrheitsfähig. Das wird gern umgedeutet in demokratiefeindlich. Insofern ist die Mehrheitsgesellschaft verantwortlich für diese Zustände, und insofern stimmt sogar, wenn Mainstreammedien sich aufregen, dass in Berlin eine Minderheit gegen die Mehrheit demonstriere. Das ist inhaltlich korrekt.

    Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile. Wer das aus dem Blick verliert, scheitert. Dies demonstriert eindrücklich die Systemtheorie. Und die Praxis beweist sie. Auch wenn jetzt alles furchtbar bitter schmeckt, muss jeder Einzelne gemäß seiner inneren Position und seines Kompass hindurch. Dabei ist Konfrontation unausweichlich. Wo nicht bekannt ist, wie mentale Stärke erzeugt und gebündelt wird, sind die Ergebnisse sehr oft enttäuschend. Es zeigt sich, dass die meisten relativ ohnmächtig sind und kaum handeln können gegen einen “unsichtbaren” Gegner. Lehrer waren schon immer anfällig für Ideologie. Gewisse Charaktere zieht der Lehrerberuf magisch an. Wo ein Ideologievirus eine Gesellschaft befällt, ist dessen Ausbreitungsgeschwindigkeit immens und der R-Wert phänomenal. Wenn ein Schulleiter sich als Handlanger der Verwaltung versteht, ist alles zu spät!

    Wie können sich Schüler wehren? Indem sie sich informieren, belesen, Themenvideos schauen. Indem sie ihre Intelligenz VOR bzw. ÜBER den Glauben an Autoritäten stellen. Indem ihre Eltern das exakt als Beispiel vorleben. Werden Eltern attackiert, schließt man sich zusammen. Man hat schließlich gemeinsame Interessen. Der Feind meines Feindes ist mein Freund – heißt es. Opportunismus bedeutet Chancen ergreifen und nutzen.

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