BILD: “Wann hört der Regelwahnsinn endlich auf?”

Von | Juli 10, 2021

Schritt für Schritt scheinen auch die staatshörigen Mainstreammedien bzw. ihre Vorsprecher, darauf zu kommen, dass etwas nicht stimmt in diesem Land. In einem durchaus bemerkenswerten Beitrag bei BILD-TV lässt sich BILD-Chef Julian Reichelt zu einer sehr zentralen  Frage hinreißen. Eine Frage, die er vermutlich vor einem Jahr, als andere geistig schon viel weiter waren als er, noch nicht gestellt hat. Ich habe sie jedenfalls so von ihm und anderen Vertretern seiner Zunft nicht vernommen:

Wann hört der Regelwahnsinn endlich auf?“(Quelle: BILD-TV – Video ansehen)

Gehen wir etwas auf die Aussagen von Reichelt ein. Er stellt direkt am Anfang des Beitrages die zentrale Frage:

“…die Frage ist nicht, ‘Warum müssen wir uns daran halten”. Die Frage ist doch ‘Warum darf der Staat uns das eigentlich vorschreiben?'”

Er bezieht sich dabei auf die allfälligen “Regeln”, die sich mehr oder weniger kompetente Politiker (in meinen Augen “eher weniger”)  für die sog. “Corona-Krise” ausgedacht haben. Insbesondere meint er die die Dauermaskerade, den Unsinn mit dem “Abstand” und den anderen und bekannten regierungsamtlich gepredigten Unsinn. Also das ganze Regelwerk (auch bekannt als “AHA”), welches laut Lothar Wieler vom RKI “nie mehr hinterfragt werden darf”. Und jetzt begeht Reichelt eben dieses Sakrileg und zieht diese “lebensrettenden” Regeln in Zweifel. Und zwar nicht von ihrer Sinnhaftigkeit her sondern zumindest was ihre Legitimation betrifft.

Die Kernfrage, die Reichelt hier aufwirft, ist also jene, ob ein übergriffiger Staat repräsentiert durch eine ebenso übergriffige Regierung, die Bürger überhaupt so weitgehend einschränken und ihnen jede erdenkliche Verhaltensweise vorschreiben darf.

Und hier ist die Antwort ganz klar “NEIN!”. Zumindest für den Autor dieses Beitrags.

Regierungen haben sich bei dem, was das Zusammenleben der Bürger in einer freiheitlichen Gesellschaft betrifft, auf die absoluten Grundlagen dessen zu beschränken, was ihrerseits zu regeln ist. Im Bereich der Gefahrenabwehr (also im weitesten Sinne auch der Seuchenabwehr, wenn man es denn hier im Falle von “Corona” mit einer realen Gefahr zu tun hätte, was aber bereits überhaupt nicht gegeben ist) sind es Dinge, für die der Einzelne keine tauglichen Möglichkeiten hat, z. B. im Bereich von Katastrophenfällen, dem Verteidigungsfall, bei Gewalt gegen den Einzelnen oder gegen Gruppen und andere vergleichbare Sachverhalte mehr.

In diesen Bereichen hat der Staat eine Schutzfunktion, die er tunlichst wahrzunehmen hat. Dies betrifft übrigens auch die prophylaktische Abwehr von Gewalt, welche von Personen mit einer erhöhten Affinität zu Delinquenz und Gewalt ausgeht. Dass staatliche Stellen hier eklatant versagen, zeigt der bis heute nicht eingedämmte Drogenhandel in bestimmten Parks in Berlin oder die Tatsache, dass ein gewalttätiger Mob vor einigen Jahren Teile Hamburgs weitgehend von der Polizei unbehelligt in Schutt und Asche legen konnte. Wobei es natürlich leichter für die Sicherheitsbehörden ist, gegen “Maskenverweigerer” vorzugehen als gegen eine prügelnde und brandschatzende Horde der “Antifa”. Aber das steht auf einem anderen Blatt.

Wo der Staat hingegen kein Eingriffsrecht hat, ist bei Maßnahmen, die der Einzelne sehr gut für sich entscheiden kann. Wer “Corona”-Phobiker ist, hat durchaus die Möglichkeit, sich eine entsprechende Schutzausrüstung, wenn er denn meint, ihrer zu bedürfen, zu kaufen oder gegebenenfalls selbst anzufertigen und sie bei der für ihn passenden Gelegenheit zu tragen. Wir kennen alle die Bilder, wo Leute die riesigen Plastikbehälter aus Wasserspendern um unteren Ende aufgeschnitten hatten und sich daraus einen “Anti-Corona-Helm” bauten. Das sah sehr bekloppt aus und sollte es wohl auch in bestimmten Fällen sein. Bei anderen steht zu befürchten, dass sie den Quatsch glaubten und bis heute glauben.

Fassen wir zusammen: Es gibt kein Recht für eine Regierung, den Menschen vorschreiben zu können, bei welcher Gelegenheit sie sich einen Stofflappen vor das Gesicht zu binden haben und wo man ihnen gnädigerweise gestattet den auch mal abzunehmen. Die “Maskenpause” in der Schule ist übrigens Teil eines bereits als “pervers” zu bezeichnenden Gnadenerweises. “Ich gestatte Dir bei der Qual auch mal eine kleine Pause. Denn ich (i. e. das Ministerium, das das angeordnet hat) bin ja kein Unmensch!“. Perfider geht es eigentlich nicht.

Derartige Einschränkungen der persönlichen Freiheit des Einzelnen sind deshalb schlechterdings unzulässig, da der Einzelne für sich selbst entscheiden kann und muss, wie er auf eine reale oder hypothetische Infektionsgefahr mit einem allfällig vorhandenen Atemwegsvirus reagiert. Wer Angst hat, trägt Lappen, andere tun das nicht. Ganz abgesehen davon, dass die Lappen nicht einmal den Zweck erfüllen, der ihnen von Regierungsseite in der Art eines beständig wiederholten Mantra zugeschrieben wird.

Die teilweise hochabsurden”Regeln” in Zusammenhang mit der sog. “Corona”-“Pandemie” sind also nichts weiter als ein abstruser Apparat zur Entmündigung denkender Menschen. Sie sind krankhafter Auswuchs eines Erziehungs- und Bevormundungsregimes, das meint, viel besser und klüger auf eine vermeintliche oder reale Gefahr eingehen zu können als das Individuum. Teilweise hatte man den Eindruck, dass sich die Vorturner auf der politischen Bühne in einen regelrechten Regelungsrausch hinein gesteigert hatten. Da wurden vollkommen sinnfreie Dinge auf den Weg gebracht. Ein paar kleine Beispiele des ausgemachten Hirnriss sind hier gelistet. Für jeden denkenden Menschen sind solche Widersinnigkeiten, zu deren Ausführung man unter Sanktionsandrohung auch noch genötigt wird, schlicht und einfach eine Zumutung. Der eigentlich mündige Mensch wird letztlich behandelt wie ein Kretin.

Dass derlei Regelquatsch dann auch noch von einer Personengruppe initiiert wurde, die intellektuell nicht besonders privilegiert erscheint, kommt als erschwerendes Faktum hinzu und gibt der ganzen Angelegenheit eine nochmals bizarrere Note als sie sowieso schon zu konstatieren ist.

Wer persönliche Freiheit und Autonomie als grundlegende Werte begriffen hat, denn nur sie erlauben die Selbstentfaltung des eigenen Potenzials, wird sich von einer anmaßenden und übergriffigen Politik nie vorschreiben lassen, wann “Maskenball” befohlen ist und wann nicht. Und wenn ein signifikanter Teil der Menschen dies ebenso täte, wäre der Spuk schnell vorbei.

Kommen wir weiter zu einem Satz von Reichelt aus dem TV-Beitrag:

“Die Politik möchte gar keinen Ausweg aus dieser Pandemie aufzeigen, sie möchte diesen Zustand erhalten.”

Sehr gut erkannt, Herr Reichelt. Denn es macht diesen Machtmenschen ja auch ausgesprochen Spaß, ihre Untertanen zu führen. Man nennt das bei denen “die Möglichkeit, zu gestalten”. Auch wenn am Ende nichts Sinnstiftendes dabei heraus kommt sondern nur eine weitreichende Einschränkung der persönlichen Freiheiten des Einzelnen (“Reiseverbote”, “Ausgehverbote”), Isolation (“Kontaktverbote”), wirtschaftliche Krise (“Lockdown”), seelische Zerrüttung etc. etc. Und wenn im “schlimmsten ‘Corona’-Jahr” noch weniger Menschen gestorben sind, als man demographisch erwarten konnte, ficht das diese Leute erst recht nicht an. Es wird eben “durchregiert”. Die bekannten “Regeln” gehören also nach Absurdistan wie das Weihwasser in die Kirche. Aber schön, dass nun auch die Massenpresse anfängt, den Unsinn in Frage zu stellen. Danke, Herr Reichelt und viele neue Erkenntnisse in den nächsten Monaten seien Ihnen gewünscht!

4 Gedanken zu „BILD: “Wann hört der Regelwahnsinn endlich auf?”

    1. admin Beitragsautor

      Die Äußerungen dieses Kassenärztechef sind krank und faschistoid. Ein Kennzeichen faschistischer Ideologien ist die Trennung in “gut” und “böse” bzw. der beständige Gegensatz “Freund/Feind”:

      Es besteht ein ausgeprägtes dichotomes Denken in den sich ausschließenden Kategorien Freund/Feind, Wir/die Anderen, höherwertig/minderwertig, besonders mit dem Blick auf das Innere der Gesellschaft.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismustheorie#Gemeinsame_Merkmale_faschistischer_Bewegungen

      Allerdings ist derlei auch nicht neu, bereits vor 30 Jahren ist man davon ausgegangen, dass 10 bis 20% der Deutschen faschistisches Gedankengut in sich tragen. Vielleicht sollte mal der Verfassungsschutz von RLP ein Auge auf den Mann werfen. Denn mit dem Grundgesetz (namentlich dem Artikel 3) sind solche Äußerungen nicht zu vereinbaren. Allerdings, so wie ich die Behörden in diesem Bundesland kenne, wird da gar nichts passieren. Die nehmen lieber Lehrer und andere Beamte ins Visier, die sich für die Grundrechte einsetzen.

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        1. admin Beitragsautor

          Sehr gut. Es gibt noch vernünftige Menschen! Wie ich immer sage: “Corona” ist ein lausig gemachter IQ-Test. Viele fallen trotzdem durch.

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