Der Gesinnungsstaat – Sag mir Deine Richtung und ich sage Dir, was Du darfst.

Was man in diesem Land in der zu Ende gehenden Ära der Kanzlerin Merkel tun darf und was nicht, hängt heute nur zu einem sehr geringen Grad davon ab, was man zu tun gedenkt. Viel wichtiger: Es hängt davon ab, welche politischen Positionen derjenige, der Dinge vorhat zu tun, einnimmt.

Beispiele gewünscht? In einer der von der Flutkatastrophe im Sommer diesen Jahres betroffenen Gemeinden im nördlichen Rheinland-Pfalz wollte der Verein “Eltern stehen auf e. V.” ein Betreuungszentrum für Kinder und Jugendliche einrichten (Bericht auf dieser Webseite). Kleines “Problemchen”: “Eltern stehen auf e. V.” positioniert sich kritisch gegenüber der vollkommen verfehlten Politik der RLP-Landesregierung in Bezug auf die sog. “‘Corona’-Pandemie” insbesondere in den Schulen. Und das reicht, um zu sagen: “Ihr seid draußen!“.

Ministerpräsidentin Dreyer (SPD, was sonst?) und ihre nachgeordneten Hilfskräfte haben den Hilfswilligen des Vereins ganz einfach den sprichwörtlichen Hahn abgedreht und das Hilfszentrum geschlossen. Die gleiche Frau Dreyer übrigens, die selbst bzw. deren Behördenapparat vor allem durch eines aufgefallen sind, nämlich durch absolute Unfähigkeit, vor dieser angesagten Katastrophe angemessen und effektiv zu warnen.

Auch der Bürgermeister der am stärksten betroffenen Gemeinde Schuld befand es nicht für nötig, über 600.000 Euro an Spendengeldern anzunehmen, die von dem Arzt Bodo Schiffmann gesammelt wurden (Bericht auf corona-transistion.org). Auch hier das gleiche Problem: Schiffmann setzt sich öffentlich gegen die unwissenschaftliche Herangehensweise der Regierungen an eine im Prinzip wenig gefährliche Virusinfektion ein. Das hat gereicht. Es gilt, mal wieder, die Losung “Spiel nicht mit den Schmuddelkindern!”.

Berlin – Wo linke Gesinnung Pflicht ist

Und damit kommen wir zu dem leidigen Thema “Berlin”.

In der Bundeshauptstadt darf man alles tun, was man will, vorausgesetzt, man kommt aus dem “richtigen” politischen Lager. Während vor Wochenfrist dort mehrere zehntausend Leute auf einer “CSD-Parade” in teilweise grotesk anmutenden Outfits für ihr Anliegen (welches eigentlich?) auf die Straße gehen und ihre Sexualität “zelebrieren” durften (Fotoserie), wurden die von Kritikern der wahnsinnigen “Corona”-Maßnahmen angemeldeten Großdemonstrationen unter dem Motto “Sommer der Freiheit” zuerst vom Senat (rot-rot-grün, wen wundert es?) und dann von den Gerichten verboten.

Öffentliches Zur-Schau-Stellen von Sado-Maso-Kultur? JA; GERNE! Eintreten für verfassungsmäßige Rechte: Ganz klares NEIN, NIEMALS!

Die Rechtsprechung auf dem Weg in die Gesinnungsjustiz

Dass hierbei die Gerichte mittlerweile selbst den ehernen Rechtsgrundsatz “Im Prinzip Gleiches ist gleich zu behandeln” grob missachten, ist evident und zeigt die Erosion unseres Rechtssystems, das zunehmend in eine Gesinnungsjustiz abgleitet. Oder wie will man erklären, worin letztlich substanziell der Unterschied zwischen einer “Gay-Pride”-Demo und einer durch “Corona”-Kritiker angemeldeten Freiheitsdemonstration besteht? Dass die magischen “Hygienevorschriften” wie das Tragen von Masken auf der CSD-Veranstaltung massenhaft nicht eingehalten werden, war übrigens vorher bereits klar. Wenn man mal von SM-Masken im Hundedesign absieht, aber die dürften den einschlägigen Hygienevorschriften sicher nicht entsprechen.

Andererseits macht es Mut, dass mehrere 10.000 Menschen sich dem rechtswidrigen Diktat (es gilt immer noch das GG und hier besonders der Art. 3!) nicht unterworfen haben und trotzdem auf den Straßen waren. Ein Diktat, das übrigens vom Berliner Senat unter Federführung des Innensenators Geisel zu verantworten ist. Geisel, es sei wiederholt, ist ein ehemaliger SED-Mann, der dann irgendwann, vermutlich aus Imagegründen, zur SPD “konvertiert” ist und dort nun eine neue Heimstatt für sein totalitäres Wirken gefunden hatte. Denn im Prinzip funktioniert so der Stalinismus. Freiheit gerne, aber nur für jene, die uns genehm sind. Und was “Freiheit” genau ist, bestimmen sowieso wir.

Am Verhalten des rot-rot-grünen Senats in Berlin kann man übrigens gut eine Vorstellung entwickeln, wie eine entsprechende Bundesregierung, so sie denn zu Stande käme, was Gott verhüten möge, dieses Land umgestalten würde. In einen radikalen Gesinnungsstaat, in dem die politische Ausrichtung bestimmt, wer was tun darf und was nicht. Es geht dann nicht mehr nur um Meinungsfreiheit sondern vor allem um die Handlungsfreiheit.

Demos ohne große Bühne – So what?

Dass die Demonstrationen in Berlin diesmal keine große Bühne hatten, war kein Manko. Man braucht im Prinzip keine Redner mehr. Es ist alles gesagt zum Thema “Corona”. Es bedarf auch keines Unterhaltungsprogramms. Und mit Parolen wie “viel Licht und Liebe” wird man den Anscheinsdemokraten, die unseren Staat gerade in eine antiliberale Pseudodemokratie umbauen wollen, nicht beikommen. Die “große Bühne” war ein Aufmacher, der am Anfang der Demokratiebewegung vor ca. einem Jahr durchaus sinnvoll war, um die eigenen Positionen dem Publikum näher zubringen. Es gibt mittlerweile aber keinen Erklärungsbedarf mehr. Die einzige Aussage der Menschenmassen ist “Mit uns nicht!”. Und die reicht vollkommen aus.

Heute, im “Jahre 2” der verfassungwidrigen Grundrechtseinschränkungen, kommt es also nur noch darauf an, zu zeigen, dass die dort massenhaft Demonstrierenden überhaupt nicht einverstanden sind mit dem Aushebeln ihrer verfassungsmäßigen Rechte unter Verweis auf eine nicht existierende “Pandemie”. Sie stehen ein für die Grundwerte unserer Verfassung, insbesondere für die Freiheit, die Grundlage jeden menschlichen Staatswesens. Den “Sozialismus mit menschlichem Antlitz” hingegen kann man vergessen. Die Geschichte hat gezeigt, dass der nicht funktioniert.

In anderen Ländern, wie z. B. bei den derzeit in Frankreich zeitgleich stattfindenden Massenprotesten gegen den “Pass sanitaire”, kommt man übrigens auch ohne Reden aus. Ebenso in London, Madrid und den anderen Metropolen, wo Menschen in riesiger Zahl gegen ihre Regierungen auf die Straße gehen und für die Freiheit einstehen. Entscheidend ist einfach die schiere Masse, die ihren Willen artikuliert. Die Demonstration 1989 in der damaligen “DDR”, die sich ebenfalls gegen eine autoritäre Regierung richteten, waren meiner Erinnerung nach, nur so am Rande bemerkt, a) auch nicht angemeldet und b) ebenfalls ohne große Auftritte über die Bühne gegangen.

Polizeigewalt – Im Exzess gegen den friedlichen Bürger

Sehr verstörend sind die Bilder von Polizeigewalt gegen friedliche Bürger, die man immer wieder bei diesen Demonstrationen sehen kann. In einem Videobericht des Journalisten Boris Reitschuster (reitschuster.de) werden erschreckende Szenen gezeigt. Wobei viele Teilnehmer von einer weitgehend friedlichen Demo berichteten, was auch nicht verschwiegen werden darf. Wir sind schließlich, im Gegensatz zu den Systemmedien, objektiv. Oder bemühen uns zumindest.

(Quelle: https://rumble.com/vkma4p-brutale-szenen-wie-berliner-polizei-bei-der-verbotenen-corona-demo-zugriff.html)

Wie will man derlei Exzesse eigentlich rechtfertigen? Mit dem “Verstoß gegen Hygieneauflagen” etwa? Während man gleichzeitig (bzw. eine Woche vorher) großzügig weggesehen hat, als die versammelte LSBTTIQABCDXYZ-Gemeine die “Hygieneauflagen” ebenso konsequent missachtete? Interessant Frage, wie ich finde.

Nein, die Sache ist ganz einfach und bedarf keiner weitschweifigen Erklärung: Eine Staatsmacht, die mit derartiger Härte gegen friedliche Demonstranten vorgeht, ist am Ende. Politisch, geistig und vor allem moralisch. Diese Leute “haben fertig”. In jeder Hinsicht.

Kommentare

  1. Wenn man mal von SM-Masken im Hundedesign absieht, aber die dürften den einschlägigen Hygienevorschriften sicher nicht entsprechen.

    Man nennt dies “auf den Hund (ge-)kommen”. Genau wie die [geistige] Zivilisation, welche derzeit demontiert wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.