Der “Mutanten”-Hype geht weiter

Von | Februar 13, 2021

Von Peter Baier

Auf die Wahl der richtigen Begriffe kommt es an, wenn man den Menschen Angst machen will. Und hier arbeiten Politik und Presse ganz eng zusammen. Statt “Virusvariation” sagt man “Mutant”, statt “positivem PCR-Test” spricht man von “Neuinfektion” und ein Todesfall wird nun statt mit Lungenentzündung oder Organversagen mit “Corona” begründet. So läuft das Business.

Eine kleine Ausnahme, zumindest im Titel, macht das Handelsblatt:

(Quelle)

“Virus-Varianten? OK, aber im Text wir dann aber doch wieder der “Mutant” aus der Kiste geholt. Klingt auch besser wenn man das Publikum zum Gruseln bringen möchte. Aber vor allem muss man natürlich sagen, dass das wahrscheinlich Fakenews sind. Grenzkontrollen und Grenzschließungen? Das kann nicht sein! Frau Merkel, immerhin deutsche Bundeskanzlerin, hat 2015 doch verkündet, dass man deutsche Grenzen nicht sichern könne (Beweis). Geht also doch, wie man jetzt sehen kann.

Weiter in dem Artikel, um zum Thema “Mutant” zurückzukehren:

Schon jetzt würden in Bayern bei deutlich mehr als zehn Prozent der Infizierten Mutanten festgestellt – mehr als doppelt so viel wie insgesamt in Deutschland, sagte der Münchner Infektiologe Clemens Wendtner. Er warnte vor allem vor einem Einschleppen der gefährlichen südafrikanischen Coronavirus-Variante aus Tirol. Das sei nur mit einem strikten Vorgehen an der Grenze zu verhindern, sagte der Chefarzt für Infektiologie an der München Klinik Schwabing. Wenn lückenlose Kontrollen nicht funktionierten, bleibe nur eine Schließung der Grenzen.

„Wir haben es mit der südafrikanischen Variante zu tun. Die ist nach bisherigem Wissen noch einmal gefährlicher als die britische Variante“, sagte Wendtner der Deutschen Presse-Agentur. Sie sei nicht nur infektiöser, sondern ersten Erkenntnissen nach auch tödlicher – zudem wirkten manche Impfstoffe weniger gut dagegen. Auch wer schon Corona hatte, könne sich wahrscheinlich erneut anstecken. Die Rate der Zweitinfektionen werde daher wahrscheinlich steigen. (Quelle ebd.)

Also ist der “Mutant” in Bayern angekommen und der ist gefährlicher als der “Wildtyp”? Na, dann steht das bayerische Gesundheitssystem ja wohl kurz vor dem Kollaps. Und was sagt uns divi.de dazu? Divi.de ist die wohl beste Quelle wenn es um die Auslastung der deutschen Intensivstationen geht.

Man lade sich, zur besseren Illustration, den  divi.de Tagesreport!

Ich sehe in nur einem Landkreis in Hessen eine annähernd grenzwertige Auslastung der Krankenstationen im Intensivbereich mit Covid-19-Patienten. In Bayern ist die Auslastung hingegen gering bis nicht vorhanden. Sonst ist da nichts, was irgendwie bedrohlich wäre. Die Täuschung der Bevölkerung geht also munter weiter. Das, was in den Medien kolportiert wird, hat offenkundig nichts mehr gemein mit der Realität. Diese Leute (i. e. die Medienmacher) leben anscheinend in einer surrealen Parallelwelt.  Wir dürfen gespannt sein, was nach dem “Muatnten” noch so kommt wenn man uns das nächste Armageddon ankündigen wird.

10 Gedanken zu „Der “Mutanten”-Hype geht weiter

  1. Anymonus

    https://reitschuster.de/post/trotz-corona-ungezwungenes-und-froehliches-leben-in-rio/

    Deutsche Medien berichten vom Corona-Grauen in Brasilien. Während es dort im Norden Probleme gibt, ist in Rio ganz normales Leben angesagt. Joachim Kaune berichtet, wie er dort das (Sommer-)Leben genießen kann, während zu Hause der Lockdown wartet.

    Bald ist es so, dass sich Wohlhabende ein Plätzchen an der Sonne sichern und so dem Wahnsinn daheim schnell den Rücken kehren. Falls es überirdisch zu “dumm” wird, geht man dann unterirdisch. Wer da sci-fi vermutet, ist grottenschlecht informiert.

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