Die Angstpropheten

Von | Oktober 19, 2020

Von Peter Baier

Wenn die Politiker und ihre Helfer  keine rational tragfähigen Argumente mehr vorzutragen wissen, kommen regelmäßig immer 2 Strategien zur Anwendung: Die Drohung und die Angstmache. Und wenn man es ganz hart will, kommt noch der moralische Appell dazu. Und diese Trias hat es in sich. Ist sie doch in der Lage, den eher zartbesaiteten Mitbürger nachhaltig zu verunsichern. Und wer Angst hat und/oder verunsichert ist, lässt sich leicht manipulieren.

So stellte sich die Kanzlerette unlängst vor die Kameras und verkündete mit sorgengeschwängerter Miene (oder ist das am Ende ihr normaler Gesichtsausdruck?) die neuesten Hiobsbotschaften aus dem “Koch-Studio”. Sie verwies auf die neuesten, angeblich extrem gestiegenen, “Infektionszahlen” und forderte uns mit eindringlichen Worten auf “Bleiben Sie zu Hause!“.

Ach so, Frau Merkel, ja, is’ klaa, ne! Ich bleibe jetzt also ganz bestimmt in den eigenen vier Wänden eingeigelt sitzen, weil da draußen in der bösen Außenwelt ein angebliches Killervirus grassiert, das so immens gefährlich ist, dass in Deutschland dieses Jahr sogar eine  Untersterblichkeit zu verzeichnen ist. Ganz bestimmt, Frau Merkel, mache ich das!

Die oben erwähnte Drohung als Mittel der “Überzeugung” muss man ebenfalls nicht lange suchen. Im Klartext meint die Dame: “Wenn das in der nächsten Zeit nicht so läuft, wie wir wollen, machen wir Euch das Land wieder dicht.” Ich fühle mich in der Ansicht bestärkt, dass die Frau nicht unbedingt zur kognitiven Oberliga dieser Republik gehört. Zu einfach gestrickt ist ihr Versuch, zu argumentieren.

(Quelle)

Dieser regierungsamtliche Unsinn aus Berlin kommt mit der ganzen Palette rhetorischer und gestalterischer Mittel daher, die man braucht, um dem Volk klar zu machen, dass wir gerade vor dem Armageddon stehen. In dem Falle, dem viralen.

Der einleitende Appell an die gemeinsame Solidarität (wobei man alle “Covidioten” mal eben locker in die Ecke stellt, vorzugsweise in die “rechte”), salbungsvolle und von tiefster Besorgnis getragene Worte und das alles auf schwarzem Hintergrund mit weißer Schrift.

Die Symbolik ist so einfach, dass sie sogar der eher simpel gestrickte Zeitgenosse schnell erfasst. Den man vermutlich damit primär adressieren will. Denn schwarz ist der Tod und weiß die Rettung, also unsere weise handelnde Bundesregierung, geführt von der besten aller Kanzlerinnen (wir hatten aber bis dato auch nur eine!). Wer den Quatsch glaubt, dem ist eigentlich nicht mehr zu helfen.

Nächster Mitmusiker im Panikorchester ist dann wieder der unvermeidliche Herr Drosten. Bühne frei für “Klausi“! Er hat ein besonderes Angstleckerli für die Jungen dabei, die meinen, sich in Sicherheit wähnen zu können, denn “Corona” töte ja sowieso nur die Älteren. Pustekuchem, Leute! Denn Drosten warnt drastisch und mit einem geschickt geführten Angriff direkt in die Amygdala, das cerebrale Angstzentrum: “Auch junge Familien könnten ihre Mütter verlieren”. Oh my God. Jetzt sogar die!

(Quelle: t-online.de)

Also, vor allem anderen muss gesagt werden: So ist das nicht politisch korrekt! Denn es scheint offenbar keinen zu interessieren, dass auch junge Väter an dem Virus draufgehen können. OK, Geschlechter spielen heute keine Rolle mehr, aber ich fühle mich trotzdem diskriminiert. Soviel mal dazu. Aber ich bin auch nicht mehr jung. Und als “alter weißer Mann” sowieso auf der Abschussliste von “Corona” am eher oberen Ende verortet.

Aber was steckt denn hinter der Botschaft des Mannes, der immer noch ein Problem hat, seine Dissertation zu finden?

Man sieht zuerst einmal, wie weit der verbale Overkill der Obertanen schon gediehen ist, wenn man mit solchen schwachsinnigen Aussagen die Öffentlichkeit verunsichern muss. Natürlich können junge Familien ihre Mütter verlieren. Die Ursachen heißen Unfall (besonders im Straßenverkehr), Gewaltverbrechen oder Krankheiten wie Krebserkrankungen, Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Denn auch da werden die Patienten immer jünger. Aber bestimmt ist Covid-19 nicht die Todesursache, die vorherrschend ist.

Mit dem hier verbreiteten Geschwätz des Herrn Drosten wird auch vor allen wieder nur das Angstzentrum stimuliert. Substanz steckt hinter dem Gerede in keiner Weise. Er musste wahrscheinlich nur mal wieder auf die Bühne. Ob aus innerem Zwang oder auf Betreiben der Bundesregierung, das weiß keiner. Ist aber auch egal.

Und so geht das täglich weiter, die beiden hier referenzierten Meldungen sind nur die Spitze des Eisbergs, mit dem man uns täglich klar machen will, dass wir demnächst mit einer hinreichend hohen Wahrscheinlichkeit an Covid-19 das Zeitliche segnen werden. Und das vollkommen konträr zu dem, was die statistischen Daten hergeben. Interessiert aber auch niemand.

So, und den den jetzt zu besprechenden Dritten im Bunde der bekannten Panikmacher kann ich eigentlich nur hartgesottenen Zeitgenossen empfehlen:

(Quelle swr.de)

Der Mann ist starker Tobak. In breitestem Schwäbisch (Ich entschuldige mich bei allen Lesern aus dem entsprechenden Sprachraum, aber DAS, was der Mann da von Stimme und Intonation her über den Sender lässt, ist nur mit ordentlich Rotwein im Kopf zu ertragen!) wird uns der Supergau was “Corona” betrifft angekündigt. Und das verbunden mit einem moralischen Appell, der keine Wünsche offenlässt. In Kurzform: Bleiben Sie zu hause, gehen Sie nur noch zur Arbeit, enthalten Sie sich aller Vergnügungen und wenn Sie das nicht tun, sind Sie ein unmoralischer Asozialer. Punkt. GRÜNE und Moral. Ein unschlagbares Duo!

Aber leider hält sich Kretschmann nicht unbedingt an seine eigene öffentlich gepredigte Moral. So fliegt er schon mal im Regierungshubschrauber zum Wandertermin oder brettert (mit Chauffeur) im gepanzerten Untertürkheimer Nobelvehikel mit high-speed über die Autobahn. Wasser predigen und Wein saufen. Wir kennen das.

Panikmache? Das funktioniert!

Jetzt könne man ja über den inszenierten Panikblödsinn lachen, wenn er bei manchem Zeitgenossen nicht auf so fruchtbaren Boden fiele. Wie anders erklärt man das Verhalten von Menschen, die sogar auf offener Straße oder alleine im Auto mit der Gesichtswindel zu sehen sind? Oder Lehrern, die auch in Konferenzen meinen, durch ein durchfeuchtetes Stück Stoff “atmen” zu müssen? Die müssen so voller Panik sein, hier wäre doch mal professionelle Hilfe angezeigt.

Liebe “Corona”-Ängstliche, nun abschließend ein offenes Wort: Es ist mir eigentlich völlig egal, wie stark Ihr von Phobien das SARS-CoV-2-Virus angehend betroffen seid. Eure Ängste sind nicht meine. Wenn Ihr Panik habt, Euch mit dem angeblichen Killervirus anzustecken ist das zuvorderst Euer Problem. Ihr könnt meinetwegen Eure “Mund-Nase-Bedeckungen” auch noch im Bett tragen. Ihr könnte bei Euch “bedecken”, was Ihr wollt. Mir vollkommen egal, ich rede niemandem rein. Ich bin (meistens) ziemlich liberal eingestellt. Aber was mich stört, ist, wenn ich z. B. beim Einkaufen von irgendwelchen Hilfssheriffs angeranzt werde “Maske auf!”. Das geht Euch nichts an! Schützt Euch, wie Ihr wollt, aber lasst mich einfach in Ruhe. Ich brauche keinen Schutz und wenn, hole ich mir den selber.

Fazit

Angst ist immer ein schlechter Ratgeber, diese Binsenweisheit sei hier trotzdem wiederholt. Es spricht auch nichts dagegen, seine eigene Gesundheit im Blick zu behalten. Nicht rauchen, wenig Alkohol, keine Drogen sowie regelmäßig und ausreichend Bewegung an frischer Luft seien hier zuvorderst genannt. Zusätzlich sollte man versuchen, seelisch ausgeglichen zu bleiben. Daher halte man sich von schädlichen Einflüssen fern, insbesondere Psychopathen am Arbeitsplatz sollte man konsequent aus dem Weg gehen, so dies eben möglich ist. Aber vor Covid-19 muss keiner Angst haben. Und wenn Ihnen einer einen Brief schreibt und mit “Bleiben Sie gesund!” schließt, könnte es sein, dass er Ihre Gesundheit am allerwenigsten im Sinn hat.

3 Gedanken zu „Die Angstpropheten

  1. Markus

    Ärzte-Chef: “Menschen nicht in einer Tour Angst machen”
    https://www.n-tv.de/panorama/Arzte-Chef-Menschen-nicht-in-einer-Tour-Angst-machen-article22109770.html

    „Konzepte machen, befolgen und nicht in Angst erstarren!“
    https://www.deutschlandfunk.de/umgang-mit-der-corona-pandemie-konzepte-machen-befolgen-und.694.de.html?dram:article_id=486078

    Und Schweden macht es ganz anders: Ohne Angst und Bange machen!
    https://www.bild.de/video/clip/news-ausland/bild-im-hohen-norden-schweden-in-corona-zeiten-eine-bestandsaufnahme-73476678-73478508.bild.html

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  2. Anymonus

    Seitens der Herrschenden will man man Deutschland keine mündigen Bürger. Gleichzeitig zeigt sich, dass viele Bürger nicht mündig sein möchten. Ihnen gefällt Fremdbestimmung bei Vollkaskomentalität. Wozu selbst das Heft in de Hand nehmen, wenn man doch gegen Gebühren- oder Prämienzahlung alles als Dienstleistung haben kann?

    Der Staat wird als Unternehmen gesehen. Sehr praktisch für die NWO — ausweislich UN-Dokumenten wie Agenda 2030 offizieller Fahrplan für diese Erde. Aber behandeln LEHRER so etwas im Unterricht?!?! — Nicht umsonst wandern jährlich zig Tausende Hochqualifizierte aus Deutschland aus. Rein kommen dafür zahllose Analphabeten. Deutschland wird immer dümmer, doch selbst das traut sich offiziell keiner zu sagen. Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Wahrheit lebensgefährlich ist: PLANDEMIE – Doktoren in Schwarz

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  3. Pingback: Angstmachen als Mittel der Politik – Lehrer für Aufklärung

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