Fragen und Antworten zu lehrer-fuer-aufklaerung.de

Von | Februar 3, 2021

Wir erhielten vor kurzer Zeit eine Presseanfrage eines ÖR-Senders. Die Antworten haben mehrere Mitglieder unseres Teams in Gemeinschaftsarbeit verfasst und sie sollen hier auch einem größerem Publikum präsentiert werden.


F: Welches primäre Ziel verfolgen Sie mit lehrer-fuer-aufklaerung.de?

A: Lehrer für Aufklärung ist eine stetig wachsende, heterogene Gruppe von Lehrerinnen und Lehrern aller Schulsysteme, die sich gegründet hat, um Fragen, Sorgen und Erfahrungen auszutauschen, die sich im Zusammenhang mit der derzeitigen Corona-Politik entwickeln. Diese bundesweite Gruppe besteht mittlerweile aus etwa 300 Pädagoginnen und Pädagogen, die sich aufgrund der hohen Anzahl mittlerweile auch in eigenen Landesgruppen bzw. Regionalgruppen austauscht und unterstützt. Eine wachsende Zahl an Lehrern leidet ja eben auch unter den Maßnahmen oder unter der Sorge um ihre Schüler. Einige haben gegen die Maßnahmen remonstriert, wurden und werden für kritisches Verhalten oder kritische Haltung mit Disziplinarverfahren versehen, werden aufgrund ihrer medizinisch bedingten Maskenbefreiung nicht mehr auf das Schulgelände gelassen usw… Da können Sie sich vorstellen, dass es da einen großen Bedarf gibt, sich zu vernetzen, sich über erlebte Situationen auszutauschen und auch über rechtliche Hintergründe zu diskutieren.


F: An wen richtet sich Ihre Website in erster Linie?

A: Die Webseite möchte einen kritischen Blick auf die derzeitige Coronapolitik ermöglichen und eben auch auf die Halbwahrheiten, Widersprüche und „Nebenwirkungen“ der gegenwärtigen Situation hinweisen. Und aufzeigen, dass es sehr wohl auch kritisch denkende Lehrer gibt. Insofern ist der Name Programm, wir möchten Interessierten einen aufgeklärten, kritischen Blick ermöglichen und zu eigenem, selbstständigem Denken anregen. Dies ist ein Angebot an alle Menschen, die mit Schule zu tun haben, also Schüler, Eltern, Lehrer und Verwaltungsangestellte im Schulbetrieb.


F: In welcher Weise, distanzieren Sie sich von den sogenannten „Corona-Leugnern“, also Menschen, die die Existenz des Virus bestreiten?

A: Dieser Begriff ist ein schönes Beispiel von öffentlichem „Framing“ bzw. dem weitverbreiteten „Labelling“,das die öffentliche Berichterstattung des letzen Jahres kennzeichnet. Es ist der Versuch, alle kritischen Stimmen direkt und undifferenziert mit dem negativ belegten Begriff der „Leugnung“ von Irgendetwas, oder des angeblichen Ablehnens von Fakten abzustempeln. Bisher ist mir hier niemand in der Gruppe begegnet, der die Existenz von Coronaviren oder krankheitsmachenden Erregern bestreitet, von daher brauchen wir uns nicht zu distanzieren, außer vielleicht von solchen idiotischen und irreführenden Begriffen. Insofern stellt sich für Uns auch immer die Frage, inwieweit Pressevertreter, die in Anfragen solche Begriffe verwenden, auf eine möglichst neutrale Berichterstattung aus sind oder nur plump ein bestehendes „Narrativ“ bestätigt sehen wollen. Von derlei Pressearbeit distanzieren wir uns ausdrücklich.


F: Inwieweit sind Sie mit der Querdenker-Bewegung verbunden?

A: Eigentlich gar nicht. Wir sind den vielen Querdenken-Initiativen bundesweit dankbar, dass sie Menschen zusammen und auf die Straße bringen, die das politisch und medial verordnete Panik-Dogma hinterfragen und so ein Raum für Diskussion und Austausch stattfinden kann. Immerhin waren es deren Gründungsmitglieder, die das Demonstrationsrecht Ende April 2020 überhaupt erst wieder eingeklagt haben vor dem Bundesverfassungsgericht, nachdem es, wie viele weitere Grundgesetze bis heute, ausgesetzt wurde. Dass es so wieder ermöglicht wurde zu demonstrieren, erachten wir prinzipiell als selbstverständlich und lebensnotwendig für einen demokratischen Staat.

Eine organisatorische Verbindung gibt es nicht. Genau so sieht es mit weiteren maßnahmenkritischen Initiativen aus, wie „Ärzte für Aufklärung“, “Eltern stehen auf“, „Anwälte für Aufklärung“, usw…

Da gibt es wohl einige grundsätzliche Gemeinsamkeiten und Ansichten, wie z.B. für ein Grundgesetz einzustehen, das eben auch in einer Krise gelten muss, oder dass als „nie zu hinterfragend“ erklärte Maßnahmen, sehr wohl auch kritisch zu betrachten sind, um sich eine auf Fakten basierte, eigene Meinung zu verschaffen und die Maßnahmen zu bewerten.


F: Haben Sie mit der Aktion an Magdeburger Schulen direkt zu tun? Passiert das nur hier oder auch in anderen Städten?

A: Dass Menschen gegen verschiedene durch Corona bedingte Maßnahmen demonstrieren oder ihren Protest öffentlich kundtun, soll wohl schon in mehreren deutschen Orten und Städten, aber auch europaweit und global vorgekommen sein. Mitunter sehr zahlreich. Wenn Sie auf konkrete Aktionen vor/an Schulen ansprechen, ist mir eine Teilnahme oder gar Organisation einer solchen Aktion aus unserer Gruppe nicht bekannt.

Vielleicht war die Webadresse von „Lehrer für Aufklärung“ als Hinweis für die dortigen Schulleitung, das Personal oder die Schüler hinterlassen worden, um sie auf uns hinzuweisen. Solche Aktionen, wie die von Ihnen beschriebene kommen nach unserer Einschätzung wohl eher aus lokalen Elterninitiativen, die sich um das Wohl ihrer Kinder sorgen, und dies nicht länger durch soziophobe und menschenunwürdige Maßnahmen gefährdet sehen wollen.


F:  Welche nächsten Schritte erhoffen Sie sich seitens der Regierung, was Schulen angeht?

A: Eine schnellstmögliche Rückkehr zum Normalbetrieb in Schulen ohne übertriebene Hygieneregeln und Maskenpflicht. Ebenso zur Rückkehr eines demokratischen Diskurses. Vor allem wünschen wir Uns, dass Kindern schnellst möglich wieder die Last von ihren jungen Schultern genommen wird, sie könnten mit jeder Begegnung für den Tod ihrer Mitmenschen verantwortlich sein. Dies ist keine gute oder gesunde Einstellung für ein Kind oder einen Jugendlichen, der sich und die Welt erst noch entdecken will.

Und als ersten Schritt, dass die Diskriminierung von beeinträchtigten Schülern und Lehrern, die aus körperlichen oder seelischen Krankheiten keine Maske tragen können, endlich aufhört und rechtlich aufgearbeitet wird.

 

 

4 Gedanken zu „Fragen und Antworten zu lehrer-fuer-aufklaerung.de

  1. Anymonus

    Leider ist anzunehmen, dass solche “Anfragen” primär dem Ziel dienen, die geistige Munition des Gegenüber kennenzulernen um Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Daher sind “ehrliche” Antworten mit Vorsicht zu behandeln, was leider auch Grund ist, weshalb in der internationalen Arena sich gegenseitig belauert wird und meist Phrasen gedroschen werden (wie das der ÖR meisterhaft vorlebt!). Das wahre Denken und die Absichten sollen möglichst nicht sichtbar werden. Vorsicht also vor übereifriger Offenheit, auch wenn sie im Grunde angezeigt ist.

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    1. Renzo

      vollkommen richtig. solche anfragen sind überhaupt nicht begründbar. wer die seite liest, kann sich die antworten selbst erarbeiten, wer das nicht möchte, braucht es auch nicht zu wissen. man erinnere sich doch gern an das interview mit k. kinski: ich verstehe ihre frage nicht.
      nebenbei und bei allem respekt: aus den antworten läßt sich herrlich 1 negativbericht basteln. was genau meint denn dieses “eigentlich”?
      [klein weil dummdroid]

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  2. Pingback: Fragen und Antworten zu lehrer-fuer-aufklaerung.de – Lehrer für Aufklärung – Kon/Spira[l]

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