Im Land der Lauterbachs – Die geschwätzige Republik

Das wird ein größerer Bogen heute, nehmen Sie sich Zeit für diesen Text!

Wenn man sich mit dem “Corona”-Irrsinn beschäftigt, kommt man früher später an den Punkt, nicht nur den regierungsamtlich verkündeten Unsinn wie “die Maßnahmen” kritisch zu hinterfragen sondern begibt sich, zumindest als Zeitgenosse, der mit einem gewissen Maß an analytischen Fähigkeiten ausgestattet ist, früher oder später dahin, nach den entsprechenden Kausalitäten zu suchen. Pädagogen nannten das früher “Metaebene”. Und ab dem Erreichen dieser Fragestellung wird es zappenduster in Deutschland. Man betritt dann nämlich zwangsläufig das Land der Schwindler, der Schwätzer und der Schwadronierer. Und man trifft Karl Lauterbach, den angeblichen “Gesundheitsexperten” der SPD (“Sie Plündern Deutschland”).

Lauterbach ist ein Universalgenie. Der letzte Überlebende aus der Galerie dieser Geistesgrößen, die zu jedem Thema eine “fachlich fundierte” Expertise liefern können. Der Mann ist nämlich nicht nur “Gesundheitsexperte” und die bekannte “Coronawarnapp auf zwei Beinen”, sondern natürlich auch in Klimafragen hochkompetent.

(Quelle)

“Kälte im Winter” als Problem? Man staunt! Und GENAU hier liegt das Problem. Wir leisten uns zu viele dieser Heißluftpumpen, die zur Wertschöpfung in diesem Land rein gar nicht beitragen. Sie verbrauchen Ressourcen, besonders finanzielle, lassen sich fürstlich alimentieren und geben nur eines von sich: Unsinn, Unproduktives und Unnötiges.

Zu dem Tweet in aller gebotenen Kürze: Wie dumm kann jemand sein, wie auf vollkommen auf geistigen Abwegen wandeln, der “Kälte im Winter” als bedrohlich empfindet? Waren es nicht Anhänger der von ihm hier medial hofierten Klimasekten, welche gerade “warme Winter” als Vorboten der Apokalypse wähnten? Und nun die bedrohliche Kälte? Und die im Winter? Entsetzlich! Wird am Ende noch die Dunkelheit während der Nacht zum Vorboten des drohenden Weltuntergang ausgerufen? Der geistige Niedergang dieser ehemaligen Wissensgesellschaft wird am Phänomen “Lauterbach” besonders drastisch gezeigt.

Lauterbach ist aber nicht alleine. Lauterbachs gibt es auf allen Ebenen, in allen Bereichen, besonders in der Politik, in den Medien, in den Ministerien, in den Behörden (dort meistens weiter oben verortet und qua Parteibuch dort einquartiert). Und es gab sie immer.

Die Labertasche – Kein neues Phänomen

Die ersten dieser Dauerschwätzer sind den meisten von uns vermutlich schon in der Oberstufe oder spätestens im Studium aufgefallen. Weniger in den naturwissenschaftlichen Veranstaltungen aber in “Allgemeine Pädagogik” und artverwandten Themengebieten gab es sie mit einer extrem hohen Dichte. Sie konnten stundenlang irgendwelche Theorien zum “Wesen des Educandus”, zur “Handlungsorientierung im Unterricht” und zu allen anderen hohlen Themenbereichen abgeben, die damals gerade “en vogue” war. Sie waren die “Hüter der Säue” die gerade durchs Pädagogendorf getrieben wurden. Und sie waren nur durch eines zu stoppen. Die Uhr. Um “Viertel vor” war das Seminar nämlich beendet. Immer. Und das war auch gut so.

Die nächste Stufe von “Schwall ins All” wurde dann in den Lehrerseminaren während des Referendariats gezündet, Einzelheiten erspare ich uns. Es war die Zeit, wo ich regelmäßig dienstags Kopfschmerzen hatte. Dienstag war Seminartag.

Später traf ich den “Schwätzer e. V.” in geballter Dichte, als ich mal den Fehler machte, mich in das Bildungsministerium in Mainz zu einer Arbeitsgruppe gemeldet zu haben, welche “Erwartungshorizonte in den Naturwissenschaften” zu erarbeiten hatte. Ich hatte mir 5 oder 6 dieser Sitzungen angetan und dann schriftlich meinen Rückzug aus dem Gremium erklärt. Es war unerträglich, stundenlangen Elaboraten beiwohnen zu müssen, wo am Ende außer einer Riesenmenge heißer Luft rein gar kein greifbares Ergebnis zu verzeichnen war. Dafür aber insgesamt 3 und mehr Stunden Fahrzeit vonnöten waren um zum Ort des Grauens zu gelangen.

Und nur der Vollständigkeit halber: In der Schule trifft man sie natürlich auch. Sie können Konferenzen zu stundenlangen Sitz- und Schwätzorgien umgestalten, labern von “Schwarmintelligenz” (und meinen nur ihre eigene Dummheit), “schülerzentrierten Unterricht”, “Inklusion” etc. etc.  und fallen durch eines besonders auf: Die reziproke Relation Mundwerk und Geist.

Kommen wir auf den Punkt: Unser Land wird dominiert von Menschen (und das nicht ausschließlich im Lehrerberuf) , denen es offenbar an einer Fähigkeit ganz besonders mangelt: Probleme korrekt und effizient zu analysieren, daraus die notwendigen Schlüsse zu ziehen und ebenso effektiv und zielführend zu einer vernünftigen Lösung zu kommen. Also nicht zu irgendeiner. Zu einer rational tragfähigen Lösung.

Die Schwätzer als Erfüllungsgehilfen der Mächtigen

Meine These: Gäbe es diese intellektuell minderbegabten aber dafür wortgewaltigen Zeitgenossen nicht, gäbe es keine “Pandemie”. Diese Leute sind die medialen Lautsprecher jener, die im Hintergrund sitzen und die sich “die Pandemie” ausgedacht haben. Sie sind die beständigen Verkünder des Unheils. Durch ihre auf allen Kanälen dargereichten Visionen des Armagheddon wird die Bevölkerung nachgerade terrorisiert. Man macht Angst, schüchtert ein und durch die punktgenau Gerüchtestreuung z. B.  angedachter weiterer, immer üblerer, “Maßnahmen” in den Medien werden Angst, Panik, Ungewissheit aufrecht erhalten. Diese Leute haben primär einen Job: Stress bei den normalen (arbeitenden!) Menschen zu verursachen. Die Lauterbachs, Drostens, Wielers et al., diese ganzen Einpeitscher des drohenden Untergangs, sind die Sirenen der Apokalypse und sie lassen sich dazu gerne instrumentalisieren. Denn der Job wird gut bezahlt und man wird “wichtig”.

Wie als Schwätzer in ein hohes Amt aufsteigen?

Die “Karriere” der Lauterbachs geht in diesem Land über die Parteien. Wir leben in einem Parteienstaat, die Parteien haben sich dieses Land zur Beute gemacht.

Politische Arbeit ist zielführend nur über zwei Wege möglich: Über die Gründung von Bürgeriniativen (“Querdenken” würde ich, nebenbei bemerkt, hier einordnen) und über die Parteien. Wer auf sachlicher Ebene weniger Kompetenzen vorzuweisen hat, geht i. d. R. über die Parteien. Im Vergleich zur Bürgerinitiative eröffnet sich hier auch die Möglichkeit eines Aufstiegs in der Systemhierarchie. Und mithin die Aussicht, auch als nicht gerade intellektueller “Top-Performer” zu Amt, Mandat und Würden zu kommen. Gegebenenfalls auch ohne Berufsabschluss, wie typische Politikerkarrieren immer wieder zeigen. Zur Not wird der Lebenslauf eben etwas aufgehinzt (Link) oder aufgebaerbockt (kein Link).

Parteibücher sind dann besonders hilfreich, wenn eine Partei sehr lange in einem Land die Regierung stellt. Wieso findet man hier (Link) eigentlich nur Personen aus der SPD an der Spitze einer Behörde? Der Schlüssel zur hohen Position ist eben nicht golden sondern rot. Und es steht, wie hier gezeigt, gerne “SPD” drauf.

Wie werden wir die “Lauterbachs” wieder los?

Die “Lauterbachs” dieses Landes erhalten ihre Macht durch den Parteienstaat.

(1) Die Parteien wirken bei der politischen Willensbildung des Volkes mit. […] (Art. 21 GG

De facto haben wir aber nicht nur eine Mitwirkung der Parteien (wie in Art. 21 beschrieben), sondern die Parteien üben die Willensbildung weitgehend und die Macht vollkommen alleine aus. Diese Macht ist zwar im ersten Grad demokratisch legitimiert, die nachgeordneten Positionen wie eben die Chefs von Behörden, Gerichten etc. werden indes nicht mehr demokratisch gewählt sondern durch die jeweilige Regierung bestimmt. Dadurch verfestigt sich deren Macht über lange Zeiträume.

Wenn zusätzlich noch die Medien mit den eigenen Leuten besetzt werden, wird die Schlinge um den Hals der Andersdenkenden immer enger. Und auch hier hilft der Parteienstaat. In Rheinland-Pfalz, dem “Musterländle” für roten Filz, werden verdiente Genossen gerne immer wieder auf Entscheidungsstellen berufen. Das hat Vorteile für den Genossen (Macht und Einkommen) und für die Partei, denn der Mann (oder die Frau) hat bewiesen, dass er/sie “auf Linie” ist. Der Fall des SPD-Politikers Eumann (Link) ist nur eines dieser Beispiele für die Auswüchse des Pateienstaates. Warum im Verwaltungsrat des Systemsenders namens “ZDF” gleich vier Ministerpräsidenten deutscher Bundesländer sitzen, erscheint nun fast einleuchtend. Die schauen, dass der Laden “auf Linie” ist.

“Vernetzung” und Negativauslese bei der Besetzung der Positionen

Abhilfe für diese Misere, dass nämlich die Lowperformer primär aufgrund einer Negativauslese in die Positionen kommen, erscheint schwierig. Um, wie Lauterbach, immerhin den Wahlkreis zu gewinnen (was er mit ca. 38% der Erststimmen in Leverkusen bei der letzten Bundestagswahl tatsächlich geschafft hat!) muss man sich in einer Ochsentour in der Hierarchie der Partei nach oben dienen. Das zu können, mag zwar eine Qualität sein, aber ob sie der gesamten Gesellschaft nützt, erscheint fraglich. Um Macht sinnvoll zum Nutzen der Menschen auszuüben bedarf es wesentlich mehr, als der Fähigkeit sich mit anderen zu Netzwerken zusammenzufinden. Aber immer wieder liest man eben bei Bewerbungen von Politikern um bestimmte Positionen, sie seien “gut vernetzt”. Wenn das das Wichtige ist, was man einem zukünftigen Amtsinhaber oder Mandatsträger zurechnen darf, dann “Gute Nacht, Deutschland!”

Letztlich wird es vonnöten sein, den Parteienstaat, der das Zentrum der Negativauslese an Spitzenpersonal darstellt, zurückzuführen auf das, was nach Art. 21 GG festgelegt ist, eine Mitwirkung der Parteien. Mehr nicht.

Wege aus dem Parteienstaat

Es bedarf dann, im Gegenzug zur Auffüllung des entstehenden Machtvakuums,  einer viel stärkeren Betonung der direkten Demokratie, also plebiszitärer Elemente wie Volksbefragungen, -abstimmungen etc. Und diese direkte Demokratie ist insbesondere bei der Besetzung der höheren Stellen im Staat unabdingbar. Es steht zu hoffen, dass dadurch der Volkswille stärker abgebildet wird und man erkennt, wer die Schwätzer sind und wer die wirkliche Macher (und nicht jene, die sich als solche bezeichnen). Und wenn diese Macher es nicht gut machen, werden sie eben abgewählt. Und zwar zügig.

Nicht erst die jetzige, die selbst gemachte “Coronakrise”, zeigt deutlich, dass hier dringend Veränderungen stattfinden müssen. Denn viele Krisen der letzten Jahre sind hausgemacht. Ohne “Euro” hätte es keine “Eurokrise” gegeben. Ohne das Diktum von Frau Merkel (“Grenzen kann man nicht schützen”) hätte es keine Migrationskrise gegeben usw. usw. Der Dauerkrisenmodus der modernen Politik ist auch der Unfähigkeit der Politiker geschuldet, sich über die Tragweite ihrer Entscheidungen nachhaltig Gedanken zu machen. “Helge, hast Du noch eine Idee?” (Link) ist nur die Spitze des Eisberges modernen Politikversagens. Oder sagen wir es deutlicher: Der Dummheit und Inkompetenz heutiger Entscheidungsträger.

Kommentare

  1. … “Spitze des Eisberges modernen Politikversagens. Oder sagen wir es deutlicher: Der Dummheit und Inkompetenz heutiger Entscheidungsträger.”

    Nicht vergessen:
    die POlitik versagt nicht und die Dummheit und Inkompetenz ist eine zentrale Einstellungsvoraussetzung für diese Figuren.
    Es sind keine Entscheidungsträger, diese sitzen mehrere Etagen darüber. Wir wissen ja, in der POlitik geschieht nichts zufällig. Insofern ist es sehr geschickt dies nach einem POlitikversagen aussehen zu lassen und dafür bedarf es dieser authentischen Versager.
    Sie sind nur die Sprechpuppen und übernehmen jeden noch so gut bezahlten Darstellerjob. Heute “Familie”, morgen “Verteidigung”, übermorgen “EU” oder gestern “Finanzen”, heute “Gesundheit”. Wichtig ist eine gewisse rhetorische Begabung und ein Eisfach für das Gewissen.

    Während des Referendariats habe ich auf die guten alten “MAD”-Hefte zurückgegriffen. Hat auf der Fahrt zum Seminar echt geholfen. So konnte das ganze relativiert werden.

    Hier mal ein link zu einem Heft: http://www.mad-magazin.de/recyclng/extra08.html

    1. Danke für den Tipp mit dem “MAD”-Heft. Hätte ich vor gut 30 Jahren auch brauchen können. Das Referendariat war eine Ansammlung von Leuten wie aus der Geisterbahn mit häufig vollkommen kranken Einstellungen. Nannten sich dann “Seminarlehrer” oder “Lehrbeauftragte”, vollkommene Systemlinge. Und sie hielten sich alle für die Größten. War eine entsetzliche Veranstaltung und eigentlich hätte man schon damals die entsprechenden Lehren daraus ziehen müssen. Aber ich habe mir gesagt: “DU ziehst das jetzt durch, verdammt nochmal!”. Gott sei Dank war es irgendwann vorbei.

      Danke auch für’s Kommentieren! 🙂

      PB

    2. “”Dummheit und Inkompetenz ist eine zentrale Einstellungsvoraussetzung für diese Figuren.”

      Ganz meine Meinung. Wo kann man mit einer maximal durchschnittlichen Intelligenz sonst noch ein Einkommen generieren, das mindestens um eine Zehnerpotenz höher liegt als das, was z. B. in der Wirtschaft bekäme? Wer Sprechblasen besser hinkriegt als kompliziertere Zusammenhänge, ist dort am besten aufgehoben. Das ist das, was ich mit “Negativauslese” meinte. Zu dieser Negativauslese gibt es fundierte Aussagen u. a. von Markus Krall:

      https://www.youtube.com/watch?v=BQfCndCCQpo

      PB

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