Jens Spahn: “Inzidenz” von 20 als Voraussetzung von umfangreichen “Lockerungen”.

Von | Mai 23, 2021

Jens Spahn, Pharmalobbyist und im Nebenberuf Bundesgesundheitminister, scheint die Menschen in diesem Land für ein Volk zu halten, das man nach Belieben an der Nase herumführen kann.

(Quelle: welt.de)

Mit dem wilklürlich gewählten Kriterium und dem wissenschaftlich vollkommen unsinnigen Wert der “Inzidenz” sowie der hanebüchenen Algorithmik dahinter, haben wir uns hier bereits ausgiebig beschäftigt (Artikel 1 2 3).

Aber es wird immer deutlicher, dass die Vermutung, mit der “Inzidenz” dahingehend operieren zu wollen, dass man eine willkürliche Berechnungsgröße einführt, die sich beliebig manipulieren lässt, um “die Zügel fester anzuziehen” (der Begriff aus dem Viehtrieb dürfte Frau Merkel nicht umsonst über die Lippen gekommen sein) ist nun sicher keine “Verschwörungsthoerie” mehr. Denn die Praxis zeigt, dass dies genau die Intention war, warum man dieses Zufallszahlenkonstrukt eingeführt hat.

Wie wir aufgezeigt haben, ist die Inzidenz bei der verwendeten untauglichen Berechnungsmethode eine Funktion der pro Zeriteinheit durchgeführten PCR-Tests. Diese “Inzidenz” sinkt derzeit bundesweit, was mit 2 kausalen Phänomen zu tun haben dürfte:

a) Die Grippesaison geht zu Ende, Atemwegserkrankungen sind, wie jedes Jahr, jetzt stark rückläufig.

b) Die Zahl der Tests müsste sinken, um eine niedrigere Inzidenz hervorzubringen.

Über die Jahreszeit sind wir uns einig, die können wir unstreitig stellen. Wenden wir uns also den Testzahlen zu. Und, welche Überraschung!

(Quelle RKI)

Seit 4 Wochen fällt die Anzahl der durchgeführten Tests in etwa pro Woche linear im Vergleich zur Vorwoche um ca. 100.000. Dies lässt folgende Schlussfolgerungen zu: Die Zahl der Tests könnte, wie vermutet, tatsächlich in die Inzidenz eingehen (den  rechnerischen Beweis haben wir hier bereits erbracht).

Also könnte es durchaus sein, dass Spahn Recht behält, dass nämlich im Sommer die Inzidenz tatsächlich unter 20 fällt. Wobei bei Herrn Spahn entweder mathematisches Unvermögen vorliegt, denn “<20” kann auch 0, 1 oder 2 etc. bedeuten, insofern ist hier Spielraum, oder der Mann weiß, was er redet (was ich für wenig wahrscheinlich erachte) und kann dann so bei einer erreichten Inzidenz von 19 sagen: “Moment, ich habe gesagt ‘unter 20’, aber nicht WIE VIEL darunter!”).

Egal, man wird uns etwas verkaufen wollen. Nämlich das nächste “Narrativ”, das dann lauten wird, dass Covid-19 aufgrund der hervorragenden und, wie immer bei Frau Merkel “alternativlosen”, Maßnahmen der Regierungen “endlich” eingedämmt wurde. Was allerdings eine glatte Lüge wäre zu behaupten. “Corona” wird ganz einfach, weil die “Pandemie” immer nur eine Laborpandemie war, ausschließlich durch die dann geringere Testhäufigkeit zum Erliegen kommen. Da die Spezifität der Tests nicht ohne Weiteres zu steigern ist, wäre dies die einzige Erklärung. Wir werden das beobachten. Stay tuned!

Edit: Eine Inzidenz von annähernd NULL ließe sich übrigens durch einen vollständigen Teststopp an Menschen ohne Symptome erreichen, was sicher das Beste wäre. Denn warum soll man Personen, die zum allerüberwiegenden Teil vollkommen gesund sind, einem Test unterziehen, der ein transmissibles Virus gar nicht erkennen kann, wenn man nicht andere Dinge im Schilde führte und die Gesundheit der Menschen nur sekundäre oder tertiäre Bedeutung hat?

2 Gedanken zu „Jens Spahn: “Inzidenz” von 20 als Voraussetzung von umfangreichen “Lockerungen”.

  1. Markus

    Diesen Schwachsinn von Spahn, Merkel & Co. kann man wirklich nicht mehr hören! Daß der deutsche Michel sich das alles brav gefallen läßt, ist wohl nur in möglich, weil der deutsche Michel so ist, wir er ist: Stohdoof!

    Dabei brauchte man doch nur einmal über den engen deutschen Tellerrand nach Schweden zu schauen:
    https://hallolindenlimmer.de/corona-schweden-schuetzt-kinder-deutschland-macht-viele-krank-fakten/

    https://twitter.com/SHomburg/status/1396700138433884160

    Antworten
  2. ...

    Das an der Nase herumführen geht weiter. Die sogenannte „Ethikkommission“ hält sich bei einer generellen Impfempfehlung für Kinder noch zurück, trotzdem spricht sich Spahn unverholen dafür aus. Mit „neuen Wellen“ im Herbst werden „neue Notwendigkeiten“ geschaffen.
    Es ist Zeit darüber nachzudenken, wer, was, wie in diesem Land vermag, die Grundrechte wieder zu bewahren und auch im Schulsystem Reformen möglich werden zu lassen.
    Es fehlt ein Bündnis Demokratie, keine Partei die sich ins System eingliedert, ein Bündnis, das
    angeht, neue demokratische Strukturen zu entwerfen, nicht nur Widerstand zu leisten. Es gibt viel zu viele einzelne, zum Teil radikale Gruppen, die oft ihre sehr konkreten Ideen haben und denen man nicht unreflektiert das Feld überlassen sollte . Und es fehlt der öffentliche Austausch dazu auf allen möglichen Plattformen, auch bei den Lehrern, die konkret formulieren müssten, wie sie sich Schule im neuen Jahrhundert vorstellen. Solche Überlegungen darf man nicht irgendwelchen Arbeitsgruppen der Bundesregierung oder durch diese finanzierte Gruppen an Unis überlassen. Es gibt viele einzelne kreative Schulgründungen. Vertreter von diesen und den öffentlichen Schulen sollten sich selbstorganisiert zusammensetzen.
    Oder bin ich einfach nicht genug im Bilde? Dann fehlen die öffentlichen Informationen dazu.
    Man muss ja erstmal konkrete Vorstellungen dafür haben, wie etwas sein könnte.
    Vielleicht gibt es hier Anregungen, Gedanken, Hinweise und Ideen dazu?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.