Kasseler “Herz”-Polizistin leistet Abbitte und kommt mit einem “blauen Auge” davon

Bei der Großdemo in Kassel gegen die verfassungswidrigen “Corona”-Maßnahmen der autoritären Merkelregierung im Frühjahr 2021 hat sich am Rande nicht nur der Vorfall des Kollegen abgespielt, der unvorsichtigerweise einem Systemsender ein kurzes Interview ins Mikrofon sprach (und der dafür die Aufmerksamkeit der rheinland-pfälzischen Dienstaufsicht namens “ADD” in Gestalt einer disziplinarischen Untersuchung erfuhr) sondern es gab auch den Vorfall mit der Polizistin, die mit der Hand ein Herz formte und so abgelichtet wurde. Das Foto ging dann, wie es neudeutsch heißt, “viral”.

Dass solche Gesten gar nicht gehen, zeigte der anschließende “Shitstorm” der versammelten Gutmenschen in den Medien, hatte die junge Frau es doch gewagt, den “Querdenkern” Sympathie zu bekunden. Die Folgen waren entsprechend.

Der Thüringer Ministerpräsident Ramelow (seit 1999 Mitglied der SED-Nachfolgepartei PDS, später “DIE LINKE”) zeigte sich “verstört” (Bericht) und auch die Disziplinarkommission der Polizei Hessen nahm sofort die Ermittlungen auf.

Das Ergebnis dieser Untersuchung verwundert nicht, es wurde ein Verstoß gegen die “Neutralitätspflicht” festgestellt und die Sache disziplinarisch intern geregelt. Vermutlich bekam die Dame einen Verweis, das mildeste Mittel, welche das Disziplinarrecht kennt. Sie bekannte, vermutlich auf Druck der Behörde, es habe sich natürlich nicht um eine “Sympathiebekundung” gehandelt.

Zweierlei Maß

Es ist unstreitig, dass sich der Beamte im Dienst jeglicher persönlicher politischer Stellungnahme zu enthalten hat. Was aber umso mehr verwundert ist, dass politische Stellungnahmen im Dienst, wenn sie für die herrschende Ideologie Partei nehmen, nicht geahndet werden, sondern, im Gegenteil, sogar eindringliches Lob des Dienstherrn finden.

Sie erinnern sich an die knienden Polizisten bei einer “Black Lives Matter” Demo in Köln (Link)? Die öffentliche Meinung ebenso wie die Dienstaufsicht haben moralisch gar kein Problem damit, dem Wesen nach Gleiches (politische Aussagen von Beamten während der Dienstausübung) ungleich zu behandeln, und damit einen elementaren Rechtsgrundsatz zu verletzen.

Diese Polizisten waren natürlich “Musterbürger”, die sich für die “gute Sache” einsetzten. “Der Zweck heilig die Mittel”, der machiavellistische Denkansatz ist unverkennbar. Was sicher auch daran liegt, dass man entweder nicht mehr in der Lage ist, derlei Unrecht zu erkennen, z. B.  aufgrund einer entsprechenden Formung während der Sozialisationsphase in einem immer weiter in eine bestimmte ideologische Richtung abdriftenden Land, oder weil man es kognitiv nicht mehr auf die sprichwörtliche Reihe bekommt. Egal. Man kann heute im Prinzip das Gleiche tun, wie es bewertet wird, hängt nur vom Kontext ab, der sich dem Publikum bietet.

Dieses Land nähert sich intellektuell, moralisch und rechtlich langsam aber sicher dem absoluten Nullpunkt.

Kommentare

  1. Dieses Land nähert sich intellektuell, moralisch und rechtlich langsam aber sicher dem absoluten Nullpunkt.

    Genau dieser Eindruck soll erweckt werden, um damit die Not-Wendig-Keit einer “starken Hand / Führung” zu legitimieren und mittels dieser ein völliges Abgleiten ins Chaos zu verhindern. Genial. Gefickt. Eingeschädelt.

    Diese Zeit überleben nur diejenigen, die keinen Kreuzblick entwickeln, sondern im (verdeckten) Widerspruch den (offenen) Sinn entdecken. Halleluhjah!

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