“Klappe halten!”aus “Solidarität” – Kommt nun das Sprechverbot in Bus und Bahn?

Von | Januar 22, 2021

Von Peter Baier

Dass diese Regierung ein schwerwiegendes Problem damit hat, wenn sich die Untertanen artikulieren, ist nicht neu. Kritiker werden dann als “rechts” diffamiert, wer die überzogenen “Maßnahmen” gegen die angebliche “Pandemie” verbal attackiert, ist ein “Covidiot” und wer es wagt, den Protest auf die Straße zu tragen, bekommt eine Dusche mit dem Wasserwerfer. Nur zu seinem Besten, versteht sich. Und stets im Sinne der Volksgesundheit, welche sich der Kritiker erdreistet anzugreifen. Da kann man schon mal bei 3° Außentemperatur den Wasserstrahl freigeben. Wie gesagt “To your health!”

Wo das allerdings nicht ausreicht, hat eine autoritäre Regierung ja nun noch weitere Eingriffsmöglichkeiten. Im Artikel 5 des Grundgesetzes ist zwar normiert “Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äußern.” Aber mal ehrlich: Wen interessiert heute denn noch, was im Grundgesetz steht? Und so kommt die nächste Idee auf den Plan, die dem Bürger den finalen Maulkorb bescheren soll:

Mein erster Gedanke nach dem Lesen dieses Artikels auf den Seiten des “Deutschlandfunks” (auch genannt “Stimme der Regierung”): Irgendein Claqueur findet sich in dieser Republik (zur Erinnerung: “Republik” kommt von “res publica”, i. e. eine Angelegenheit der Öffentlichkeit und keiner abgehobenen Exekutive) immer, welcher der Regierung die Stichworte vorgibt.

Kurz gesagt: Was man hier beabsichtigt, ist die totale Entmündigung des Bürgers. Ganz abgesehen davon, dass auch diese Maßnahme verfassungswidrig ist, steht sie doch in Widerspruch zu Art. 5 GG. Und, nein, bevor der Einwand kommt: Art. 5 GG kann ja durchaus aufgrund eines Gesetzes eingeschränkt werden, das ist klar. Aber der Wesentlichkeitsgrundsatz, den das Bundesverfassungsgericht in langen Jahren der Rechtsprechung herausgearbeitet hat, verbietet es, Grundrechte in ihrem Wesen, also ihrem Grundgehalt, anzutasten. Das wird also nicht taugen als Begründung, für diesen furchtbaren Vorstoß. Nachsatz: Wann überprüft die Behörde des Herrn Haldenwang eigentlich mal die Regierung und nicht nur die AfD?

Das Sprechverbot, das wir ja bereits aus der Gesellschaft kennen, z. B. in jener Form, dass Menschen die bestimmte, in aller Regel politisch unkorrekte, Dinge zu sagen wagen, als Unpersonen diffamiert werden (die Liste der bevorzugten Vokabeln können Sie oben lesen), wird nun universell erweitert.  Denn ab sofort ist an bestimmten Orten jede verbale Artikulation zu unterlassen und so kommt er dann, der öffentliche Maulkorb für alle. Die Mundwindel ist ja schon Standard.

Ach ja, und dass ein paar Menschen dann auch noch fordern werden, man habe auch auf der Straße den Mund zu halten, denn auch dort könnte man “gefährliche Aerosole” versprühen, dieser Tag ist, nach allem was man in den letzten Monaten erlebt hat, nicht mehr fern. Ich rechne spätestens binnen 4 Wochen mit dem ersten Vorstoß. Als Protagnonist kommt mir ein SPD-Politiker aus dem Rheinland in den Sinn. Sie erkennen ihn an seinem schlechten Zahnstatus und an seinen wirren Reden. Er heißt mit Vornamen “Karl”.

Gehen wir zurück zum Sprechverbot. Wie weit will eigentlich diese Regierung die Menschen noch drangsalieren? Wer dem Volk die Sprache nimmt, spricht (sic!) nicht nur ein Sprechverbot aus. Er unterbindet auch das Denken.

Gedanken entwickeln sich im Austausch mit anderen (wir nennen derlei ein “Gespräch”). Ich muss einen Gedanken finden, den ich dann äußern kann. Gut, bei manchen Menschen (Politiker rechne ich in der Mehrheit dazu!)  funktioniert der Mund ohne vorher das Gehirn zu betätigen, aber diese Leute lasse ich mal aus der Betrachtung heraus. So trägt einfach der Wunsch mit anderen zu reden und sich zu artikulieren erheblich zur Weiterentwicklung unserer eigenen Gedanken und damit unserer intellektuellen Fähigkeiten und letztlich unserer Persönlichkeit bei. Wer das Sprechen verbietet, verbietet in letzter Konsequenz das Menschsein. Denn die gesprochene Sprache ist das zentrale Element der menschlichen Artikulation.

Vor meinen geistigen Auge sehe ich auf den Bahnsteigen und in den Fahrzeugen Gruppen von Menschen, die schweigend und teilweise mit gesenktem Haupt ihrer täglichen Fron zustreben. Ein Gemälde, wie man es aus dystopischen Romanen kennt. Oder aus Nordkorea. Wo höchstens dann gejubelt wird, wenn der dicke Diktator mal wieder eine Rakete erfolgreich im Chinesischen Meer versenkt hat.

Ich hoffe inständig, dass sich die dann davon Betroffenen (ich gehöre nicht dazu, denn ich benutze keinen öffentlichen Personenverkehr) keinesfalls an dieses widersinnige Verbot halten werden. Jeder Satz, der dann, so dieser irrsinnige Plan Realität werden sollte, was zu befürchten steht, in der Bahn oder dem Bus gesagt werden wird ist auch eine Artikulation gegen diese Regierung, egal was sein Inhalt sein möge. Und er ist ein Beweis, dass sich die Menschen nicht mehr alles an Zumutungen auferlegen lassen, was man ihnen verordnet. Besonders dann, wenn als angebliche Rechtfertigung angegeben wird, es gehe schließlich darum, eine “Pandemie” zu bekämpfen. Eine “Pandemie” wegen der derzeit ca. 0,007% der Menschen dieses Landes in einem Krankenhaus liegen. Und es zu weit über 95% auch wieder lebend verlassen werden.

 

 

7 Gedanken zu „“Klappe halten!”aus “Solidarität” – Kommt nun das Sprechverbot in Bus und Bahn?

  1. Christian

    Sprechverbot ist gar nicht so dumm, jedenfalls für die “Corona”- Fans. Aus deren Sicht ist eine solche Gesundheitsfürsorge bestimmt schlüssig.

    Im Unterricht kann man das umgekehrt handhaben: wer eine Maske trägt wird bei mündlicher Beteiligung “übersehen”, wer keine trägt wird “zufälligerweise” drangenommen.

    Begründung:
    mit Maske beim Sprechen Sauerstoffverknappung , Aerosoldurchstoß durch verkeimte Maske, unverständlichere Aussprache
    ohne Maske beim Sprechen keine zusätzliche Sauerstoffverknappung, keine Luftverkeimung, verständlichere Ausprache

    Antworten
    1. Markus

      Bürger oder Untertan? Das ist die Frage!

      Aber stimmt für die Corona-Fans und ZeroCovid-Fanatiker wäre das eine Option!

      Antworten
  2. ....

    Der erste Vorstoß ist schon da:
    Virologe Christian Drosten entwirft düsteres Szenario: “Im Sommer bis zu 100.000 Infizierte pro Tag”. … “Es wäre absolut erstrebenswert, jetzt auf die Null zumindest zu zielen.” Es bestehe momentan noch “die einmalige Gelegenheit”.

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Im Sommer wird diesbezüglich gar nichts passieren. Die Erkältungszeit mit vermehrtem Auftreten von Atemwegsinfekten endet hier regelmäßig im April, spätestens im Mai (je nach Wetterlage). “#zerocovid ist darüber hinaus vollkommen illusorisch. In etwa ist das genau so zu erreichen wie #zeroherpes oder #zeroinfluenca. Der Mann weiß das auch. Aber der Mann ist auch Sprachrohr der Regierung.

      Antworten
      1. Christian

        Oder ist “Dr”osten der Re-gier-ungsflüsterer und spricht es dann selbst aus? 😉

        zero-soundso dient der Setzung von milestones. Dem Volk wird eine Langf(r)istperspektive gegeben, so kann man sich schon einmal darauf einstellen, damit nachher das Geschrei nicht so groß ist.

        Antworten
  3. Anymonus

    Kennt jemand den Film “Demolition Man”? Dort erhält man in der Zukunft für jedes “unflätige” Wort Strafpunkte, die dem persönlichen Konto zugerechnet werden, weil jeder gechipped ist. Ein aus dem Kryo-Schlaf geholter ex-Knacki wird in dieser Zeit aufgetaut und hat entsprechenden den Slang und Wortschatz der 1980er/1990er. Dem geht das Geaffe voll am A. vorbei und seine Umgebung findet den Style “voll cool”. Dem was verbieten zu wollen, findet er vollkommen unlustig 😉

    Antworten
  4. Pingback: “Klappe halten!”aus “Solidarität” – Kommt nun das Sprechverbot in Bus und Bahn? – Lehrer für Aufklärung – Kon/Spira[l]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.