Politik mit Pfiff? – Nein, wohl eher Politik mit Entsetzen!

Von | Januar 27, 2021

Von M. Garcia, Mainz, 26.1.2021

Unter dem Titel „Politik mit Pfiff – Querdenker, Corona Leugner & Co, Arbeitsblätter für die Klassen 8-12, Geeignet für den Distanzunterricht“ (angeblich von) der Plattform dasfliegendeklassenzimmer.org kursieren Unterrichtsmaterialien im Netz, die zeigen, wie weit die Propagandamaschinerie derzeit greift. Wenn ich bedenke, was in den Köpfen der Jugendlichen los sein muss, deren Eltern regelmäßig auf Demos gehen, um sich für das Grundgesetz, Frieden, Freiheit, Liebe und Wahrheit einsetzen, sollte in ihrem Unterricht dieses Material eingesetzt werden, dann wird mir nur schlecht und eine Wut macht sich in mir breit, angesichts dieses Mangels an Empathie und Charakter.

Der Autor[1] dieser „Arbeitsblätter“ war offensichtlich auf keiner einzigen der Veranstaltungen, über die Schüler mithilfe dieses Materials „aufgeklärt“ werden sollen. Leider hat er bei seinen Recherchen schlampig gearbeitet und nicht einmal die Homepage der Querdenken 711 aufgesucht, denn es wurde zu keinem Zeitpunkt eine neue Verfassung gefordert (s. S. 5), sondern eine Reform der aktuellen, was vor dem aktuellen politischen Hintergrund offensichtlich dringen nötig ist, damit eine Situation, wie wir sie derzeit erleben, nie wieder passieren kann. Inzwischen ist aber gar kein Manifest abrufbar. Versäumt wurde in den Arbeitsblättern auch zu erwähnen, dass eine neue Verfassung nach der Wiedervereinigung im Grundgesetz selbst vorgesehen ist, auch wenn es dem Autor der Arbeitsblätter nicht bekannt sein und/oder passen sollte.

Richtig unwissenschaftlich geht es auf S. 6 zu, indem den Schülern lediglich Leitmedien an die Hand gegeben werden, mit Hilfe derer sie zu den verschiedenen Gruppierungen der Coranamaßnahmen-Kritiker recherchieren sollen. Zu keiner einzigen wird eine erste Quelle angegeben, obwohl es diese in jedem Fall gibt. Dann wäre auch sicherlich aufgefallen, dass es sich bei den Ärzten für Aufklärung nicht ausschließlich um Hamburger Ärzte handelt, Jebsen mit b und nicht mit p geschrieben wird, Bodo Schiffmann und Wolfgang Wodarg einen Doktortitel tragen, und zwar zu Recht, und Stefan Homburg sogar Professor ist. Begonnen wird außerdem mit Attila Hiltmann, der wahrlich nicht der bedeutendste ist unter den Kritikern ist.

Richtig schlecht wird mir dann bei der Aufgabe auf S. 10 und 11: Zunächst sollen sich die Schüler eine Spiegelreportage zur Großveranstaltung der Querdenken-Bewegung am 29.8.2020 in Berlin angucken. Dort wird alles vermischt, was irgendwie zu vermischen geht, dabei kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, es wird alles den Querdenkern zugeschrieben. Das ist, wie so oft in den Leitmedien, vor allem seit Corona, eine absichtliche Falschaussage, mit dem Ziel die Querdenker zu diffamieren, denn es wird an keiner Stelle erwähnt, wie viele Demonstrationen für den 29. August 2021 in Berlin angemeldet waren, nämlich über 1000! Die in der Reportage gezeigten Bilder von Versammlungen vor der russischen Botschaft, dem Brandenburger Tor und dem Reichstag, mit seiner vermeintlichen Erstürmung, gehörten nicht zum Querdenken-Aufzug oder der Querdenken-Versammlung. Der Aufzug war von der Polizei unter fadenscheinigen Argumenten nicht zugelassen worden und ich kann mich des Eindrucks nicht verwehren, es ging darum, zu verhindern, anhand einer weiteren Filmaufnahme von einer Brücke aus (am 1.8.2020 gab es eine solche) aufzuzeigen, wie viele Menschen sich an diesem friedlichen Protest beteiligen.

Die Versammlung wurde wie geplant auf der Straße des 17. Juni und am Stern abgehalten, und zwar friedlich und voller Freude und Nächstenliebe von Beginn bis Ende, ohne Extremismus, Antisemitismus, Rassismus oder Reichsbürgertum.

Von der Polizeigewalt, zu der es gegenüber den Querdenkern erst am zweiten Tag mehrfach kam, wird nur verharmlosend und rechtfertigend berichtet, auch wenn sie gegen friedliche Bürger ausgeübt wurde und damit unverhältnismäßig war. Versammelte Menschen, die inzwischen gelernt haben, alles in solchen Situationen mit zu filmen, um ggf. später Beweise liefern zu können, werden als Gaffer diffamiert und mit solchen an Unfallorten verglichen. Würden die Leitmedien ihrer Aufgabe als vierte Gewalt im Staat gerecht werden und neutral berichten, wäre dies nicht nötig. Von ultrarechten Demonstranten und Wutbürgern ist die Rede, obwohl die Querdenker keine sind.

Drei Chaostage heißt es, obwohl es seitens der Querdenker einfach nur friedliche und freudige Tage hätten sein können, voller Liebe und netter Menschen aus der Mitte der Gesellschaft, wären da nicht die Körperverletzungen durch die Polizei und die Hetze der Medien gewesen. Eine peinlich mehr als tendenziöse Berichterstattung sollen die Schüler sich hier anschauen, bevor sie dann selbst einen Kommentar mit dem Titel „Die Demonstrationen der Covidioten“ schreiben sollen. Früh lernt sich, zu lügen, um nicht selbst aufzufliegen oder „wissenschaftlich“ zu arbeiten nach den Standards von 2020, d.h. ohne selbst je dabei gewesen zu sein und sich ein eigenes Bild gemacht zu haben.

Schließlich soll das Statement „Wer mit Nazis demonstriert, macht mit ihnen gemeinsame Sache“ auf ein großes Plakat geklebt, in die Mitte des Klassenraumes gelegt, reihum zu dem Plakat gegangen und Stellung zu diesem Statement bezogen werden. In einer zweiten Runde hat dann jeder Gelegenheit, die vorhandenen Kommentare zu kommentieren. WAS DENKT SICH DER AUTOR DIESER AUFGABEN EIGENTLICH DABEI, SO EINE AUFGABENSTELLUNG ZU FORMULIEREN??? Wahrscheinlich nichts, auf jeden Fall nicht genug, wenn er echter Pädagoge wäre.

Unter seinen Schüler gibt es garantiert welche, deren Eltern jetzt beschuldigt werden, mit Nazis gemeinsame Sache zu machen. Dabei fällt ihnen vielleicht auf, vielleicht aber auch nicht, dass es der Autor diesesAufgabenblatts selbst ist, der mit dieser Aufgabenstellung eindeutig Nazi-Methoden zum Einsatz bringt, denn wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Schüler, der sich in einer solchen Situation „outet“ nicht unmittelbar selbst vom Lehrer und den Klassenkameraden selbst ausgegrenzt und diffamiert wird?

Schließlich soll noch ein Vergleich mit Anne Frank und Sophie Scholl angestellt werden. Die Musterlösung zur Aufgabe gibt für erstere an:

Anne Frank wurde 1029 [die Jahreszahl steht so im Original] in Deutschland geboren. Ihr Leben veränderte sich schlagartig mit der Machtergreifung des Nationalsozialisten. Sie durfte weder Fahrrad fahren noch die Straßenbahn benutzen und musste den Judenstern tragen. Demütigungen, Ausgrenzung und Angst gehörten für die Familie Frank zum Alltag und so beschlossen sie in die Niederlande auszuwandern. In Amsterdam schien es für die Franks zunächst  bergauf zu gehen, doch als am 10.05.1940 die Deutsche Armee in den Niederlanden einmarschierte, begann für die Familie erneut eine Zeit der Angst. Um einer Deportation in eines der Konzentrationslager zu entgehen versteckte sich die Familie im Hinterhaus ihres Geschäftshauses. Die Untergetauchten wurden am 6. August 1944 verhaftet und Anne Frank nach Auschwitz und schließlich in das Lager Bergen-Belsen deportiert. Dort starb sie im März 1945 an Typhus.

Der Autor vergisst, Adolf Hitler war bereits 1933 an die Macht gewählt worden, und zwar in erster Linie von höheren Beamten, darunter sehr viele Lehrer und Richter. Sicherlich galten Hitler und seine Mitstreiter seinerzeit sehr, sehr und vor allem viel zu lange als nette Menschen. Unter dieser Voraussetzung und dem des Angstregimes, das sie aufgebaut hatten, konnte Goebbels noch am 18. Februar  1943 auf seine laut gerufene Frage „Wollt ihr den totalen Krieg?“ ein begeistertes „Ja!!!“ als Antwort bekommen. Sogar als er dann noch fragte „Wollt ihr ihn,  wenn nötig, totaler und radikaler, als wir ihn uns heute überhaupt vorstellen können?“ gab es die gleiche Antwort. Erst als der Krieg verloren war, besannen sich viele. Auch heute gelten viele Politiker als nette Menschen und wir sind noch nicht an die Situation des Jahres 1943 herangekommen. Wenn demnächst aber die Frage kommen sollte „Wollt ihr die erlösende Impfung?“, was denkt der Autor, werden die Menschen dann antworten?

Um einen Vergleich zu ziehen zu Anne Frank, denn er ist m. E. gegeben, will ich dies an folgendem Beispiel aufzeigen:

„Nicole Meier wurde 2008 in Deutschland geboren. Ihr Leben veränderte sich schlagartig mit dem Ausruf einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite. Sie durfte ihre Großeltern und ihre Freunde nicht mehr sehen, nicht auf den Spielplatz gehen, nicht in die Schule gehen und das Haus nur noch zum Einkaufen von Lebensmitteln oder für Arztbesuche verlassen. Als die allgemeine Maskenpflicht kam, begann kurz darauf der Schulbesuch wieder. Doch statt mit ihren Freundinnen gemeinsam in Gruppen lernen zu dürfen, gab es nur noch Frontalunterricht. Auch durfte sich keiner mehr zu einem andern setzen und im Pausenhof mussten alle die Zeit in auf den Boden gezeichneten Kreisen verbringen, die dafür sorgten, dass sie keinen Kontakt zueinander hatten. All das machte Nicole große Angst. Mehr noch, als Nicole mit einem Schulverweis gedroht wurde, weil sie es gewagt hatte, von einem Getränk zu trinken, das sie sich zuvor am Kiosk der Schule gekauft hatte. Zunächst sollte die Maske „nur“ auf den Gängen, im Pausenhof und grundsätzlich dann getragen werden, wenn sie sich nicht auf ihrem Platz im Klassenraum befand. Später musste die Maske auch im Unterricht getragen werden, obwohl es gar kein Gesetz gab, das dies vorschrieb, sondern die Anweisung lediglich von einer Behörde kam. Da Nicole eine chronische Lungenkrankheit hatte, stellte ihr Arzt ein Attest aus, das sie vom Tragen einer Maske befreite. In der Schule wurde es dadurch jedoch noch  schlimmer, denn sie wurde von manchen Lehrern vom Rest der Klasse getrennt, musste die ganze Zeit am offenen Fenster sitzen, auch als es Winter wurde und manchmal sogar die ganze Schulzeit allein in einem anderen Raum verbringen, während die Lehrer ihr ständig einreden wollten, sie wäre krank und unsolidarisch und würde durch ihr Verhalten andere Menschen töten wollen. Schließlich wurde ihr sogar verboten, die Schule zu betreten, weil die Schulleitung das Attest nicht akzeptieren wollte, Nicoles Eltern aber darauf bestanden, Nicole ohne Maske in die Schule zu schicken, um ihrem Kind nicht noch mehr Schaden zuzufügen.

Als die Schule erfuhr, dass Nicoles Eltern an Demonstrationen zur Aufhebung der restriktiven Maßnahmen, für Frieden, Freiheit, Liebe und Wahrheit teilnahmen, wurde ihr der Zugang zur Schule verwehrt. Die Situation war so schlimm, dass ihre Eltern im Oktober 2020 überlegten, auszuwandern, da es jedoch in den allermeisten Ländern auf der Welt ähnlich zuging, beschlossen sie, in Deutschland zu bleiben, in der Hoffnung auf eine baldige Besserung der Situation.

Doch es kam noch schlimmer: Im November kam es zu einem erneuten Lockdown, der weit in das Jahr 2021 hineinreichte. Auch ein Urteil des Amtsgerichts Weimar im Januar 2021, das die Verfassungswidrigkeit der Maßnahmen bestätigte, blieb wirkungslos, weil es von einer höheren Instanz aufgehoben wurde. Im März 2021 wurde Nicoles Vater in ein Lager interniert, weil er gegen die Corona-Auflagen verstoßen hatte. Durch den Lockdown verlor  die Familie ihr ganzes Hab und Gut, so wie viele andere Familien auch. Es kam  zum Zusammenbruch eines Großteils der deutschen Wirtschaft und in dessen Folge zu Plünderungen, einer großen Hungersnot und katastrophalen hygienischen Zuständen und einer noch nie dagewesenen Selbstmordrate. Währenddessen verfolgte die deutsche Regierung weiter das Impfprogramm, das angeblich gegen Covid-19 schützen sollte. Es handelte sich allerdings um keinen  Impfstoff, sondern um ein Medikament, das in die Gene eingreift und das schon lange vor Abschluss der eigentlich gesetzlich vorgeschriebenen Testphasen zugelassen worden war. Lange Zeit hieß es, es würde keine Impfpflicht geben, doch alle, die sich nicht impfen lassen wollten, mussten rund um die Uhr eine gelbe Binde am Arm tragen, auf der stand „ungeimpft“. Am 15. Juni 2023 klingelte es an der Tür der Familie Meier und Soldaten verschafften sich und einem Arzt Zugang zu NicolesWohnung, um alle Familienmitglieder zu impfen. Nicole Großmutter starb 2 Tage darauf, Nicoles Mutter verfiel in eine tiefe Depression, der Vater nahm sich im Lager das Leben, Nicole selbst leidet seitdem an unkontrollierbaren spastischen Zuckungen am ganzen Körper und wird von ihrer jüngeren Schwester gepflegt, die aufgrund der Impfung keine eigenen Kinder bekommen kann.

Dr. Wodarg, der Arzt, der bereits 2010 für die Aufklärung des Pharmaskandals rund um die Schweinegrippe gesorgt hatte, behielt auch im Fall von Covid-19 Recht, auch wenn nur die sog. Covidioten, Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker ihm anfangs geglaubt hatten.“

Die Familie Frank würde erkennen, welch Spiel hier gespielt wird von Politik und Medien und würde den Vergleich mit Anne sicherlich verzeihen, weil er in der Hoffnung geschieht, ein weiteres solches Schicksal zu verhindern. Ich selbst habe Annes Tagebuch vor sehr vielen Jahren gelesen, bitterlich geweint und mir vorgenommen, alles in meiner Macht Stehende zu tun, um so etwas in Zukunft zu verhindern. Dies mache ich hiermit. Neuesten Informationen zufolge wurden diese „Arbeitsblätter“ inzwischen zurückgezogen. Bleibt nur zu hoffen, dass sie nicht von unkritischen Lehrern inzwischen eingesetzt worden sind bzw. sie noch eingesetzt werden.


Anmerkungen/Fußnoten

[1] Nachdem ich seit meiner Studienzeit in den 90er-Jahren an einer solchen Stelle immer AutorInnen geschrieben hätte,verzichte ich auf das Gendern, seitdem mir aufgefallen ist, dass es nur ein weiteres Element ist, um uns mit Neben schauplätzen zu beschäftigen, die deutsch Grammatik eine eindeutige Regelung hat, die ich für gut befinde und von der ich mich als Frau selbst auch nicht ausgeschlossen fühle und mir in letzter Zeit immer häufiger junge Menschen begegnen, die nicht wissen, ob sie jetzt Frau oder Mann sind, auch wenn die Ausprägung so eindeutig scheint. Dabei spreche ich nicht von denen, die wissen, dass sie im falschen Körper sind, sondern von denjenigen, denen eingeredet wird, sie könnten doch vielleicht etwas anderes sein, als sie sind.

7 Gedanken zu „Politik mit Pfiff? – Nein, wohl eher Politik mit Entsetzen!

    1. Torben

      Es würde mich nicht wundern, wenn es danach dann noch in Nase und Rachen geht. Wer weiß, was für Spielchen sich da noch ausgedacht werden.

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  1. Christine

    Was du beschreibst, ist die gängige Unterrichtspraxis zu jedem Thema – sei es nun Klimawandel, DDR-Politik, Europa… Die zu erzielende Meinung der Schüler ist vorgegeben und eigenständiges Denken wird bestraft. Das machen mit Sicherheit 95% aller Lehrer so und das setzt sich fort im Bereich soziale Erziehung – auch hier wird dem Kind beigebracht, wie es richtig funktioniert.
    Die Impfung beginnt nicht erst im Impfzentrum sondern schon im Kinderfernsehkanal.
    Die Kinder spüren das zum Teil sehr wohl, aber sie passen sich an, weil sie sich machtlos fühlen oder erkannt haben, dass sie sozial und finanziell gut „abgesichert“ sein können, wenn sie auf den Zug aufspringen.

    Nein, ich bin gegen den Vergleich mit Anne Frank. Der Grad ihrer durchlebten Angst ist unendlich höher als der von Nicole. Das kann das Mädchen selbst noch nicht einschätzen, es könnten aber die, die sie ermutigt haben so zu sprechen. In meinen Augen wurde das Mädchen instrumentalisiert.
    Und da gibt es noch mehrere Auftritte und Aktionen, die dann eben nicht dazu führen, Anerkennung für die Haltung gegen die Masken in der breiten Masse zu finden und auch von den eigenen Kindern vielleicht wortlos in Frage gestellt werden können, und das dürfen unsere Kinder auch.
    Jeder ehrliche Versuch, frei von Aktionismus, Selbstdarstellung, Ersatzbeschäftigung, öffentlich seine Meinung zu äußern und darauf zu bestehen, es zu dürfen, auch auf der Straße, ist ein Vorbild für Kinder und das erkennen sie auch.

    Auch anders Denkenden ist es schwer ihre Gedanken frei und neu zu formulieren: „denn natürlich kann man die Sprache schon wegen ihrer syntaktischen Regelhaftigkeit und mehr noch wegen ihrer anonym konstituierten Semantiken pauschal als Medium von Entfremdung ansehen. In der Tat reden wir, wenn wir den Mund auftun, in vieler Hinsicht oft gar nicht selbst, sondern wir reproduzieren zu einem gehörigen Teil nur anonyme Schemata und herrschende Vorurteile, eingespielte Vorstellungsassoziationen und oft auch einfach leere Zeichen.“(Thomas S. Hoffmann – Einführung in die praktische Philosophie)
    Von daher ist Kritik und Selbstkritik unheimlich wichtig.

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  2. Christian

    Starke Gegenüberstellung!

    Sehr plastisch, von daher didaktisch-methodisch durchaus im Rahmen. Sollte zu denken geben.

    Gerade Lehrer nutzen häufig Gleichnisse zur Verdeutlichung. Dass es im nationalen Sozialismus drastischere Konsequenzen gab ist unstrittig, ist auch nicht das Thema. Dass wir auf dem Weg dahin sind und diesen längst beschritten haben, ist auch unstrittig und ist das Thema!

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  3. admin Beitragsautor

    Was mir auch auffällt: Manche dieser “Lehrer” haben mit der Orthographie ganz erhebliche Probleme. Es heißt nicht “Corona Leugner” sondern “Coronaleugner”. Dass es zusammengesetzte Hauptwörter gibt und wie man sie bildet, scheint dem “Kollegen” nicht klar zu sein. Es handelt sich auch nicht um einen Übertragungsfehler, die Seite ist bei Google noch im Suchindex. Mit Rechtschreibfehler!

    https://lehrer-fuer-aufklaerung.de/wp-content/uploads/2021/01/corona_leugner.png

    Aber das ist auch nicht unbedingt neu und hat sicher auch etwas mit der Lehrerausbildung zu tun. Linientreue scheint heute mehr das Ausbildungsziel zu sein als Fachkompetenz. An der Schule haben wir gleich mehrere Exemplare von Leuten, die kein Papier abliefern können, welches nicht vor Fehlern strotzt. Einer nennt sich sogar “Seminarausbilder”. Eine peinliche Vorstellung.

    Ich bin übrigens KEIN Deutschlehrer.

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  4. F. Benjamin Studer

    Bei einem derart kaputten Immunsystem der Demokratie fragt man sich, warum manche Menschen Angst vor Corona haben. Selbst wenn ich die Horrormärchen über Corona glauben würde, hätte ich immer noch eine weit größere Angst vor einer Diktatur.

    Auf vielen Plattformen wird man bereits zensiert, eine Art digitale Bücherverbrennung. Da wo man seine Meinung noch sagen darf, sollte man es schnell tun, solange es noch erlaubt ist.

    Und wer Panik hat, dem empfehle ich, von Zeit zu Zeit mal eine Panik-Pause einzulegen und sich mal ganz cool und skeptisch zu fragen, was hier gerade mit uns gemacht wird. Und dann können wir diese Finanzkrise auch meistern. Klar: die ganz affigen Höhlenmenschen werden sich natürlich bis zum Schluss im Säbelzahntiger-Modus herumkreischend in einer Ecke ihres Zimmers verschanzen und sich mehrere Schals um den Mund binden, welche sich mit dem Schaum vollsaugen bis sie in Ohnmacht fallen wie Tiffany Dover. Bei denen ist es halt Glückssache, wann sie wieder zur Vernunft kommen.

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