Regierungsversagen setzt sich fort

Von | Juli 20, 2021

Eine Definition des Begriffes “Intelligenz” sagt, Intelligenz sei die Fähigkeit, ein bestehendes nahezu beliebiges Problem aufgrund eigener geistiger Tätigkeit zu lösen. Wir nennen das “Kognition”. Den Verstand zu benutzen, wenn man denn einen hat. Durch die gegebene Volatilität des Problems unterscheidet sich die Intelligenz vom Reflex, der eine auf ein einziges Problem bezogene angemessene Lösungmöglichkeit bietet.

Wenn man diese Definition zu Grunde legt und das Handeln von Politikern und Behörden angesichts der unbeschreiblichen Zustände in den Hochwassergebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen damit abgleicht, kommt man unweigerlich zu der einzig möglichen Erkenntnis: Wir werden von Leuten regiert und verwaltet, denen es offenbar am Intellekt in nicht unerheblicher Weise mangelt. Wir wollen dies an Beispielen verdeutlichen:

Es mehren sich derzeit die Meldungen, dass freiwillige Helfer aufgrund behördlicher Anordnungen gar nicht mehr dazu kommen, vor Ort Hilfe zu leisten sondern einfach wieder nach Hause geschickt werden. Mehrere stichprobenartig zusammengestellte Videoaussagen einzelner Helfer belegen dies (Video 1 Video 2 Video 3 Video 4).(Quellen Telegram #1, #2, #3, Youtube #4)

Offensichtlich hat der verstandesmäßig nicht allzu hoch begabte deutsche Durchschnittsbürokrat nichts Besseres zu tun, als irgendwelche Vorschriften (“Keine Anforderung der Hilfeleistung vorhanden!”) auch im Zeitpunkt der größten Not durchzusetzen. Vorschriften ersetzen aber kein zielgerichtetes und optimiertes Denken!

Es ist also nicht nur so, dass Politiker und ihre nachrangigen Behörden (in Rheinland-Pfalz allen voran die oberste Landesbehörde,  die “Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion”, ADD unter dem SPD-Genossen Linnertz, einem guten Parteifreund und ehemaligen Zuarbeiter der Ministerpräsidentin Dreyer), komplett versagt haben, nun wird auch noch die freiwillige und zahlreiche Hilfeleistung, die Menschen ehrenamtlich erbringen wollen, blockiert. Und zwar offenbar nachhaltig.

Machterhaltung um jeden Preis

Politiker sind häufig kognitiv eher nur durchschnittlich positioniert (manchmal sogar unterdurchschnittlich, wie man weiß), doch immer sehr machtbewusst. Und hier treffen sich diese beiden negativen Eigenschaften in fataler Weise zusammen. Erst wird krass versagt und man lässt die angekündigte Katastrophe “einfach laufen” und im Nachgang wird, weil man ja Kontrolle nicht aus der Hand geben mag, der Einsatz der freiwilligen Helfer blockiert, denn die kann man, im Gegensatz zu den eigenen Behörden, schlecht kontrollieren, steuern und lenken. Und wenn das Hilfsangebot nicht in die “politische Landschaft” passt, wird es noch härter abgewürgt (Artikel).

Zusätzlich besteht für die Regierenden die große Gefahr, dass die freiwilligen Helfer am Ende zeigen könnten, dass sie es deutlich besser können als die eigenen Leute, dass sie effektiver und/oder pragmatischer sind. Was dann das sowieso schon schwerst ramponierte Ansehen von Dreyer, Lewentz, Linnertz & Co. nochmals mindern würde. Denn die Menschen im Land würden sich, vollkommen zu Recht, beispielsweise fragen: “Warum leisten wir uns eigentlich eine Behörde mit mehreren tausend Mitarbeitern, wenn die nichts können?”

Zusätzlich müsste ebenso die Frage gestellt werden, warum man einen Behördenleiter bestellt, diesem ein beträchtliches monatliches Gehalt verabreicht und der dann auf die durch die Wetterdienste wiederholt und nachdrücklich ausgegebenen Alarmmeldungen nicht adäquat reagiert und so seine Pflichten in nachgerade gemeingefährlicher Weise ignoriert. Herr Linnertz: Warum leiten Sie jetzt nicht einfach mal ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst ein?

Wir erkennen das Grundproblem: Es ist, wie immer, der menschliche Verstand der hier an seine Grenzen kommt. Wenn die entscheidenden Positionen im Land nach Parteibuch und nicht nach Kompetenz vergeben werden, kann daraus nichts werden.

Wenn dann noch hinzu kommt, dass selbstständiges, auf Zielerreichung ausgerichtetes Denken durch die minutiöse Anwendungen von Vorschriften ersetzt wird, dann folgt auf die erste Katastrophe schnell die zweite. Wobei, das sei vollständigkeitshalber festgehalten, ich unter “Zielerreichung” nicht das eigene Fortkommen und den Machterhalt definiere, sondern die für die Menschen im Lande günstige Steuerung einer gegebenen Situation in eine optimale Richtung. Und das auch, wenn die Situation eine durch eigenes Unterlassen erheblich erschwerte Katastrophensituation ist.

Konsequenzen aus dem Desaster

Es kann nur eine mögliche Art der Konsequenz aus dem Hochwasser-Desaster in Rheinland-Pfalz in Zusammenhang mit dieser “Katastrophe mit Ansage” und dem sträflichen Unterlassen geeigneter Maßnahmen geben. Sofortiger Rücktritt der gesamten Landesregierung, Entlassung des Behördenchefs Linnertz und Bestellung von wirklichen Fachleuten (unabhängig vom Parteibuch) für die entscheidenden Positionen im Land.

 

2 Gedanken zu „Regierungsversagen setzt sich fort

  1. Ann Sager

    Ob es “Versagen” ist? Ja, aber man hat dafür auch extra diese Versager eingestellt und die Mehrzahl der Gläubigen haben für diese Rekrutierten ihre Stimme a b g e g e b e n und in eine U r n e geworfen.

    Das “Survival of the madnesses” welches ein bestimmendes Merkmal der POlitik ist, garantiert eine möglichst hohe Zerstörung in allen Bereichen. Dies wiederum ist kein Versagen, sondern ein zentrales Anliegen der Bestimmenden.

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    1. admin Beitragsautor

      Auch eine Erklärung, die nicht unplausibel erscheint. Es gibt böse Zungen, die meinen, die Warnung an die Bevölkerung vor der herannahenden Flut sei deshalb unterlassen worden, um das Panik-Thema “Klima” wieder mehr in den Fokus zu rücken, weil ja die regierungsamtlich geschürte “Corona”-Panik angesichts praktisch gegen “0” approximierter “Inzidenz” (so viel kann man offenbar gar nicht testen, dass am niedrigsten Punkt der jährlichen Erkältungswelle noch genügend positive Testungen vorliegen) kaum noch trägt. Aber im Herbst kommt die “4. Welle”, dann manchen wir wieder “Corona”. Bis dahin ein wenig “Nazi” und eben “Klima”.

      https://www.journalistenwatch.com/2021/07/20/ausgebliebene-flut-warnungen/

      PB

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