“Umsetzung der Testpflicht” in der Schule – Markierungen für Menschen

Von | Mai 5, 2021

Auf was für groteske Ideen Schulbürokraten heute kommen, erzeugt manchmal Gänsehaut und äußerst negative Gefühle. Ein Informant leitete uns ein Schreiben zu, wie an einer Schule mit der sog. “Testpflicht” umgegangen werden soll. Man fühlt sich dabei an Zeiten erinnert, die man eigentlich nicht erleben wollte. Aber was die Deutschen machen, machen sie gründlich, und so sieht es auch bei der “Umsetzung der Testpflicht” aus. So ist das Schreiben einer Schulleitung an die “Kolleg*innen” nämlich getitelt (Anmerkung an den/die/das Kolleg/In/X: Sie haben nur 2 Geschlechter genannt, es gibt aber noch mindestens ein drittes!):

Also kann man an die zuständige Leitungsebene (i. e. Behörde) melden “Testpflicht vollzogen, zu Befehl!”. So lieben wir das in Deutschland. Wir sind eben gründlich.

In der Schule besteht diese  “Testpflicht”, das sei immer wieder angemerkt, auf ein an sich harmloses Atemwegsivrus durch Verordnung der Bundesregierung, also Madame Merkel. Ein Virus (nein, nicht Frau Merkel!), das zwischen 99,997 und 99,5% der Menschen unter 70 Jahren überleben (Quelle US CDC) und das so unaufällig ist, dass die meisten “Infizierten” keine Symptome  haben, und man dafür bestimmte (fehleranfällige)  Testverfahren benötigt, um es (bzw. Fragmente davon) nachweisen zu können, deren Auffinden aber wiederum nicht bedeutet, dass jemand auch infektiös ist. Diese “Testpflicht” wird also umgesetzt. Bravo!

In dem Schreiben stehen dann auch hochinteressante Dinge zu lesen wie das Vorgehen genau abzulaufen hat, denn auch das macht man in diesem Land mit Gründlichkeit. Nebenbei bemerkt. Ich habe gar nichts gegen Gründlichkeit, gegen Exaktheit und Präzision. Im Gegenteil, So lange diese durchaus lobenswerten Tugenden technische Geräte betreffen, industrielle Verfahren oder Algortihmen, ist das alles wunderbar. Ich bekomme “die Krise” wenn etwas nicht funktioniert. Aber wenn es um Menschen geht, kommt man in den Bereich, wo eben auch die Rechte dieser Menschen verletzt werden können. Und das ganz erheblich:

Im All-inclusive-Urlaub lasse ich mir so ein Bändchen gerade noch gefallen. Dort trage ich es freiwillig und es gibt am Büffet lecker Essen dafür. Hier sieht die Sache anders auch. Hier werde ich markiert. Und zwar wie Vieh auf der Weide. Und das geht eindeutig zu weit!

Menschen werden auf diese Weise kategorisiert, zum Objekt eines irrsinnigen Testzwangs (mit plakativer und für alle sichtbare Rückmeldung in Form des Testbändchens) gemacht und ihrer Patienten- und Datenschutzrechte (denn schließlich handelt es sich um ein medizinisches Diagnoseverfahren) beschnitten, nämlich dadurch, dass man die Diagnose (und sei es nur ein negatives Testergebnis) offen mit sich herumträgt. DAS verletzt eindeutig die Menschenwürde.

Nebenbei: Ich möchte auch nicht, dass man nach dem Arztbesuch mir noch aus dem Fenster nachruft: “Ihr Ultraschall war total unaufällig! Bis in einem Jahr!“. Aber in einem Land, wo jene, die in der Leitungsebene sitzen, ohne Nachdenken ihre Befehle ausführen, kommt eben derlei dabei herum.

Der Vergleich mit “Vieh auf der Weide” passt übrigens (ich füge das bei, weil ich weiß, dass da immer wieder Leute angesichts dieser Formulierung aufheulen), denn Merkel hat ja mal verlautbaren lassen “Bei steigenden Zahlen, Zügel anziehen“. Wie man das mit Vieh eben so zu tun pflegt. Und statt des Brandzeichens, das man aus US-Western wie “Bonanza” kennt (zumindest wer in meinem Alter ist), gibt es jetzt eben das farbige Bändchen. Gerne auch in gelb.

Sehr “tolerant” ist man in dem überaus “toleranten” und “bunten” Bundesland, aus dem diese Mail stammt, übrigens gegenüber “Testunwilligen”:

Ja, “wir lassen keinen zurück!”, so lautet, glaube ich mindestens, das Credo der inklusionstrunkenen Bildungspolitiker. Allerdings mit einer kleinen Einschränkung: “Wenn Du nicht mitmachen willst, können wir auch garstig werden!“, das ist die Botschaft. Dann wird das mit dem “Recht auf Bildung” und “Teilhabe” nicht mehr ganz so genau genommen. Denn schließlich müssen Abweichler “auf Linie” gebracht werden und da kann dann schon mal der individuelle Bildungserfolg darunter leiden. “Leider” wird man diese jungen widerborstigen Leute nicht final aus der Schule werfen können, denn das gibt die Rechtslage (noch) nicht her. Also bleiben sie zu Hause und werden mit dem Minimalangebot abgespeist. DAS ist eine Schule, die ich persönlich nie wollte. Es nämlich ist eine unmenschliche Schule. Eine kranke Schule.

Mein Dank geht, nun zum Abschluss, vor allem an alle Whistleblower, die uns mit solchen Insiderinformationen versorgen. Ihre Schreiben, Nachrichten etc. werden übrigens sofort nach Bearbeitung vernichtet, denn auch wir machen unsere Arbeit gründlich. Sehr gründlich. Und vielen Dank, dass Sie uns vertrauen. Wir werden weiter berichten!

5 Gedanken zu „“Umsetzung der Testpflicht” in der Schule – Markierungen für Menschen

  1. Renzo

    Finde ich gar nicht so bemerkenswert. Gut, das mit dem Bändchen ist übel, aber wie schon erwähnt, wers im Urlaub gewöhnt ist, den störts zu Hause meistens auch nicht. Ich beispielsweise trage keine Bändchen, auch im Urlaub nicht und auch nicht im Krankenhaus und überhaupt nicht. Sonst verhandelt man nur über den Preis (https://2020news.de/sie-wissen-was-du-bist-jetzt-feilschen-sie-um-den-preis/).
    Aber was ich sagen will: die Vorgehensweise ist an der Schule meines Kindes genauso. Und ich denke, es wird so an den meisten Schulen sein. Wir haben dazu noch die Schikane, daß einige Lehrer einen anderen messenger als die Schule bereitstellt benutzen, den wir nicht haben und auch ohne weiteres nicht kriegen. Also können “wir” auch nicht am Hausarrestunterricht teilnehmen. Chancengleichheit – kann ich nichtmal mehr drüber lachen. Schule ist bankrott. Gut, daß wir in der Lage sind, die ohnehin niveaureduzierten Inhalte unserem Kind mühelos zu vermitteln. Zum Abitur wirds wohl reichen.
    Aber was tun die anderen?

    Antworten
    1. admin Beitragsautor

      Zitat: “Anstatt also mit einem engagierten COVID-Lockdown-Befürworter über Zahlen und Fakten zu streiten, sollten Sie vielleicht mit ihm über den Preis feilschen.”

      In dem Artikel übersieht der Autor einen wichtigen Punkt: Die “engagierten COVID-Lockdown-Befürworter”, die mir bis jetzt untergekommen sind, befürworten keine vernünftigen Maßnahmen, die man durchaus treffen könnte, um die Risiken für die Hauptgruppe, die von Covid betroffen sind, zu minimieren. Insofern stellt sich die Frage gar nicht, wie weit man gehen würde. Die wollen das komplette Paket. Die verhandeln nicht.

      Peter B a i e r

      Antworten
      1. Renzo

        Wir sind hier einer Meinung, der letzt Satz des Artikels liegt mir etwas quer aus dem von dir genannten Grund. Gerade deshalb scheint es mir sinnvoll, sich gar nicht auf das Spiel einzulassen.
        Also keine Tests, keine Bändchen und keine Regeln. Leider isoliert man sich damit komplett.

        Antworten
        1. Anymonus

          Leider isoliert man sich damit komplett.

          Mag sein. Was mich am ganzen Szenario erschreckt ist, dass es anscheinend tatsächlich so viele Menschen mit extremistischer Grundhaltung gibt, die auch bereit sind, handgreiflich zu werden. Das ist demnach keine “kleine Gruppe”, sondern hier offenbart sich eine grundkranke Gesellschaft, die schlicht austickt. Das erklärt auch die unsägliche deutsche Außenpolitik, die wenn so weitergeführt potentiell einen Krieg auslöst. Da man in anderen Ländern ja anders vorgeht, muss man die deutsche Mentalität ganz bewusst ins Corona-Handling einbezogen haben. Dass insbesondere von Medien und “Amtsträgern” geschürte Klima des Hasses auf “Abweichler” – praktisch seit Beginn der Existenz der AfD Dauerzustand – lässt keine Verhandlung zu. Das sieht Herr Baier vollkommen richtig. Und ich verhandle auch grundsätzlich nicht mit Erpressern und Terroristen, die nichts anderes im Sinn haben als so lange zu provozieren, bis einem Menschen mit normalem Nervenkostüm, Moral und Anstand der Kragen platzt!

          https://2020news.de/die-rechtsbeugung-von-leipzig/

          Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.