Verfassungsschutz NRW sieht “Corona”-Leugner als Gefahr

Von | Juli 1, 2021

Hatten wir das Thema “Intellektuelle Leistungsfähigkeit deutscher Behörden” eigentlich schon mal erörtert? Ich glaube mich zu erinnern, dass da schon der eine der andere entsprechende Text dabei war. Also bringen wir den nächsten,  denn man kommt um das Thema einfach nicht mehr herum. Zu groß ist der Blödsinn, der uns aus deutschen Amtsstuben neuerlich serviert wird.

In Nordrhein-Westfalen hat sich das dortige Landesamt für Verfassungsschutz mit den sog. “‘Corona’-Leugnern” beschäftigt und hierbei doch tatsächlich eine Gefahr ausgemacht. In einem 179-seitigen Papier (irgendwie müssen sich die Mitarbeiter dort wohl beschäftigen) hat man dargelegt, woher die Gefahr kommt. Sie ahnen es, sie kommt, wie immer, von “räääächts”.

Laut Verfassungsschutz haben sogenannte Corona-Rebellen und Querdenker zahlreiche Bezüge zum Rechtsextremismus und zur Reichsbürger-Szene. Bei rund zehn Prozent handelt es sich demnach um Rechtsextremisten. (Quelle)

Mit Prozentrechnen bzw einfacher Subtraktion hat es der Kollege Reul nicht so. 100% minus 10% ergibt 90% die keinen Bezug zum Rechtsextremisus haben. Und ob die 10% bei der bekannt großzügigen Zuordnung von Personen zum “rääächten” Umfeld so stimmen, darf angesichts der Lage bezweifelt werden. Heute ist sowieso jeder “rääächts” der sich kritisch der Regierung gegenüber positioniert. Auch anderweitig ist man bei der Zuordnung zur Kategorie “rääächts” sehr großzügig. Beispiel: Auch wenn die linksextremistischen “Antifa” ein AfD-Büro mit einem Hakenkreuz “verziert” ist das dann nach Lesart der Behörden erst einmal eine “rääächte” Straftat. Es sei denn man hat wirklich andere Erkenntnisse. Die muss man aber suchen. (Bericht) Fazit: “Rääächts” ist es in aller Regel  dann, wenn ein Hakenkreuz dabei ist. Die Themen “hell” und “Kerze” hatten wir schon?

„Wir werden bombardiert mit Verschwörungsmythen, mit falschen Nachrichten, mit Wissenschaftsfeindlichkeit, Homophobie, Misstrauen.“ (ebd.)

Nun würde mich doch mal interessieren, wer denn nun wirklich “wissenschaftsfeindlich” ist. Jene, die uns dauern erzählen wollen, dass eine angebliche und hochgefährliche “Pandemie” grassiere, obwohl es im vergangenen Jahr nachweislich weniger Verstorbene in Deutschland gab, als man aufgrund der demographischen Situation hätte erwarten können (was sich anhand wissenschaftlicher Daten belegen lässt -> Beweis). Oder ob sich Wissenschaftsferne nicht primär dadurch manifestiert, dass man seitens der Regierung die Zahl der angeblichen “Coronatoten” nicht einmal ansatzweise exakt beziffern kann oder dass man eine “Inzidenz” einführt, deren Berechnungsmethode nach Ansicht vieler Wissenschaftler grob falsch ist etc. etc.

Bezeichnend ist nun auch, dass “Misstrauen” offenbar eine deliktische Dimension zu bekommen scheint. Kritiker sind also potenziell kriminell. Kann stimmen, schließlich sind die ersten Buchstaben der Wörter identisch: “kritisch” und “kriminell”, you know? So tief scheint die geistige Messlatte in diesen Behörden zu liegen.

Man wird als Skeptiker, als kritisch rational nachfragender wissenschaftlich denkender Mensch, der das Handeln der Regierung als überaus dubios weil nicht evidenzbasiert ansieht (“Wir glauben….”), und sich Daten, Fakten und Ergebnisse selbst beschafft und diese kritisch prüft, als verdächtig für illegitimes Handeln hingestellt. Soweit ist es nun gekommen, im “besten Deutschland das wir je hatten“!

Reul sagte, das sei „extrem beunruhigend, weil diese Menschen keine konkrete Motivation haben, sondern einfach gegen ‚den Staat‘, gegen ‚die Medien‘ oder gegen ‚die Politiker‘ sind.“

Weil der Verfassungsschutz dieses Dagegen-Sein keinem der bisherigen Phänomenbereiche zuordnen kann, rubriziert er es unter „verfassungsschutzrelevante Delegitimierung des Staates“. (ebd.)

Soso, da fühlt sich der Herr Minister wohl selber angegriffen. Aber anstatt nun zu fragen, warum immer mehr Menschen “den Staat” ablehnen, wird die Keule ausgepackt. Dass der Herr die konkrete Motivation für die neue außerparlamentarische Opposition nicht nachvollziehen kann, ist übrigens einsichtig. Wer, wie er, von uns allen finanziell überaus üppig ausgestattet wird, muss sich keine Sorgen machen, wie er den nächsten Monat über die Runden kommt. Ein Gastronom zum Beispiel, dem man seit Monaten mit fadenscheinigsten Begründungen (“dynamisches Infektionsgeschehen” und andere sinnleere Vokabeln) die Kneipe dicht macht, dürfte das ganz anders sehen.

Ganz abgesehen davon, dass Reul, wie viele Menschen, denen es an der entsprechenden Bildung mangelt, die Begriffe “Staat” und “Regierung” verwechselt. Kann aber schon mal passieren.

Durch Zeitablauf erledigt?

Kehren wir zurück zu dem im Bericht verwendeten Begriff “Verschwörungsmythen”. Kennen Sie den noch?

Achten Sie auf das Datum! Wenige Tage später kam der erste “Hammerlockdown”, wobei der damals noch nicht so hieß, denn die richtig dümmlichen Bezeichnungen kamen erst später. Der ganze Unsinn musste sich erst regierungstechnisch, administrativ und sprachlich noch entwickeln. Aber Fakt war, dass eben diese hier noch geleugneten  “Maßnahmen” wenige Tage später exekutiert wurden.

So hat es sich dann unstreitig erwiesen, dass viele angebliche “Verschwörungsmythen” sehr schnell Wirklichkeit wurden: Also die gesamte Palette erheblich verfassungswidriger Grundrechtseinschränkungen die einhergehen mit Reise-, Demonstrations- und anderen Verboten. Und z. B. Diskussionen über Zwangsmaßnahmen eine “Impfflicht” etc. ppp. Und auch das angebliche Verschwörungsthema “Great Reset” kann man in einem Buch eines eigenartigen Herrn namens Klaus Schwab in extenso behandelt finden. Ein Herr übrigens, der mit bestimmten “Young global leaders” (oder doch besser “losers”?) gerne und regelmäßig Umgang und Ideenaustausch pflegt. Wahrscheinlich nicht nur um über das Wetter zu reden.

Viele “Verschwörungstheoretiker” hatten die “Maßnahmen” (die überdies vollkommen untauglich waren) der Regierung schon lange vorher vorausgesehen. Wobei der Begriff “Verschwörungstheoretiker” sowieso immer die ultima ratio des intellektuell etwas zu kurz gekommenen Zeitgenossen darstellt. Wenn einem nichts mehr Vernünftiges einfällt, ist der Gegner eben ein “Verschwörungstheoretiker”. Oder, etwas drastischer, ein “Covidiot”.

Man kann also feststellen, dass Minister Reul (und möglicherweise seine Zuarbeiter in den Behörden) ganz einfach in einem Paralleluniversum leben, das mit unserer Welt, die durch diese Leute aber gestaltet (oder besser gesagt “verunstaltet” wird) nicht viel gemein hat. Wer sich dann noch über “Ablehnung” echauffiert, die ihm und seiner Politik zuteil wird, sollte sich mal an die eigenen Nase fassen. Groß genug ist sie ja.

Wer darüber hinaus, nur weil er politisch vollkommen versagt hat und sich seine Gegner jetzt unverschämterweise erdreisten, auf das eklatante Versagen hinzuweisen, er diese dann zu Staatsfeinden herabwürdigt, macht es nicht unbedingt besser. Die entsprechende Klientel wird man dadurch in aller Regel nicht zurückholen. Aber diese Form der kognitiv restringierten (vulgo “dümmlichen”) Arroganz der politisch Handelnden ist ja nun auch nicht neu. Womit wir wieder beim Thema “Kerze” und “hell” angelangt wären. Und natürlich dem altbekannten “divide et impera“.

2 Gedanken zu „Verfassungsschutz NRW sieht “Corona”-Leugner als Gefahr

  1. Anymonus

    Was wird daran deutlich?
    Dass der Arm der Pharma und sonstiger Global Player bis in die Geheim-/Nachrichtendienste reicht!
    Geheimdienste sind mittlerweile augenscheinlich Unterabteilungen dieser Konzerne.

    Antworten

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