“Voodoo” als Politikprinzip: Bundesregierung hat keine wissenschaftlichen Grundlagen für ihre “Corona”-Politik

Von | Mai 26, 2021

Von Politikern sollte man, besonders wenn sie sich mit zahlreichen Doktortiteln schmücken (Merke “Der Doktortitel ist der Mercedes für den Akademiker.”), eigentlich erwarten, dass sie auf Grundlage wissenschaftlicher Prinzipien zu ihrer Entscheidungsfindung gelangen. Evidenz wäre eines dieser Prinzipien. Wenn es geistig aber nicht ganz so weit reicht, tut es auch der schiere Glaube. Willkommen zurück im Mittelalter! Beispiele gefällig?

Das erste, erschütternd blamable, Auftreten liefert Helge Braun, Kanzleramtsminister (“für besondere Aufgaben”), der sich immerhin mit dem Titel “Prof. Dr.” schmücken darf.

In Kurzform: Die Abgeordnete Beatrix von Storch (AfD) fragt den Minister, welche wissenschaftlichen Grundlagen für die Maßnahmen der sog. “Bundesnotbremse” die Bundesregierung habe. Die Antwort des Ministers Braun ist an Fragwürdigkeit nicht mehr zu steigern. Sie lautet, am Ende des Videos nach ellenlangen blumigen Erklärungsversuchen, “Wir glauben….”. Wissenschaftlichkeit wird also ersetzt durch Glauben. Das begeistert!

Eine zweite, ebenso peinliche Antwort auf eine konkrete Frage nach Wissenschaftlichkeit, geht in eine ähnliche Richtung. Der Abgeordnete Stephan Protschka (ebenfalls AfD) stellte der Bundesregierung folgende Frage:

Wie hoch war nach Kenntnis der Bundesregierung die Letalität bezüglich SARS-CoV-2 im Jahr 2020 im Durchschnitt?

Eigentlich eine ganz einfache Frage, die Daten kann jeder Erstsemester in einem naturwissenschaftlichen Fach aus einer Excel-Tabelle herauslesen. Wenn die Tabelle vorher korrekt mit Daten aufgefüllt wurde, wohlgemerkt. Offenkundig gibt es diese Daten aber nicht. Denn anstatt jetzt mit klaren Zahlen die Frage zu beantworten, gibt es nur Herumgerede:

Die Letalität, d. h. die COVID-19-Todesfälle im Verhältnis zur Anzahl der COVID-19-Erkrankten, kann nicht statistisch belastbar erfasst werden.

Das war übrigens die einzige konkrete Aussage in dem Papier der Bundesregierung. Die vollständige Antwort ist zwar noch um einiges länger, enthält aber rein gar keine substantiierten Antworten mehr. Wer sich dieses intellektuelle Armutszeugnis antun will, hier der Volltext.

Es bleibt also festzuhalten: Für die ganzen Horrormeldungen der angeblich “an ‘Corona’ Verstorbenen gibt es keinen wissenschaftlichen Beleg. Weiter bedeutet dies, dass auch für die angebliche (aber nie eingetretene) “Überlastung” des Gesundheitswesens ebenfalls kein valider statistischer Beleg existiert. Genauer gesagt für Covid-19 als kausal dafür. Denn wenn man Verstorbene schon nicht korrekt nach der Todesursache kategorisieren kann, wie will man dann Kranke korrekt identifizieren? Dass das mit dem PCR-Test nicht geht, haben wir hier bereits mehrfach belegt.

Fassen wir zusammen: Das, was uns hier seitens der Regierung an “Fakten” präsentiert wird, ist nicht nur dünn, es ist nicht vorhanden. Man hat den Eindruck, es hier mit inkompetenten akademischen Tieffliegern zu zu tun zu haben. Anstatt konkrete Daten und Fakten zu nennen (die auch überprüfbar wären) gibt es nur Geschwurbel, Lamentos, Ausflüchte und Herumgeeiere. Man hat wirklich den Eindruck, dass dort Mittelstufenschüler, die auf eine Klausur nur unzureichend oder gar nicht vorbereitet sind, jetzt von den Fragen des Lehrers kalt erwischt werden. Eine peinliche Vorstellung einer Regierung, wo jeder 2. einen Doktortitel besitzt. Aber wie die fallweise Zustande kommen, wissen wir ja auch zur Genüge.

3 Gedanken zu „“Voodoo” als Politikprinzip: Bundesregierung hat keine wissenschaftlichen Grundlagen für ihre “Corona”-Politik

  1. Pingback: Impfen, impfen, über alles: Der Wahnsinn macht sogar vor Kindern nicht halt. – Lehrer für Aufklärung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.