Wie der Covid-Wahn das Familienleben bereichert

Von | Januar 28, 2021

Wir leben in bizarren Zeiten. Aber manchmal erreichen uns doch Meldungen, die stellen selbst hartgesottene Berichterstatter auf eine Belastungsprobe. Wenn der nachfolgend geschilderte Fall nicht so traurig wäre, könnte man glatt lachen. Jetzt bleibt einem dieses glatt im Halse stecken. Die Seite “heute.at” schreibt:

(Quelle heute.at)

Ist heute der 1. April? Nein, dahin dauert es noch etwas. Trotzdem ist die Story hanebüchen. In Kurzfassung: Frau R. F. aus der Schweiz hatte wohl Covid-19 und leidet immer noch unter Atemnot. Zumindest ein bisschen. Und daher hat sie ihrer Tochter und dem Mann eine Maskenpflicht auferlegt. Herr Söder wäre stolz auf sie, wenn sie denn in Bayern wohnen würde.

Allerdings beeinträchtigt der Mummenschanz das Familienleben nicht ganz unerheblich. Man geht sich aus dem Weg, gemeinsame Mahlzeiten finden kaum noch statt, die Kommunikation kommt zum Erliegen.

Eine andere Frau berichtet

“Sobald wir uns im gleichen Raum aufhalten, ziehen wir die Masken an”, sagt die 51-Jährige. Am Tisch legten sie diese ab, hielten aber eine große Distanz ein.

Das sieht nach einem erbaulichen Familienleben aus. Wir werden jetzt mal kurz indiskret und schauen ins eheliche Schlafzimmer. Oder besser, nein, wir lassen das. Dass Menschen ihre Mitmenschen nur noch als potenzielle Virenschleudern ansehen und vor ihnen in Deckung gehen, das haben Sie zu verantworten, Frau Merkel! Oder in dem Falle ihr schweizerisches Pendant.

Es ist überaus bizarr , was dieser kollektive Corona-Wahn mittlerweile mit der Psyche der Menschen anrichtet. Neben Niedergeschlagenheit, depressiver Verstimmtheit, allgemeiner Freudlosigkeit oder Angst um den Arbeitsplatz oder vor der Zukunft kommt jetzt auch noch eine ins nachgerade panische übersteigerte Hypochondrie dazu. Psychologen und Psychiater dürften derzeit Hochkonjunktur haben.

Aber immerhin. Bei einer momentanen Prävalenz von 0,31% für Covid-19 in der (deutschen) Bevölkerung ist in jedem Fall Grund für eine Massenpanik angesagt. Auch ich ziehe jetzt die Konsequenz: Ich  habe zwar keine Maske, werde aber nachher im Bett eine Melitta-Filtertüte anlegen. Die sieht ähnlich aus wie eine FFP2-Maske und gibt mir ein gutes Gefühl. Denn “ich schütze mich und Du schützt Dich!”. Oder war es anders herum? Keine Ahnung. Ist auch egal. Ich bin jedenfalls immer noch verwirrt. So ein Nicht-Familienleben wünsche ich jedenfalls niemandem.

4 Gedanken zu „Wie der Covid-Wahn das Familienleben bereichert

  1. ...

    Lauterbach: Möglich, dass wir die AHA- Regeln überdenken müssen.
    Journalist: Das heißt, man müsste die bisherigen AHA-Regeln eigentlich verändern, also beispielsweise den Abstand von 1,5 Metern erhöhen?
    Karl: Ja

    Du kannst dir schon mal ein neues Bett kaufen, mit 1,80 kommst du da nicht mehr hin.

    Kein Deutschlehrer – das ist manchmal auch besser so – du schreibst einfach gut.
    Hier sind keine Antworten auf alle Fragen, aber wahrscheinlich die richtige Antwort auf Coronamie.

    Ich lese auch immer die Seite mitdenken.ur., um mein Denken „steuern zu lassen“, aber genau dein Stil fehlt dort.

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  2. ...

    Deine kritische Aussage zum veränderten Familienleben sollte, wenn auch etwas drastisch, unterstrichen werden.
    Was du beschreibst, ist kein Witz, sondern vermutlich schon in Teilen normale Realität geworden.
    Und die Mutation wird noch mehr hervorbringen. Wir sprechen ja jetzt auch nicht mehr nur von Risiko- sondern schon von Mutationsländern, da ist es nicht mehr weit bis zur Mutationsfamilie.
    Mein 9jähriger Sohn hat gerade heute “vorsorglich” oder “gezielt” von der Bundesregierung einen Brief mit Maskengutscheinen erhalten. Das soll ihm wohl die “Bedeutung” des Maskentragens unterstreichen, denn ein schulpflichtiges Kind mit 6 Masken für 2 Monate auszurüsten, die doch ungefähr stündlich zu wechseln wären, kann ja wohl auch nur symbolisch gemeint sein. Wahrscheinlich geht man davon aus, dass er einen Reiskocher zum Desinfizieren mit in die Schule nehmen würde.
    Und bestimmt kommt auch noch einer auf die Idee ,die Schulen in Mutationszeiten damit auszurüsten!

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  3. Pingback: Wie der Covid-Wahn das Familienleben bereichert – Lehrer für Aufklärung – Kon/Spira[l]

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