Die “Superspreaderin”, die keine war

Von Peter Baier

Wir erinnern uns: Vor ca. 2 Wochen geisterte eine Geschichte durch die Presse um eine angebliche “Superspreaderin” in Garmisch-Partenkrichen, die angeblich Dutzende Bewohner der oberbayerischen Stadt bei einer ausgiebigen Kneipentour angesteckt haben soll.

Diese Tour habe sie, so die Meldungen, trotz bestehender Quarantäneauflagen durchgezogen. Die Empörung ob dieser “maßlosen Unvernunft” (Pressezitat) war groß. Und das Lamento der üblichen Verdächtigen ließ nicht lange auf sich warten.

“Corona”-Rambo Söder beispielsweise urteilte sogleich, dass die Dame sich unverantwortlich verhalten habe und forderte “höhere Strafen” bei Verletzung von Quarantänteauflagen.

Jetzt stellte sich heraus, wie so oft, dass alles Bullshit war. Weder hatte die Dame nachvollziehbar eine Quarantäne auferlegt bekommen (zumindest wissen die Behörden das nicht, wie üblich in Bayern, möchte man fast sagen) noch ist nachweisbar, dass sie überhaupt jemanden infiziert hat:

Von 32 Neuinfektionen, die man am Freitag registriert habe, stehe jedoch nur ein Teil im Zusammenhang mit der 26-Jährigen. Dies seien vor allem die Infizierten des Hotels, in dem die Frau selbst arbeitet. Allerdings: Das Landratsamt kann in keiner Weise sagen, ob die Frau ihre Kolleginnen und Kollegen angesteckt hat – oder schlicht selbst dort angesteckt wurde. Weitere Neuinfektionen hätten jedenfalls keinen Kontakt mit der Frau gehabt.

Somit ist bislang keine Infektion in Garmisch-Partenkirchen nachweislich auf die Frau zurückzuführen, die von Behörden, Politik und Medien seit Tagen “Superspreaderin” genannt wird. Fragwürdig erscheint in diesem Zusammenhang das Verhalten des Landrats und einiger Medien, die die Verantwortung für den Anstieg der Zahlen eines ganzen Landkreises ohne Beweise dem Verhalten einer jungen Frau anlasten.

(Quelle)

Dieser peinliche Vorfall um neuerliche Fakenews in Zusammenhang mit “Corona” zeigt mal wieder deutlich, was die Kernsubstanz von “Corona” mittlerweile ist. Da die Infektionswelle schon lange vorbei ist und man nur noch mit positiven Testergebnissen (aber eben nicht mir Erkrankten) aufwarten kann, muss regelmäßig eine neue Sau durch’s Dorf getrieben werden. Und da taugt eine mutmaßliche “Superspreaderin” sehr gut, auch wenn sie im Nachhinein betrachtet keinen Menschen nachweislich angesteckt hat. Wir werden aber sicher noch viele solche Geschichten zu lesen bekommen, denn die Panikstimmung muss hochgehalten werden. Ein Mittel dazu sind die zu tragenden Gesichtswindeln ebenso wie die erfunden Geschichten von angeblichen “Superspreadern”.

Jetzt wird’s eklig: Gesichtsmasken sind Brutstätte von Keimen

Von Peter Baier

Man muss nun sicher kein Biologe oder Mediziner sein, um zu wissen, dass wir täglich mit der Ausatemluft eine größere Menge Keime aus der Mundhöhle und den oberen Luftwegen abgeben. In “normalen” Zeiten werden diese emittiert und fallen z. B. aufgrund der Gravitationskraft schnell zu Boden oder werden von Konvektionensströmungen (Wind, Warmluft) zügig aus dem Bereich des Gesichtes fort getragen. In heutigen, also abnormalen, Zeiten, tragen Menschen Stofffetzen vor dem Gesicht. Und man kann sich leicht denken, dass der Bakterien- und Pilzabfall, der sich normalerweise dann schnell vom Körper entfernt, nun dort sehr viel länger verweilen wird. Wenn dann noch Fremdkeime von außen hinzukommen, wird die Belastung noch größer. Viel Spaß bei folgendem Text:

Denn jetzt wird es eklig. In der Schweiz hat man die gebrauchten Einwegmasken von 20 Pendlern untersucht. Und diese, zugegeben kleine, Stichprobe hatte es in sich:

Die Befunde des Labors sind erschreckend. 11 der 20 untersuchten Masken hätten über 100’000 Bakterienkolonien enthalten – drei davon über eine Million. Als Vergleichsgrösse diente eine Stichprobe von Touchscreens der Billetautomaten. Der Wert lag dort zwischen 3 und 69 solcher Kolonien. (Quelle)

Wer käme auf die absurde Idee, den Touchscreen, z. B. eines Fahrkartenautomaten, ablecken zu wollen? Der ist übrigens noch einigermaßen moderat kontaminiert. Aber das Innere der eigenen Gesichtswindel, das teilweise um Zehnerpotenzen höheren Keimbesatz aufweist, kontaktiert man locker dauerhaft mit dem eigenen Mund und der Nase.

Die Keime stammen übrigens nicht aus dem eigenen Mundbereich sondern gelangen über die Hände, mit denen unvorsichtigerweise das Maskeninnere berührt wird dorthin. Mir wird übrigens gerade schlecht, ich finde es extrem ekelerregend, mir vorzustellen, dass die Keime, die ich gerade unfreiwillig z. B. durch den Fahrkartenautomaten aufgenommen habe nun im durchfeuchteten Inneren der Mundwindel eine Riesenvermehrungsparty feiern und ich das Ergebnis dann später einatme.

Masken werden tage- oder wochenlang getragen

Die Befunde sind zwar beunruhigend, aber wenig erstaunlich angesichts der Aussagen der Maskenträger. Viele hätten angegeben, ihre Einwegmasken mehrere Tage oder sogar Wochen getragen zu haben.

Eine Passantin habe ihre Maske drei Wochen am Stück getragen. Sie könne es sich nicht leisten, die Schutzmaske mehrmals täglich zu wechseln. Andere gaben als Grund an, nicht unnötig Müll produzieren zu wollen. (ebd.)

3 Wochen Tragezeit. Eine gute Leistung. Respekt. Und für heute fällt das Mittagessen aus. Schönen Tach noch!

Fazit: “Gesichtsmasken sind für die Allgemeinbevölkerung schädlich.”

Von Peter Baier

Im Thieme-Fachverlag, einem bekannten Herausgeber von Medizinliteratur, ist unlängst eine Studie erschienen, die den Befürwortern der allgemeinen Tragepflicht von gesichtsverhüllenenden Stoffstücken nicht gefallen dürfte. Die Studie trägt bereits einen Titel, der ihre Ergebnisse vorwegnimmt:

“Mund-Nasen-Schutz in der Öffentlichkeit: Keine Hinweise für eine Wirksamkeit”

Verfasserin ist die Krankenhaushyginekerin Prof. Dr. Ines Kappstein vom Klinikum in Fürstenfeldbruck. In Ihrer Studie, mit der sie die Wirksamkeit und die möglichen Schadwirkungen der allgemeinen Maskerade untersucht hat, kommt sie zu einem eindeutigen Ergebnis:

Aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland können jeden Tag zig-millionenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger werden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich ist. Dabei besteht das Risiko, dass der – schon zwangsläufig – unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht – ein Risiko, das man doch aber gerade durch die Maske reduzieren will.

Eine Maskenpflicht vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl, und ein falsches Sicherheitsgefühl ist immer ein Sicherheitsrisiko.

(Quelle)

Das RKI und die Hongkonger Studie

Am Anfang des Volltextes nimmt sich Kappstein einer vom RKI referenzierten Studie aus Hongkong an (Leung, Chu et. al., Hongkong, 2020) und zeigt die Schwächen dieser Studie auf:

  • Die Studie ist bereits vor einigen Jahren erschienen und wurde nur wegen “Corona” neu aufgelegt.
  • Die meisten Patienten mit Infektionen der oberen Luftwege setzten überhaupt keine messbaren und schon gar keine signifikanten Erregermengen frei.
  • Es wurde nicht überprüft, ob das freigesetzte Erregermaterial überhaupt infektiös war.

Hier wird also wieder deutlich, dass auch methodisch schwache Studien es irgendwie durch den “Peer review”-Prozess schaffen müssen. Denn das entscheidende Kriterium, die Virusaktivität, wurde gar nicht untersucht.

Merke: Ob ein Erregernachweis außerhalb des Körpers bedeutet, dass die gefundenen Erreger auch ein tatsächliches Infektionsrisiko darstellen, ist kaum zu beantworten. Hinzu kommt, dass der Nachweis von Virusnukleinsäure kein Beleg für die Infektionstüchtigkeit von Viren ist. Auch ein Virusnachweis mittels Zellkultur ist nicht mit dem Nachweis ihrer Infektiosität unter normalen Lebensumständen gleichzusetzen.

(ebd.)

Insbesondere seien die direkten Kontakte “face-to-face” (s<1m) ein wesentlicher Überträgerweg. Hinzu komme eine erforderliche Dauer  (t>15min) um ein signifikant erhöhtes Infektionsrisiko postulieren zu können..

Aussagen der World-Health-Organisation (WHO)

Im Anschluss widmet sich die Studienleiterin den Empfehlungen der WHO zum Tragen von Masken in der Öffentlichkeit. Breiten Raum nehmen hier die evidenten Nachteile ein:

  • Selbstkontamination
  • Kopfschmerzen
  • Hautprobleme im Gesicht
  • Artikulationsprobleme verbaler Natur (undeutliche Sprache)
  • Beklemmungsgefühle
  • falsches Sicherheitsgefühl
  • Probleme für hörbehinderte Menschen
  • etc. etc.

Übertragungswege

Im weiteren Verlauf der Studie erörtert Kappstein den Übertragungswegen von SARS-CoV-2 und nennt hier die Übertragung über die Luft (vornehmlich in Form von Tröpfchen d>5µm) und der Schmierinfektion über kontaminierte Fläche. Gerade letztere scheint aber weniger plausibel, zumindest wenn man die Studie von Streeck et. al. liest ( (“Heinsberg-Studie”) , wo keine nachgewiesene Infektion über virusbelastete Fläche erkennbar war. Trotzdem sei laut Kappstein Händewaschen ein probates Mittel gegen eine Übertragung von SARS-CoV-2:

RKI, ECDC, CDC und WHO betonen mit Nachdruck, dass äußerst sorgfältige Händehygiene und das Vermeiden von Hand-Gesichts-Kontakten essenziell sind und durch den Gebrauch von Masken in der Öffentlichkeit nicht vernachlässigt werden dürfen.

(ebd.)

Fazit der Untersuchung

Am Ende wird der Maskenwahn auf breiter Front angegriffen:

Weder vom RKI oder von der WHO noch von ECDC oder CDC wurden wissenschaftliche Daten für eine positive Wirkung von Masken in der Öffentlichkeit (im Sinne einer reduzierten „Ausbreitungsgeschwindigkeit von COVID-19 in der Bevölkerung“ [1]) vorgelegt, weil es solche Daten nicht gibt. Ebenso stützt auch das Update des Cochrane-Reviews die Anwendung von Masken im öffentlichen Raum in keiner Weise. Dies wird durch 2 weitere Reviews der relevanten Literatur vom April 2020 bestätigt. Dasselbe gilt für die schon vor einigen Jahren durchgeführte Studie aus Hongkong.

[…]

Der Gebrauch von Masken im öffentlichen Raum ist schon allein aufgrund des Fehlens von wissenschaftlichen Daten fragwürdig. Zieht man dazu noch die erforderlichen Vorsichtsmaßnahmen in Betracht, müssen Masken nach den aus Krankenhäusern bekannten Regeln im öffentlichen Raum sogar als ein Infektionsrisiko betrachtet werden.

[…]

Aus einer Maskenpflicht für viele Millionen Bürger in Deutschland können jeden Tag zig-millionenfache Kontaminationen resultieren, die zu einem wesentlichen Teil vermeidbar wären, weil die ohnehin schon häufigen Hand-Gesichts-Kontakte der Menschen durch die Maskenpflicht noch häufiger werden, Händewaschen unterwegs aber nur ausnahmsweise möglich ist. Dabei besteht das Risiko, dass der – schon zwangsläufig – unsachgemäße Umgang mit der Maske und die erhöhte Tendenz, sich selbst ins Gesicht zu fassen, während man die Maske trägt, tatsächlich das Risiko einer Erregerverbreitung und damit Erregerübertragung noch erhöht – ein Risiko, das man doch aber gerade durch die Maske reduzieren will.

Eine Maskenpflicht vermittelt ein falsches Sicherheitsgefühl, und ein falsches Sicherheitsgefühl ist immer ein Sicherheitsrisiko.

Diese Studie darf nun allen entgegegehalten werden, die sich “wissenschaftlich” noch auf der Ebene der Konjunktive befinden: “Könnte”, “sollte”, “dürfte” etc. Denn wir alle wissen nun, nach monatelanger medialer Dauerbedröhnung: “Eine Mund-Nase-Bedeckung kann helfen, die Ausbreitung von SARS-CoV-2 zu verlangsamen.” Das kann das Blaufärben der eigenen Haartracht (so noch vorhanden) aber auch.

Zum BMI-Strategiepapier, sogar etwas Heiteres

Mainz, 18.9.2020 von M. Garcia

Heute habe ich mir erstmals persönlich das Strategiepapier des BMI Wie wir Covid-19 unter Kontrolle bekommen angeschaut, von dem ich in den vergangenen Monaten immer wieder gehört hatte, vor allem, wenn es darum ging, wie insb. Kindern Angst gemacht werden soll, damit diese und ihre Eltern die Maßnahmen mit tragen, egal wie sehr das Kindeswohl dadurch gefährdet wird. Das Papier umfasst 17 Seiten, war nur für den Dienstgebrauch gedacht und wurde lt. Arne Semsrott „nach
dem 18. März an weitere Ministerien sowie das Bundeskanzleramt verteilt.“  [Quelle]

Die FAZ schreibt dazu:

„Nachdem am 10. März das Papier von sieben Ökonomen über die wirtschaftlichen Implikationen der Krise auf dem Tisch lag, bat Seehofer seinen Staatssekretär Markus Kerber, selbst Ökonom und früher Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, ein Strategiepapier zu erarbeiten – und zwar eins, das ein Worst-Case-Szenario ausleuchtet. Kerber stellte eine Gruppe von rund zehn Fachleuten zusammen. Michael Hüther und Hubertus Bardt vom Institut der deutschen Wirtschaft, außerdem Christoph M. Schmidt und Boris Augurzky vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Drei Tage arbeiteten die Wissenschaftler rund um die Uhr, am 22. März war das Papier fertig. Das war der Sonntag, an dem die Ministerpräsidenten und die Kanzlerin die Ausgangsbeschränkungen beschlossen.“ [Quelle]

Hier wurde offensichtlich drei Tage lang rund um die Uhr mit der heißen Nadel gestrickt und nicht berücksichtigt, dass es auch ganz anders kommen kann als in dem modellierten Worst-Case-Szenario vorhergesagt. So sind die in diesem Strategiepapier dargestellten Grafiken Welten von dem entfernt, was tatsächlich zu beobachten war. Unklar ist auch, weshalb partout ein Worst-Case-Szenario angenommen werden sollte, noch dazu ohne dabei eine Kontrolle in sehr kurzen Abständen (max. 2 Tagen) vorzunehmen, um schnellstmöglich eine Kurskorrektur in Richtung Realität vornehmen zu können.

Gleich zu Beginn, im Kapitel 1. Lage und Strategie werden Vermutungen zu haltlosen Tatsachen befördert, ebenso wie dreist behauptet wird:

Die meisten Virologen, Epimediologien, Mediziner, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler beantworten die Frage‚ was passiert, wenn nichts getan wird‘ mit einem Worst-Case-Szenario von über einer Million Toten im Jahre 2020 – für Deutschland allein. (S. 1)

Da stellen sich mir spontan die Fragen: Wann wurden diese „meisten“ Wissenschaftler um ihre Meinung gebeten? Wer hat alles dazu gehört? Wie kamen sie auf so eine horrend hohe Zahl an Toten? Mit Sätzen wie

Der wesentliche Grund, weshalb die große Gefahr, die durch COVID-19 ausgeht, bis vor kurzem nicht gesehen wurde, ist die Schwierigkeit, exponentielles Wachstum intuitiv zu verstehen. Eine Modellierung soll helfen, die Dynamik von COVID-19 zu verstehen. (S. 3)

werden Wörter bzw. Begriffe in den Raum geworfen, die mir zeigen, da sind mal wieder „Blender vor dem Herrn“ unterwegs. Es geht m.E. weniger darum, dass es schwierig ist, zu verstehen, was ein exponentielles Wachstum sein soll, als vielmehr darum, dass es schwer ist zu verstehen, was überhaupt daran intuitiv verstanden werden soll. Egal wie, eine Modellierung soll helfen.

Das soll vermutlich wissenschaftlich klingen, wird doch auf wissenschaftlicher Basis gerne mit Modellen gearbeitet. Leider sind diese i.d.R. so weit von der Realität entfernt. Es ist wie zu versuchen, anhand eines Sandkorns die Erde in ihrer ganzen Vielfalt aufzuzeigen. Nur wenige Parameter werden herangezogen und dann heißt es auch noch ständig „ceteris paribus“, will heißen, unter sonst gleichen Bedingungen. Aber wann sind in der wirklichen Welt die Bedingungen schon gleich, wenn erst einmal eine Veränderung eingetreten ist? Nehmen wir einmal einen Fall aus dem Gesundheitswesen:

Angenommen, es stünden an Tag 1 in einem Krankenhaus 10 von 80 Betten frei und es kämen an diesem Tag 5 neue Patienten hinzu, dann wären nur noch 5 frei. Würden an Tag 2 insg. 8 neue Patienten eingeliefert, wäre das Krankenhaus – ceteris paribus – überbelegt oder müsste 3 Patienten an andere Krankenhäuser verweisen. In Wirklichkeit ist es jedoch so, dass es täglich auch zur Entlassung genesener Patienten oder auch zu Todesfällen kommt, wodurch Kapazitäten frei werden. Es kann also durchaus sein, dass die Zahl der belegten Betten am Ende von Tag 2 niedriger ist als zu Beginn von Tag 1.

Wenn bei der Modellierung etwas so Wichtiges vergessen wird, und das kann Professoren, die ihren Tag im Labor vor einem Computer verbringen und die von der wirklichen Welt wenig bis keine Ahnung haben, schon einmal passieren, dann taugt das ganze Modell nichts.

Herr Drosten, der einzige von der Bundesregierung hinzugezogene Virologe, schilderte in einem seiner ndr-Podcasts (ich meine es war der 16.) selbst eindrücklich, wie wenig Ahnung er selbst sogar hatte von den Modellierungen, die er für seine Entscheidungsfindung hinzugezogen hat. Obwohl er diese seines Kollegen aus England zwar noch nicht ganz gelesen und auch nicht richtig erfasst habe, lobte er sie als das Beste aus, das es gäbe. Vermutlich mangelte es an einer Alternative bzw. andere Professoren wurden ignoriert, z. B. Prof. John Ioannidis (Standford University).

Es werden im Laufe des Strategiepapiers 4 mögliche Szenarien vorgestellt:

  1. „Schnelle Kontrolle“, eine Situation, die wir problemlos so gehabt haben könnten
  2. „Rückkehr der Krise“, d. h. es wird eine zweite Welle geben
  3. „langes Leiden“, ein schnelles Eindämmen gelingt zwar nicht, aber die Krise ist zu bewältigen
  4. „Abgrund“ => Die Eindämmung der Epidemie gelingt nicht.

Die „Wissenschaftler“ kommen u.a. zu folgender Bewertung:

„Die Abschätzungen zeigen bei allen Unsicherheiten, dass unter allen Umständen auf Szenario 1 („Schnelle Kontrolle“) hingearbeitet werden muss. Szenario 4 („Abgrund“) wäre eine unvorstellbare wirtschaftliche Katastrophe, die gesellschaftlich zu kaum vorstellbaren Konsequenzen führen würde.“ (S. 11)

Szenario 1 hätten wir haben können, die Regierung versucht durch inflationäres Testen aber das zweite heraufzubeschwören, auch wenn es lediglich eine Laborpandemie ist. Letztlich wird auch das 4. Szenario angestrebt, indem die Maßnahmen und auch der rechtliche Zustand der epidemischen Lage von nationaler Trag weite nicht per Gesetz aufgehoben wird, obwohl es ihn de facto nicht mehr gibt, so es ihn überhaupt jemals gegeben hat, denn die Sterbestatistik weist gegenüber anderen Jahren keinerlei Übersterblichkeit auf. Die künstliche Aufrechterhaltung des unrechtmäßigen Zustands soll mind. dauern, bis ein Impfstoff verfügbar ist, der nicht mehr gebraucht wird. Alles, damit die katastrophalen Fehlentscheidungen der Regierung nicht aufgedeckt und Machtstrukturen dauerhaft etabliert werden können, die mit einer Demokratie nichts mehr gemein haben.

Das Papier sei zunächst als Verschlusssache eingestuft worden berichtet Semsrott und wäre es auch lieber geblieben, das hätte dem Ministerium im Nachhinein so manche Empörung und auch Peinlichkeit erspart. Empörung über die Art und Weise, wie bei der Bevölkerung und insb. bei Kindern Urängste heraufbeschworen werden sollen, um die Maßnahmen durchsetzen zu können.  Das hat bislang bei sehr vielen Menschenauch gut geklappt, herzlichen Glückwunsch an die Autoren des Strategiepapiers. Deren moralische Gesinnung, die an folgendem Satz deutlich hervortritt, lässt das warme Herz jedoch gefrieren:

„Wir müssen wegkommen von einer Kommunikation, die auf die Fallsterblichkeitsrate zentriert ist. Bei einer prozentual unerheblich klingenden Fallsterblichkeitsrate, die vor allem die Älteren betrifft, denken sich viele dann unbewusst und uneingestanden: «Naja, so werden wir die Alten los, die unsere Wirtschaft nach unten ziehen, wir sind sowieso schon zu viele auf der Erde, und mit ein bisschen Glück erbe ich so schon ein bisschen früher». Diese Mechanismen haben in der Vergangenheit sicher zur Verharmlosung der Epidemie beigetragen.“

Was hier dem Bürger an Gedankengängen unterstellt wird, ist einfach ohne Worte, bzw. zeigt, wie sehr es den Autoren an Reife, Empathiefähigkeit und sozialem Bewusstsein fehlt. Dies zeigt sich auch in der Angststrategie, die sie vorschlagen, damit Kinder und Erwachsene, die verordneten Maßnahmen widerstandslos einhalten.

Doch komme ich nun zu dem Teil des Papiers, der mich seit Tagen zum ersten Mal hat laut schallend lachen lassen. Tatsächlich gibt es eine solche Textstelle, und zwar steht hier:

„Ausserdem sollte auch historisch argumentiert werden, nach der mathematischen Formel: 2019 = 1919 + 1929“ (S. 13)

Wie kann es sein, dass diese „Wissenschaftler“ nicht einmal die Mathematik der 4. Klasse beherrschen? Seit wann ist 2019 die Summe von 1919 und 1929??? Und seit wann beschreiben wir die Geschichte (!) mit Hilfe der Mathematik? Möglicherweise liegt hier meinerseits eine Bildungslücke vor.

Da hilft auch der Folgeabsatz nicht weiter, der da lautet:

„Man braucht sich nur die oben dargestellten Zahlen zu veranschaulichen bezüglich der anzunehmenden Sterblichkeitsrate (mehr als 1% bei optimaler Gesundheitsversorgung, also weit über 3% durch Überbelastung bei Durchseuchung), im Vergleich zu 2% bei der Spanischen Grippe, und bezüglich der zu erwartenden Wirtschaftskrise bei Scheitern der Eindämmung, dann wird diese Formel jedem einleuchten.“ (S. 13)

Weder die Formel wird hierdurch jedem einleuchten, noch macht dieser Satz irgendeinen Sinn, egal wie ich ihn drehe und wende. Er ist einfach nur Quatsch und gehört in mein Büchlein, in das ich früher unsinnige Schüleraussagen notiert habe, die mich amüsierten.

Angesichts der unzähligen Fehler, die dieses Papier enthält, stellt sich mir wieder einmal die Frage: Was ist ein Wissenschaftstitel/Studium in Deutschland heutzutage noch wert? Mir sind Menschen lieber, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, ihren menschlichen Verstand zu nutzen wissen und liebevoll und großzügig im Umgang mit anderen sind. Aufgeblasene Titelträger, die ihre Unwissen- und Unfähigkeit hinter Worthülsen verbergen, brauche ich in meinem Leben nicht.

Meine abschließende Beurteilung dieses Strategiepapiers: Note 6 (ungenügend), weil unreif, an Empathie mangelnd, mit nur einer sehr reduzierten Sichtweise, einigen Rechtschreibfehler, fehlenden mathematischen Kenntnissen und schließlich auch Täuschungsversuch.


Anmerkung des Herausgebers: Vielen Dank an die Kollegin für diesen hervorragenden Artikel, dessen Inhalt mich weniger erheitert aber dafür umso mehr erschreckt hat. Zeigt das Referat doch zuerst einmal auf, für wie dumm die Regierenden das Staatsvolk mittlerweile zu halten scheinen.

Man legt also auf der Basis einer hochgradig dünnen Datenlage (z. B. der Fallsterblichkeit), die dann auch noch nachgerade böswillig verzerrt dargestellt wird, ein ganzes Land still, verbreitet Angst und Panik um dann mit vollkommen unzulänglichen Mittel die selbst erzeugte “Krise” publikumswirksam “in den Griff” bekommen zu wollen. Wobei die Staatsmedien begeistert mit schöner Regelmäßigkeit Applaus zur Regierungspolitik beisteuern. Und wenn die Zahlen, das Horrorszenraion nicht mehr hergeben, holt man sich eben andere Zahlen herbei. Von “Flatten the curve!” (i. e. dQ/dt => 0) über den “Wachstumsfaktor” bis hin zu “Wenn die Zahl der Neuinfizierten größer als x pro 100.000 ist, müssen wir wieder die Zügel anziehen“. Wobei x in einem beliebigen Intervall liegen darf, auf Exaktheit kommt es nicht an. Wenn wir die “50” nicht packen setzen wir x eben auf 25. Egal.

Dabei reicht es dann geistig bzw. mathematisch nicht einmal für den Stoff der 9. Klasse. Denn es gab, wenn überhaupt, nie ein exponenzielles Wachstum (x hoch n), weil das Zeitinterval, in welchem n>>1 war, nur wenige Tage Ende März, Anfang April 2020 bestand. Der Wachstumsfaktor n befand sich spätestens hier wieder meistens im Bereich von 1 und fiel dann sehr schnell unter den Wert eines linearen Exponenten, nämlich ab dem Zeitpunkt Mitte April, als die Zahl der akuten Fälle bereits wieder zu fallen begann. Wobei man uns medial wirksam natürlich  nie die Zahl der akuten Fälle präsentierte sondern immer nur die akkumulierte Anzahl der “Covid-Patienten”.

Weiter im Text: Die hirnrissige Aussage, man müsse sich den Begriff “exponentielles Wachstum” am besten “intuitiv” erschließen, zeigt mir wieder mal sehr deutlich, dass meine These “Wir werden von Idioten regiert” noch um den Passus “…und diese Idioten werden von anderen Idioten ‘beraten’.” ergänzt werden muss. Eine mathematische Beziehung versteht man nicht “intuitiv” sondern man lernt die Gesetzmäßigkeit aufgrund der dargebotenen Fakten. Oder man lässt es sein, z. B. wenn es geistig nicht soweit reichen sollte.

Fazit: Was wir erleben und was wir an Strategien was Regierungshandeln betrifft erkennen dürfen, zeigt, dass das, was man als “Idiotokratie” zu benennen pflegt, immer mehr um sich geift. Die Idiotokratie ist dabei eine Staatsform, welche die aufgeklärte und auf Faktenwissen basierende moderne Gesellschaft unterminiert wie ein schleichendes Gift. Menchen, denen es oftmals am kognitiven Vermögen mangelt, den sprichwörtlichen “Eimer Wasser umzutreten”, treffen Entscheidungen, die Millionen von Menschen in ernste Probleme bringen. Wobei man sich immer fragt: Wer bringt diese Hohlköpfe, Dummschwätzer, Phrasendrescher und Heißluftpumpen eigentlich in ihre jeweiligen Positionen? Die Antwort kann zumindest diesmal “intuitiv” erfolgen: Das große Mundwerk. Denn das ist die Quintessenz: Je lauter jemand auftritt, desto eher kommt er im Idiotenstadl der Politik nach oben. Um sich dort, bestens bezahlt, im Sinne der Idiotokratie, die er fortan repräsentieren darf, nach Herzenslus auszutoben.

Peter Baier

“Gefälligkeitsatteste” – Behörden setzen Ärzte unter Druck

Von Peter Baier

Wir von lehrer-fuer-aufklaerung.de werden seit ein oder zwei Wochen mit einem neuen Typ an Zuschrift konfrontiert. Lehrer, Eltern und vereinzelt Schüler sehen sich dem Problem gegenüber, dass den Attesten, welche Ärzte nach der Untersuchung des Patienten eine Unvereinbarkeit der Gesundheit des Untersuchten mit dem Tragen einer “Mund-Nasen-Bedeckung” (warum sträubt sich alles in mir, dieses erbärmliche Kunstwort hier zu schreiben?) bestätigen, nicht geglaubt wird.

In diesem Zusammenhang ist in der Presse auch gerne von “Gefälligkeitsattesten” die Rede. Ärzte werden als unethisch, ja nachgerade korrupt, an den kollektiven Pranger gestellt.

Offen gestanden hatte ich darmit gerechnet. Nachdem bereits von Ärzteverbänden vor Monaten jene Mediziner, die eine andere als die von Politik, Medien und eben auch Ärztefunktionären vertretene Position einnehmen, mit Nachdruck zur Abkehr von ihrer “Irrlehre”  aufgefordert wurden, und auch gelegentlich schon der Overkill “Approbationsentzug” in der Presse erwähnt wurde (natürlich nur beiläufig und gaaaaaanz am Rande!) , wird nun die nächste Eskalationsrunde eingeläutet.

Es liegen uns Informationen einiger betroffener Ärzte vor, dass Atteste direkt von den Schulen an die Dienstaufsicht weitergeleitet wurden, vermutlich um Druck auf die Ärzte auszuüben und nun auch das letzte Kind unter die Maske zu zwingen.

Als vermeintlich probates Gegenmittel wird in sozialen Netzwerken gelegentlich geraten, das Attest nicht aus Hand zu geben und die Daten des Arztes zu verdecken. Das ist Unsinn, widerspricht es doch dem Wesen eines Attestes. Mit ihm bescheinigt der Arzt nach bestem Wissen und Können einen bestimmten Gesundheitsstatus auf den sich der Inhaber des Attestes beruft. Wenn ich also den Arzt verleugne, verleugne ich auch dessen Fachwissen und seine ärztliche Kunst. Das nur am Rande.

Wie sieht die rechtliche Lage aus?

Zuerst einmal betrifft die Ausstellung eines solchen Attestes das Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Dieses Verhältnis unterliegt einem besonderen rechtlichen Schutz, erkennbar u. a. an der Existenz der Ärztlichen Schweigepflicht. Der Arzt stellt eine Diagnose, der Patient erhält sein Attest. Auf diesem ist die Diagnose nicht vermerkt, das wäre ja noch schöner. Denn sie hat überhaupt keinen zu interessieren. Und schon gar nicht hat die Schule einen Anspruch darauf, diese Diagnose zu erfahren. Das Attest ist ein Beweismittel mit einem sehr hohen Wert. Es steht für sich, weiterer Erläuterungen bedarf es nicht.

“Gefälligkeitsatteste” –  Ein hilf- und haltlose Unterstellung

Die Unterstellung, Ärzte würden “Geälligkeitatteste” austellen ist zudem grob böswillig. Denn es fehlt, zumindest in den Fällen wo der Arzt den Patienten eingehend untersucht hat und die Anamnese dokumentiert ist, bereits am Anscheinsbeweis für ein fehlerhaftes Handeln des Arztes. Lassen wir mal jene Fälle weg, wo Ärzte unterschriebene und gestempelte Blankoatteste ins Netz stellten, die man nur herunterladen musste, die eigenen Daten eintragen und fortan “maskenbefreit” war. Dass derlei rechtliche Konsequenzen haben muss, können wir unstreitig stellen. Darum geht es hier auch gar nicht.

Wer aber als Lehrer, derartige Wege gegangen ist macht sich natürlich sowohl strafrechtlich als auch disziplinarrechtlich angreifbar. Hier steht immer der Verdacht nach §279 StGB (Gebrauch unrichtiger Gesundheitszeugnisse) im Raum, für den Beamten mit nicht unerheblichen möglichen Rechtsfolgen.

In jenen Fällen hingegen, wo der Arzt ein ordentliches Anamnesegespräch geführt hat und die Untersuchung dokumentiert ist, entstehen rechtlich erst einmal keine Probleme. Mein Anamnesegespräch dauerte beispielsweise 45 Minuten, dafür stellte mir der Arzt die normale Gebühr für das Austellen einer Bescheinigung in Höhe von 5,23€ in Rechnung. Von einer unethischen Bereicherungsabsicht kann angesichts des mageren Stundenlohnes hier nicht die Rede sein.

Was tun, wenn die Schule das Attest nicht anerkennt?

Ein Attest ist ein Beweismittel. Erkennt die Schule das Beweismittel nicht an, muss sie dies dem Antragstellter gegenüber erklären. In der Folge bleibt nur der Rechtsweg. Die formal ausgesprochene Nichtanerkennung eines Maskenattestes wird dann ein Verwaltungsakt und muss dem Betroffenen durch einen Bescheid bekannt gegeben werden. Dieser Bescheid hat einen Hinweis auf Rechtsmittel zu enthalten, die der Betroffene in einer gegebenen Frist (i. d. R. 1 Monat) einzulegen hat.

In der Regel wird es so ablaufen, dass die Schule oder die übergeordnete Schulbehörde erklärt, das Kind oder der Lehrer könne nur in der Schule sein, wenn es/er sich an die allgemeinen “Hygieneregeln” halte. Darin enthalten sei auch die Verpflichtung an bestimmten Orten eine “Mund-Nase-Bedeckung” zu tragen. Weigere sich das Kind (unter Berufung auf das vorgelegte Attest) müsse es von der Schule abgeholt werden. Lehrer ohne Gesichtswindel dafür aber mit gutem Grund für die Windelfreiheit wurden schon zum Heimunterricht (Modewort “Distanzlehren”) verdonnert.

Über die Perfiderie, Kinder auf diese Weise brutal auszugrenzen, muss man nicht reden, Schulen sind eben ein “Hort der Toleranz”.

Erhält man also einen entsprechenden Bescheid legt man innerhalb der gesetzten Frist Widerspruch ein. Wird der zurückgewiesen, sollte man sich an einen Anwalt wenden, der einen entsprechenden Klageantrag für das Verwaltungsgericht formuliert. Besonders kritisch ist hier zu sehen, dass Kranke (oder besser gesagt “eingeschränkt Gesunde”) hier entgegen der Bestimmungen des Allgemeinen Gleichstellungsgesetzes (AGG) diskriminiert werden. Der Anwalt freut sich über einen weiteren Klageantrag. Denn da es nach Meinung einiger Juristen nicht maskenbefreiend wirken kann, wenn nur eine kurzfristige Krankheit besteht (etwa eine schwere Erkältung, mit der man allerdings sowieso daheim bleibt) werden in der Regel längerfristige Erkankungen Auslöser der Maskenbefreiung sein. Hier sind zu nennen asthmatische Probleme, COPD, aber auch psychische Dinge wie Angst- oder Panikerkrankungen.

Für jene Fälle in denen die Schulleitung erst einmal “nur” um ein “klärendes Gespräch” bittet (und dann weniger rechtlich sondern eher hochmoralisch vorträgt), ist anzuraten, hier sehr deutlich zu machen, wie sich die Rechtslage darstellt und man ggf. den Rechtsweg beschreiten werde.

Ärzte in der Klemme?

Ärzte sollten sich ebenso wenig einschüchtern lassen. Wer sich beim Untersuchen keine Fehler erlaubt und daher “nach bestem Wissen und Gewissen” ein Attest ausstellt, wird kaum eine Beweislage entstehen lassen, die für eine Verurteilung nach §278 StGB („Ausstellen unrichtiger Gesundheitszeugnisse“)  ausreicht. Dazu sollten Ärzte diese Sachfragen aber unbedingt mit einem Rechtsanwalt für Medizinrecht diskutieren. Wir als Nichtjuristen können hier nur sehr eingeschränkt und nur allgemein argumentieren.

Interessanterweise wird in der Presse (z. B. bei “Report Mainz”) immer nur über die wirklich “Schwarzen Schafe” berichtet. Also jene Ärzte, die z. B. den Patienten vorher nicht einmal gesehen haben und die Zusendung des Attestes per E-Mail angeboten haben. Im Einzelfalle auch mit Diagnosestellung durch den Patienten selbst. Dass derlei die rechtlich zulässigen Grenzen weit überschreitet, muss nicht gesondert erwähnt werden. Wir reden hier von redlich arbeitenden Ärzten, die am Wohle ihrer Patienten interessiert sind.

Andererseits: Wie will man denn eigentlich in den meisten Fällen überhaupt den Nachweis führen, dass der Arzt nachlässig gewesen sein soll? Für diese Ermittlungen muss der Patient den Arzt von seiner Schweigepflicht entbinden. Ich würde das nicht tun. Solange der Arzt also nicht durch z. B. öffentlich betriebene Werbung für “Downloadatteste” aufgefallen ist oder anderweitig plakativ Missbrauch betreibt, könnte es hier auch ermittlungspraktische Probleme geben, die den Nachweis einer Straftet, wenn der Arzt überhaupt schuldhaft gehandelt haben sollte, unmöglich machen.

Fazit: Das System zeigt mal wieder, dass es nicht bereit ist,  aus seinem Corona-Guantanamo irgendeinen herauszulassen. Wir haben alle lebenslänglich den Gesslerhut in Form einer Maske zu grüßen. Wie üblich in totalitären Systemen, haben sich dann alle eben ausnahmslos dem Diktat zu unterwerfen. Für Abweichler gab es früher den “Gulag”, heute sitzt das maskenbefreite Kind am Einzeltisch.

Andererseits, einmal traditionell liberal gedacht: Wen hat es eigentlich zu interessieren, welcher Lehrer oder Schüler durch ein ärztliches Gesundheitszeugnis vom Tragen der Gesichtswindel befreit ist? Ein liberaler Rechtsstaat (bzw. seine Exekutive) hat es zu akzeptieren, wenn Menschen rechtliche Regelungen in Anspruch nehmen, die aufgrund sachlicher Erwägungen (u. a. Haftungsrecht) in die entsprechenden Rechtsnormen eingeflossen sind.

Nur der Stasistaat wird immer wieder nachhaken müssen, ob es nicht doch “feindlich-negative” Elemente gibt, die das ach so soziale Staatswesen subversiv zu unterminieren suchen. “Ich schütze Dich, Du schützt mich.“, so lautet das Coronamotto hier in Rheinland-Pfalz. Und ich ergänze das mal: “Und die Coronastasi ist dabei Schild und Schwert der Hygienepartei.

Dass bestimmte autoritäre Charaktere mit dem liberalen Staat ein Problem haben, ist nicht weiter von Bedeutung. Es zeigt aber, dass es gar nicht um ein Virus geht, das schon seit Monaten sowieso  infektionsmäßig keine Rolle mehr spielt bzw. niemals spielte. Oder war unser Gesundheitssystem je dem Zusamenbruch nahe wie Anfang März 2020 in schierer Panik postuliert wurde?

Nein, die große Katastrophe ist ausgefallen und heute findet die “Pandemie” nur noch in den Labors statt, welche n>1.000.000 “Corona”-PCR-Tests pro Woche auswerten und so aufgrund eines festen Anteils falsch positiver Ergebnisse (1% <= p <=1,5%) einen Grundstock an vermeintlichen Infizierten ergeben. Es geht nur um sukzessiven Abbau der Freiheit mittels einer Salamitaktik, dem Schleifen des liberalen Gemeinwesens und dem Ende der Toleranz Menschen mit anderer Meinung gegenüber. Und die Salami wird langsam sehr kurz. Der größte Teil ist nämlich schon weggeschnitten.

Epidemische Lage Covid-19 am 09.09.2020

Von Peter Baier

In Ergänzung zum heutigen Beitrag von M. Garcia hier noch die Zahlen der in 7-Tage-Intervallen akkumulierten “Corona”-Toten für die vergangenen Kalenderwochen seit Anfang April 2020.

Wenn man die Anzahl der entsprechenden Todesfälle für jeweils 7 Tage aufsummiert, erhält man einen anschaulichen Beleg für die hier auf der Seite vertretene These, dass SARS-CoV-2 im Infektionsgeschehen in Deutschland seit Wochen keine Rolle mehr spielt. M. Garcia hat diesen Sachverhalt bereits in o. ä, Artikel ausgeführt, hier noch einmal ein Zahlenbeleg aus anderer Sicht.

Verwendet man die Zahl der “Coronatoten”, so zweifelhaft ihre Stringenz auch sein mag, als Indikator für die Relevanz des Infektionsgeschehens, erkennt man, dass die Zahl dieser “Todesfälle” kontinuierlich  an der Abzisse entlang verläuft und langsam gegen Null approximiert. Dies belegt eindeutig, dass Covid-19 kein relevantes Krankheitsgeschehen mehr hervorbringt.

Setzt man die Zahl der aufgrund der hohen Testzahl (ca. 10⁶ pro Woche, i. e 1.000.000) und die daher generierten hohen “Infiziertenzahlen” (die allerdings im Bereich der zu erwartenden Zahl der falsch-poistiven Testungen liegen) in Relation, ist evident, dass es sich bei “Corona” nur (noch) um eine reine Laborepidemie handelt.

Die  Daten liegen zur Verifizierung und  Nachberechnung der Ergebnisse auf dem Github-Account des Verfassers.