Mein Erfahrungsbericht

Von | April 20, 2021

Von Birgit Weißenborn

Im Dezember 2020 bin ich freiwillig aus dem Schuldienst NRW ausgeschieden zum Schutz meiner Gesundheit. Außerdem kann ich die Durchsetzung der Maßnahmen nicht mit der Fürsorgepflicht vereinbaren. Lebensfreude durch Bewegung ist Beruf und Berufung. 2020 hatte ich eine Vertretungsstelle an einer Grundschule für Schwimmen und Sport. Bis März 2020 war das eine wunderbare Aufgabe. Die Tätigkeiten ab März 2020 waren andere. Ursache sind die Maßnahmen von der Landesregierung NRW mit einer Sperrung von Sporthallen und Schwimmbädern. Improvisierter Sport bei Regen auf dem Schulhof ist ruinös für meine Gesundheit. Kalter Durchzug im Klassenraum ist ungesund für meine Lunge. Die Maske erschwert meine Atmung. Das ist meine persönliche Begründung zum Schutz meiner Gesundheit.

Weitere Gründe sind für mich persönlich die Verletzung der Fürsorgepflicht und des Bildungsauftrages für 8.3 Millionen Schulkinder in Deutschland.

Ich halte die Schulschließung im März 2020 für übereilt und kontraproduktiv. Die Notbetreuung mit Abstand, Materialverbot, Kontaktverbot war schon im Mai 2020 einsam und herzlos. Auf dem Schulhof gesperrte Klettergerüste bremsen die Bewegungsfreude und Körpererfahrung. In der Betreuung kein Mittagessen anzubieten (aus Hygienegründen oder Mangel an Kindern) ist ungesund. Außerdem gehen die Caterer pleite.

Zwischen Osterferien und Sommerferien haben wir 30 Schulmails aus dem NRW Gesundheitsministerium und Schulministerium erhalten (ca. 2 pro Woche). Lange Mails ausformuliert für alle Schulformen. Umsetzung neuer Regeln kurzfristig ab Folgewoche mit neuen Raumplänen und Stundenplänen. Das führt zu Stress und Demotivation bei Schülern, Eltern und Lehrern.

Für die Viertklässler gab es keine Abschiedsfeier mit Eltern und Freunden. Zum neuen Schuljahr ab 12. August wurde es noch trauriger. Die Erstklässler bekamen keine Einschulungsfeier mit Eltern, Großeltern, Geschwistern. Mit Abstand und Maske wurden sie einzeln im Klassenraum platziert. Es gibt keine Schulbuddys, die als Pate die Erstklässler begleiten. Durch Kontaktverbote können insbesondere Erstklässler kaum Freunde finden und Unterstützung bekommen.

Die Folgen des Lockdowns waren schon im August unübersehbar. Die Kinder hatten fünf Monate keinen Unterricht von März bis August. Ob Notbetreuung oder Homeschooling –Bildungsniveau und Sozialverhalten haben gelitten. Verschlimmert wurde das durch geschlossene Sportvereine und Jugendzentren. Die Aggressivität bei Mädchen und Jungen hatte schon im August zugenommen – verbal und körperlich. Ich war mehr mit Streitschlichtung und trösten beschäftigt, als mit Inhalten.

Die neuen Regeln verursachen Stress bei Kindern und Lehrern. Maskenpflicht, Abstand halten, Hände waschen, Materialverbot, Kontaktverbot und mehr. Diese unpädagogischen Verbote durchzusetzen kostet Kraft und Unterrichtszeit. Durch die Maske konnte ich die Kinder schon im Klassenraum kaum verstehen. Draußen fiel die Kommunikation noch schwerer.

Getrennte Pausenzeiten führen zu Isolation der Kinder. Klassenlehrer müssen die Pausen selbst beaufsichtigen und haben keine Pause. Der Austausch im Lehrerzimmer fällt somit aus. Getrennte Hofzonen für Schulklassen oder Betreuungsgruppen führen zu Isolation. Sie bremsen die Bewegungsfreude. Kinder werden von Spielmöglichkeiten (Klettergerüst, Schaukel, Wippe) abgetrennt – sofern sie nicht sowieso für alle gesperrt sind.

Schwimmunterricht fällt seit März 2020 aus. Improvisierter Sportunterricht auf dem Schulhof oder im Park auf Abstand ist schwierig. Mangels Umkleiden können sich die Kinder kaum Sportsachen anziehen. Im November bei Kälte und Regen 90 Minuten auf dem Schulhof verbringen ist ungesund. Mannschaftssport zur Förderung der Sozialkompetenz ist verboten.

Ab August war wöchentliche Lehrerkonferenz mit Maske auf Abstand im Durchzug. Der Austausch in der Lehrerkonferenz wurde unterbunden. Es ging nur noch um die Vorstellung von Itslearning für den Distanzunterricht, die Mitteilung der neuen Regeln ab Folgewoche, neue Raumpläne und Stundenpläne. In 60 Minuten ist das nicht zu schaffen. Dann wurde die Konferenzzeit für den PCR Test verwendet. Gerade mit diesen neuen Aufgaben wäre mehr Austausch notwendig. Insbesondere für neue Lehrer oder Vertretungslehrer wie mich.

Der Lehrermangel wird verstärkt durch die Maßnahmen. Schwangere werden vom Dienst befreit. Lehrer mit Vorerkrankungen werden vom Dienst befreit. Lehrer mit erkrankten Angehörigen werden vom Dienst befreit. Gesunde Lehrer waren in Quarantäne. Ergo mussten Lehrer zwei Klassen parallel betreuen mit Stillarbeit. Das ist das Gegenteil von halben Klassen. Das sind doppelte Klassen mit doppelter Arbeitsbelastung. Mehr Lehrer lassen sich vermehrt krankschreiben aus Überlastung. Die Sozialpädagogen, die eigentlich zweite Kraft sein sollen, werden für Vertretungsunterricht eingesetzt. Zum 1.2.2021 haben neue Referendare und Lehrer ihren Dienst angetreten, aber die Schüler waren zu Hause. So konnten Referendare und neue Lehrer ihre Kollegen und Schüler nur online kennenlernen.

Seit März 2020 wird der Kontakt zwischen Eltern und Lehrern erschwert.. Eltern dürfen den Schulhof nicht mehr betreten. Sie müssen mit Abstand vor dem Schulgelände warten. Reale Elternabende und Elternsprechtage sind verboten. So können Eltern neue Lehrer nicht kennenlernen. So können Eltern von Erstklässlern sich nicht kennenlernen, keine Elternpflegschaft wählen. Der Kontakt zwischen den Eltern wird erschwert. Jegliche Information sollte über Itslearning stattfinden. Aber die meisten Lehrer und Eltern haben keine Einarbeitung in diese Plattform erhalten. Ein lebendiger Schulalltag für Kinder, Lehrer und Eltern sieht anders aus.

Digitalisierung für Distanzlernen ist gerade bei Kindern kontraproduktiv, weil sie dadurch noch mehr Zeit alleine am Computer verbringen. Online Unterricht fördert Internetsucht, Passivität und Vereinsamung. Schon im April 2020 warnte der Deutsche Kinderschutzbund auf seiner Webseite vor den negativen Auswirkungen der Kontaktbeschränkung auf Kinder. Das betrifft 8,3 Millionen Schulkinder in Deutschland.

Meine Schlussfolgerung:

Lehrer haben eine Fürsorgepflicht in ihrem Unterricht. Jeder Lehrer ist für das Wohlergehen seiner Schüler verantwortlich. Ich konnte mit den neuen Regeln und Masken meine Fürsorgepflicht nicht erfüllen. Diese Kindeswohlgefährdung kann ich nicht verantworten. Ich finde die Maßnahmen seit März 2020 menschenunwürdig. Daher hatte ich im Dezember um eine Vertragsaufhebung gebeten und bekommen.

Lösung ist eine sofortige Aufhebung der Maßnahmen. Kinder haben ein Recht auf Bildung, Kontakte, Freunde, Bewegung, Sportunterricht und Schwimmunterricht im Klassenverband.

Das ist meine persönliche Erfahrung und Meinung. Ich darf diese Meinung nicht auf Kollegen, Lehrer, Schulleiter, Eltern übertragen.

 

 

 

 

 

 

Kognitiv am Limit: Politiker fordern Unterricht im Freien

Von | April 20, 2021

Politiker, das wissen Sie, sind heutzutage nicht die allerstärksten Denker. Vorbei sind die Zeiten als sich ein Helmut Schmidt, ein Franz-Josef Strauß oder ein Herbert Wehner im Bundestag (und außerhalb) den einen oder anderen durchaus intelligenten und rhetorisch anspruchsvollen verbalen Schlagabtausch geliefert haben.

Heute kommt in vielen Fällen aus der Riege der vermeintlichen “Elite” in aller Regel nur noch geistiger Dünnpfiff, der höchstens vom Unterhaltungswert her herausragend ist. Und, nein, wir werden nun nicht ein ein Potpourri der besten Statements der neuen Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena “Das Netz ist der Speicher für Kobold, und das ist alles durchgerechnet” Baerbock bringen. Tatsache ist, dass das, was uns da vorturnt, oftmals bereits beim Erbringen einfachster Denkleistungen krass scheitern muss. So auch diese Protagonisten, die wir nun besprechen wollen:

(Quelle n-tv.de)

Angesichts drohender Schulschließungen durch das geänderte Infektionsschutzgesetz haben Politiker mehrerer Fraktionen Unterricht unter freiem Himmel gefordert. “Unterricht im Freien oder die weitere Reduzierung der Lerngruppengrößen sind zu durchdenken, bevor Schulen geschlossen werden”, sagte der familienpolitische Sprecher der Unions-Fraktion im Bundestag, Marcus Weinberg, der “Bild”-Zeitung. (ebd.)

Jetzt fragt man sich natürlich, wie jemand, der laut seiner Biographie in der Tat mal eine Zeitlang als Lehrer gearbeitet hat, einen derartigen Schwachsinn über den Sender lassen kann. Aber wir konstatieren zumindest, dass es sicher kein Schaden ist, zumindest für potenzielle Schüler, wenn er heute in der Politik dillettiert anstatt vor der Klasse.

Wie soll das mit dem Unterricht im Freien funktionieren? Werden jetzt die Klassenzimmer ausgeräumt und das Mobiliar großflächig auf dem Schulhof, den angrenzenden Freiflächen wie Bürgersteige, Parks oder Wohnanlagen aufgestellt oder gar im Wald verteilt? Was macht man mit Tafeln, Overheadprojektoren oder anderen Medien? Was passiert wenn es, so wie jetzt, trotz Frühjahr draußen saukalt ist? Und wenn es gar regnet? Und was passiert im Winter?

Richtig großartig ist auch Einlassung einer SPD-Frau, wobei wir wissen, dass aus dieser Partei ebenfalls hervorragende Denker entstammen die uns in einem Akt beispielloser Kreativität gepaart mit herausragendem Intellekt neue Wortschöpfungen präsentieren (“Covidioten”), auf die sonst niemand zu kommen vermag.

Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Bärbel Bas sagte der Zeitung: “Durch die Wissenschaft ist belegt, dass Aktivitäten unter freiem Himmel sicherer sind als in geschlossenen Räumen. Daher klingt die Möglichkeit, Schulunterricht im Freien möglich zu machen, erstmal gut und wird von manchen Schulen bei gutem Wetter auch spontan genutzt.”

Ja, Frau Bas, ist gut so! Gegen Sportunterricht im Freien ist nichts einzuwenden. Aber bauen Sie mal eine elektronische Schaltung inklusive Messmitteln im Stadtpark auf! OK, das ist sowieso zu kompliziert, es reicht ja, wenn Schüler heute ihren Namen tanzen können und dazu ist der Park hervorragend geeignet. Sie von der SPD sind ja bildungsmäßig die Vorreiter und Experten im Nivellieren das Bildungsniveaus. Allerdings mit der Grundausrichtung nach unten. Da psst Ihr Statement dann sehr gut rein.

Auf die einfachste Lösungen kommen diese beiden Chefdenker indes nicht: Den ganzen Covid-Unsinn einmal mit exakter Wissenschaftlichkeit zu durchleuchten, sich z. B. die realen Krankheitszahlen ansehen oder die Sterblichkeit (derzeit 11% niedriger als im Vorjahr zum gleichen Zeitpunkt!) zu betrachten und dann den ganzen Corona-Blödsinn einfach abzuschalten.

Fazit: Man wundert sich heute über gar nichts mehr. Wenn die “geistige Elite” dieses Landes Verlautbarungen von sich gibt, kann man sicher sein, dass Unsinn kommt.

Denken wir kausal: In der Politik findet offenbar seit längerer Zeit eine rigorose Negativauslese statt. Wer heute den Weg in den Bundestag oder ein Landesparlament findet, muss seinen Grund dafür haben. Einer dürfte sein, dass viele dieser Leute alleine durch ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im normalen Leben außerhalb der Politik keine entsprechenden Positionen erreichen könnten, die ihnen einen Lebensstandard ermöglichen, wie man ihn durch ein Leben als Berufspolitiker erreichen kann. Die Zeiten intellektuell zumindest durchschnittlicher Fähigkeiten bei Politikern scheint vorbei zu sein. Dafür tritt an die Stelle des klaren Verstandes ein großes Mundwerk.

Allerdings erschreckt schon, mit was für törichten Aussagen man sich heute in die Öffentlichkeit traut. Früher (TM) wären diese Leute noch einfach ausgelacht worden. Heute drucken die Medien diesen Blödsinn einfach munter ab und geben diesem armseligen geistigen Tiefflug dann noch mehr Raum, als er verdient. Aber im Grunde verdient dieser Unsinn gar keinen Raum. Es ist schiere Zeitverschwendung, sich damit zu befassen Und deshalb endet der Artikel hier.

Zurück auf den Campus!

Von | April 19, 2021
In Düsseldorf haben sich Studenten zusammengeschlossen, die gemeinsam  die Initiative Zurück auf den Campus ins Leben gerufen habe. Aus dem “Mission Statement” dieser Initiative:
Wir bieten allen jungen Menschen in NRW eine Plattform, um gemeinsam die Priorisierung der Bildung einzufordern. 
Dies bedeutet:
1. die Rückkehr zum Regelbetrieb in den Bildungsstätten ohne Einschränkungen,
2. den Erhalt der zukunftsfähigen Wirtschaft und 
3. den Meinungspluralismus. 
Zurück auf den Campus macht mit einer Vielzahl von Aktionen wie Flashmobs und offenen Briefen auf die maßnahmenbedingten Missstände im Bildungssystem aufmerksam.  Wir starten mit einer #StudiDemonstration am 24.04.2021 um 13 Uhr vor dem Düsseldorfer Landtag.
 
Schüler, Auszubildende, Lehrer, Dozenten und Eltern – jeder ist eingeladen mit uns für das Grundrecht Bildung einzutreten. Hier der Link zu unseren Social Media Kanälen für mehr Infos:

Wie krank ist das eigentlich?

Von | April 19, 2021

Manchmal sehe ich den sozialen Medien Dinge, da wird einem schlicht und einfach übel. Und zwar speiübel. So z. B. beim Foto dieses Aushangs, der offensichtlich an irgendeiner Schule im deutschsprachigen Raum angebracht wurde:

(Quelle vk.com)

Meiner Erfahrung nach mangelt es einem nicht zu vernachlässigenden Teil meiner Berufsgruppe eindeutig am klaren Verstand. Diese “Kollegen”, welche den Aushang angebracht haben, gehören offenkundig dazu. Denn sonst wäre ihnen aufgefallen, dass sie hier gerade ein eindeutiges Geständnis abgeliefert haben. Ein Geständnis, das zeigt, dass sie gar kein Problem damit haben, natürlich “auf Anweisung von oben” (wie üblich in diesem Land, man handelt immer nur “auf Anweisung von oben”) Kinder einer quälenden und erniedrigenden Behandlung anheim zu geben.

Eine Behandlung, die sie zwingt, während des ganzen Schultages einen die Atmung erheblich behindernden Mundvorsatz zu tragen. Dieses Mittel, die “Maske”, hat natürlich keinerlei hemmenden Effekt auf eine Infektionsausbreitung. Denn wenn die ganze Republik seit einem Jahr gesichts-bewindelt durch die Gegend läuft, die “Zahlen” aber nach wie vor steigen, kann diese entwürdigende “Maske” sicher nicht zielführend sein. Es liegt an anderen Dingen, welche das sind können Sie hier unter der Rubrik “Daten und Fakten” bzw. “Wissenschaft”nachlesen. Diese Dinge haben etwas mit Mathematik und Systematik zu tun.

Was ebenfalls zu befürchten steht: Vermutlich fühlen sich diese Lehrer dann auch noch gut, wenn sie es den Kindern gnädigerweise gestatten, ihre elende “Maske” auch mal ganz kurz abzunehmen. Vorausgesetzt, die Schüler beachten dann auch konsequent die geheiligten “AHA-Regeln” und halten sich von anderen ausnahmslos fern. Denn es muss den Kindern ja weiterhin mit aller Macht eingehämmert werden, dass der Mitschüler ein potenzieller Killer sein könnte ebenso wie sie selber. Im schlimmsten Fall wird das Kind schuldig am Tod von Verwandtschaft: “Wenn Ihr die Maske nicht tragt, stirbt Eure Omi!”.

Diese Kinder wachsen in dem fatalen Bewusstsein auf, dass von anderen Menschen regelmäßig Lebensgefahr ausgeht. Oder von ihnen selber. Sie bekommen gerade eine entsetzliche Hypothek auf ihre Zukunft. Die Angst wird sie ständig begleiten. Denn ein dauerndes auf Lebensbedrohung fixiertes Angstszenario in so früher Jugend wird in vielen Fällen dazu führen, dass diese Menschen später auch als Erwachsene tendenziell angstbesetzte Persönlichkeiten sein werden. Was gewissen Politikern natürlich in die Hände spielen wird. Mit Angst kann man Menschen manipulieren und Politik ist (auch) die Kunst der Manipulation.

Wir können also davon ausgehen, dass da eine Generation heranwächst, die psychisch wesentlich anfälliger für spätere Psychosen und seelische Leiden sein wird, als ihre Vorgänger. Das alles scheint diese “Pädagogen”, die diesen Aushang verbrochen haben, aber nicht zu interessieren. Oder, was noch wesentlich wahrscheinlicher sein dürfte, sie werden es nicht einmal gemerkt haben.

So eine Schule (und damit meine ich nicht nur diese eine Schule!) ist nur noch eines: Der nackte Horror. Und zwar für Schüler und auch für Lehrer. Zumindest für jenen Teil der Lehrerschaft, der nicht zu den autoritären Charaktertypen gehören und sich das pädagogische Ethos nicht von den “Hygieneregeln” hat komplett zerstören lassen.

Für jene andere Gruppe aus der Lehrerschaft mit tendenziell psychopathisch-autoritären Zügen (“MASKE AUF! Sonst gehst Du nach Hause!!!!!”) mag das ja in Ordnung sein. So trennt sich halt die Spreu vom Lehrerweizen. Was letztlich sicher eines der wenigen Dinge sein dürfte, den diese inszenierte “Pandemie” gehabt haben dürfte: Seinen eigenen und den Standpunkt der anderen Lehrer genau zu definieren und sich selbst zu sagen #ichmachdanichtmit. Während zeitgleich diese Nicht-Pädagogen weiterhin beflissen “Anweisungen von oben” umsetzen. Zum Schaden ihrer Schüler.

Respekt!

Von | April 17, 2021

Der Polizeipräsident von Stuttgart, Carsten Höfler, zur Demo am 03.04.2021. Er sagt, dass er als Einsatzleiter nicht zur Verfügung stünde, wenn Mittel des unmittelbaren Zwangs wie Wasserwerfer, Pfefferspray etc. gegen friedliche Demonstranten angewandt werden müssen. Denn diese Maßnahmen seien unverhältnismäßig.

Als Beamter kann man so einem Vorgesetzten nur eines zollen: RESPEKT! Der Mann hat seinen Dienstauftrag verstanden. Nämlich dem Volk zu dienen und nicht den Mächtigen. Vor einem solchen Vorgesetzten hätte ich allerhöchste Achtung. Leider trifft man diesen Typus nur sehr, sehr selten.

Es soll Vorgesetzte geben, die ein Problem damit haben, wenn sie nicht so respektiert werden, wie sie sich das wünschen. Daher sei folgendes als Denkanstoß angefügt: Respekt bekommt man nicht qua Amtes. Man verdient ihn  sich durch integres, menschliches, rationales, überlegtes und vor allem am Geist der Gesetze ausgerichteten Handeln. Respekt muss man erwerben. Unterwürfigkeit gibt es gratis. Oder auch nicht.

(Zur Quelle des Videos)

Kritische Lehrerin in schlechtes Licht gerückt: “Framing” nach Lehrbuch

Von | April 16, 2021

Und wieder gibt es Wirbel um die öffentliche Auftritte von Lehrern in der “Causa Corona”. In der Allgemeinen Zeitung aus Mainz war am 15.04.2021 ein Artikel zu lesen, der zeigt, wie weit die “Politische Korrektheit”, bzw. die damit verknüpfte Forderung, bestimmte Dinge nicht öffentlich vorzutragen, mittlerweile reicht. Nämlich dahin, dass sich einzelne Personen bzw. Institutionen in einer nachgerade impertinenten Art und Weise anmaßen, darüber befinden zu dürfen, was noch innerhalb des Art. 5 GG gesagt werden darf und was nicht.

Der Fall: Eine Lehrerin eines Gymnasium in Rheinland-Pfalz äußert sich öffentlich kritisch zu den Regierungsmaßnahmen im Zusammenhang mit der ausgerufenen “Corona”-Pandemie. Sie wendet sich gegen Grundrechtseinschränkungen, eine mögliche, immer wieder diskutierte Pflicht, sich gegen diese Infektion impfen zu lassen, die nebenbei bemerkt 99,87% der Menschen in Deutschland überhaupt nicht betrifft, und jene, die sie “haben” oftmals keinerlei Symptome zeigen und die dafür aber als “symptomlos erkrankt” bezeichnet werden. Sie macht von Ihrem Grundrecht, ihre Meinung ohne Zensur frei äußern zu dürfen, Gebrauch. Leider ist das ein Problem im politisch so überaus korrekten aber sehr “bunten” Rheinland-Pfalz, wo der Meinungskorridor mit “verengt” eher untertrieben beschrieben ist. Dafür beherrscht man die öffentlich zelebrierte Empörung ganz hervorragend. Es werden später entsprechende Beispiele folgen.

Die Folge der unbotmäßigen Äußerungen der Lehrerin: Die Dienstaufsicht, eine Behörde namens “ADD”, wird eingeschaltet und “ermittelt”. “Harry, wir brauchen den Wagen! Sofort!“. Man darf gespannt sein, was diese “Ermittlungen” so ergeben.

Im uns vorliegenden Bericht der “AZ” kann man dann auch wieder herauslesen, was offenkundig heute gerne seitens der Systempresse unternommen wird. Mit schwammig und unpräzise formulierten, aber vom Durchschnittsleser leicht entsprechend zu verstehenden Begriffen und Satzstrukturen wird eine gewollte, in eine bestimmte Richtung weisende Bedeutung in das Geschriebene hinein interpretiert um einen gewünschten Effekt zu erzielen. Das “Framing”. Als Beispiel ein Zitat aus der “AZ”zum Vorgehen der “ADD”:

In jedem Einzelfall werde geprüft, ob das Handeln
beziehungsweise die Äußerungen von dem Grundrecht auf Meinungs- beziehungsweise Demonstrationsfreiheit gedeckt ist. Andernfalls würden Ermittlungen angestrengt und Dienstordnungsmaßnahmen eingeleitet, schreibt die Behörde weiter. Ob das im Fall der Alzeyer Lehrerin zutrifft, dazu äußert sich die Behörde nicht. Generell gelte: Mit Konsequenzen muss rechnen, wer die Grenze überschreitet. Und die werde immer da überschritten, wo der Grundsatz zur Treuepflicht verletzt werde. Dazu zählt auch das Neutralitätsprinzip, wie es im sogenannten „Beutelsbacher Konsens“ aus dem Jahre 1976, das die Grundsätze für die politische Bildung legt, festgeschrieben ist. Demnach dürfen zwar Lehrer eine eigene Meinung haben und sie sogar im Unterricht kundtun. Allerdings  nicht, ohne sie auch zu relativieren. Seite und Gegenseite müssen dargestellt werden.
(Quelle Zeitungsartikel der “AZ”, der Redaktion vorliegend)

Dass die Lehrerin im Unterricht versucht habe ihre Schüler zu indoktrinieren und damit gegen den erwähnten “Beutelsbacher Konsens” verstieß, ergibt sich aus den Schilderungen im Artikel nicht. Dort ist nur an einer Stelle erwähnt, dass sie aus ihrer Meinung in der Schule “keinen Hehl” mache. Das reicht aber für eine Indoktrination nicht aus.  Für die muss mehr passieren, der Begriff “indoktrinieren” ist definiert als:

Indoktrination ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. (Quelle)

Die genauen Umstände dieses “keinen Hehl aus seiner Meinung zu machen” bleiben bewusst im Dunkeln, aber das Verhalten der Lehrerin wird trotzdem als anstößig dargestellt.

Ebenso verschweigt die “Sprecherin der ADD” (oder die “AZ” druckt es nicht ab) die Tatsache, dass sich Lehrer im Rahmen der beamtenrechtlichen Normen außerhalb des Dienstes frei äußern dürfen und nach den beamtenrechtlichen Regelungen Äußerungen inhaltlich nur die Verpflichtung zur Verfassungstreue beschränkt sind.

Dass eine Demonstration und die öffentliche Fürsprache für bestimmte (verfassungsmäßig zulässige) Ziele ja wohl klar als außerdienstliche Angelegenheit zählt, können wir hier als unstreitig ansehen. Impfkritik und das Eintreten gegen die Außerkraftsetzung grundrechtlicher Normen dürfte kaum dazu angetan sein, eine Abkehr von der Freiheitlich-demokratischen-Grundordnung unterstellen zu können. Der Verfasssungsfeind, der sich für die Grundrechte einsetzt, muss wohl noch erfunden werden. Wir sind aber kurz davor. Man darf diesbezüglich guter Hoffnung sein. Zur Not hilft auch ein Blick ins Gesetz, in §47 BeamtStG ist normiert, dass ein außerdienstliches Verhalten nur dann ein Dienstvergehen ist, wenn es besonders schwer wiegt. Aber wer von  den Redakteuren der Systempresse liest schon Gesetze und macht sich kundig, wenn er Artikel verfasst?

Apropos “Artikel”: An dem Text der “AZ” fällt regelmäßig die ungeheuer tendenziöse Sprache auf, in dem über die Lehrerin regelrecht hergezogen wird. Die Lehrerin “zweifele die Gefährlichkeit von ‘Corona’ an”. Ach was? Das tut das amerikanische CDC (Center for Disease Control) auch und arbeitet heraus, dass die Wahrscheinlichkeit an Covid-19 zu sterben für Personen in der Altersgruppe unter 70 bei ca. zwischen 0,003% und 0,5% liegt. Eine gefährliche Infektionskrankheit sieht doch wohl etwas anders aus. Nicht besonders bedrohlich ist die “Corona”-Lage übrigens auch in Alzey, wo das Gymnasium der Lehrerin steht. Dort liegt seit Wochen kein einziger Patient wegen Covid-19 auf der Intensivstation, was unsere Recherchen ergeben haben. (Link)

Die Lehrerin, so wird weiter vorgetragen, beklage sich über allfällige Grundrechtseinschränkungen und auch jene, dass man seine Meinung im Gegensatz zu dem in Art. 5 GG verbrieften Recht nicht mehr frei äußern dürfe.

Ach so, ist dieses Brimborium, welches hier um die Auftritte der Kollegin veranstaltet wird, nicht ein einwandfreier Nachweis dafür, dass sie Recht hat? Bedarf es noch mehr? Wenn sogar die “ADD” wegen einer zulässigen Meinungsäußerung “ermittelt” lernen wir daraus: Lieber die Klappe halten und keinen Stress mit den Damen und Herren von der Dienstaufsicht riskieren. Das ist wohl die unverhohlene Botschaft hinter solchen Sätzen. Soviel zum Grundrecht nach Art. 5.

Und dann kommt auch noch ein ominöser Mann in dem Zeitungsartikel zu Wort, früher nannte man ihn den “großen Unbekannten”:

In dem Video vom Bad Kreuznacher Kornmarkt ergreift auch ein Mann das Wort, dem die Alzeyer Lehrerin bereitwillig das Mikrofon übergibt. Der spricht von einer „Zutat“ im Impfstoff „von Bill und Melinda Gates“, „die sämtliche genetische Grunderkrankungen, die wir seit unserer Geburt, seit unseren Ahnen in uns vererbt bekommen haben“ zum Ausbruch bringen. „Genau darauf zielen sie ab“, sagt der Mann. Das Ziel sei es, Chaos zu verursachen. Die Zuhörer  applaudieren. Er spricht von gültigen Nazigesetzen und  Besatzungsstatuten. „Wir leben immer noch in einem  Besatzungsstatut. In einem besetzten Land.“ Wieder Applaus seitens der Zuhörer. Die Alzeyer Lehrerin lässt den Redebeitrag unkommentiert. Bedankt sich bei dem Sprecher. (ebd.)

Ja und? Was signalisiert das? Dass sie zustimmt? Doch sicher nicht. Der unkritische Leser wird derlei aber gerne annehmen wollen. Lieber Redakteur von der “AZ”: Sie machen sicher gerade Ihr Praktikum bei der Zeitung und lernen noch, dass man in einen Zeitungsartikel relevante Information und keine Gerüchte oder eben “große Unbekannte” präsentieren sollte. Das wird schon! Ich bin sicher.

Dann wird natürlich auch die Schule der Kollegin zitiert und das Zitat haut in die gleiche Kerbe:

An der Schule, an der die Lehrerin unterrichtet, ist man „erstaunt und irritiert“, wie die Schulleiterin des Alzeyer Gymnasiums bestätigt. „Die Aussagen der Person in den zwei Videos passen nicht an unsere Schule.“ (ebd.)

Nein! Doch! Oh! Diese Aussage der Schulleitung zeigt doch nur, wie verengt der Korridor an Meinungen, die man heute gnädigerweise vortragen “darf”, mittlerweile geworden ist. Hinzu kommt: Wer “böse” Dinge sagt, ist fortan kein “Kollege” mehr sondern wird zur “Person” umgewidmet. Damit sind von der Orwellschen “Unperson” nicht mehr weit entfernt. Wann wird “vaporisiert”?

Was ich auch interessant finde: Darf die Schule eigentlich der Presse ein Statement zu der (damit offiziell gewordenen) Bewertung der Äußerung der Lehrerin abgeben oder musste sie vorher untertänigst bei der Dienstaufsicht anfragen und die hatte Zustimmung signalisiert?

Weiter im Text: Ob diese Aussagen an die Schule passen oder nicht ist vollkommen irrelevant  Die Aussagen wurden in einem Beitrag des SWR in Form eines Interviews getätigt und sind daher öffentliche Äußerungen der Lehrerin, die sie als Privatperson vorgenommen hat. Sie hätten, wie vorher dargelegt, nur dann dienstrechtliche Relevanz, wenn sie sich gegen die verfassungsmäßige Ordnung der Bundesrepublik wenden würden. Das tun sie aber nicht, insofern hat sich die Schulleitung solcher übergriffigen und die Rechte der Betroffenen verkürzenden Aussagen zu enthalten. Jede Form von “Irritation” hier ist alleiniges Problem des oder der Irritierten. Oder sagen wir es deutlicher: Es geht weder einen Schulleiter noch die “ADD” etwas an, was ich privat äußere, wenn ich dabei nicht gegen geltende Gesetze in der Art verstoße, unsere staatliche Ordnung angreifen zu wollen. Nicht alles, was einer Behörde nicht gefällt, verletzt alleine aufgrund dieses Nichtgefallens unsere Rechtsordnung. Punkt.

Vergleiche mit dem “III. Reich” sind “böse”

Richtig an die Decke geht die Schulleiterin aber wenn Vergleiche mit dem Nazireich gezogen werden:

In dem Beitrag des SWR spricht die Lehrerin darüber, was sie an dem Virus fürchtet. Es sei nicht das Virus selbst, sagt sie. Sondern die damit einhergehende Einschränkung von Grundrechten. Gelöschte Inhalte im Netz. Darüber, dass eine freie Meinungsäußerung nicht mehr möglich sei. Und sie vergleicht ihre aktuelle Situation mit dem „Dritten Reich“. Was damals die Juden waren, seien heute diejenigen, die keine Maske tragen. „Wenn ein Jude auf der Straße gegangen ist, dann sind die Leute ausgewichen und genau so ist es, wenn du ohne Maske irgendwo bist“, sagt die Alzeyer Lehrerin der SWR-Reporterin und bleibt auch auf Nachfrage dabei. „Das war schon ein paar Mal so, dass ich dachte ,Oh, so müssen sich die Juden gefühlt haben.‘“

Oh, oh, das war politisch aber gar nicht korrekt! Entsprechend schießt die Empörungsrakete gen Himmel. Die Schulleiterin wird zitiert:

Der Vergleich mit den Juden – für die Schulleiterin ist es einer, bei der sich ihr der Magen umdrehe, wie sie erklärt. Eine Weltsicht, die nicht zu ihrer Schule passe. (ebd.)

Der Schulleiterin sei gesagt: Bei Leuten wie Ihnen spüre ich ähnliche physische Reaktionen wie die von Ihnen beschriebene. Dieses pathologische Verhalten, immer und überall “politisch korrekt” sein zu wollen, ist m. E. nach eine Form von Zwangsstörung. Man nennt das “Überanpassung“. Das kann man/frau sich aber auch wieder abtrainieren (lassen). Außerdem kann die Lehrerin sagen, wie sie sich in bestimmten Situationen fühlt, dieses Recht steht ihr unstreitig zu. Wer ohne Gesichtswindel einkauft und bei jedem 2. oder 3. Einkauf von irgendwelchen Maskenfetischisten in dümmster Art und Weise angeblafft wird (“Du Arschloch, wo ist Deine Maske???” letzte Woche beim EDEKA) , hat schlechterdings das Recht, sich so zu fühlen wie er bzw. sie es für richtig hält und das auch öffentlich zu äußern. Für das Ansinnen der Empörungsindustrie fällt mir ein Satz des Schauspielers Klaus Kinski ein, das aber hier nicht zitierfähig ist.

“Querdenker” sind ebenfalls “böse”

In dem Artikel bekommt dann natürlich auch die “Querdenker”-Bewegung ein paar Seitenhiebe ab, das wollen wir nur am Rande erwähnen:

Das Video von der Querdenker-Demo in Bad Kreuznach wird auch in dem SWR-Beitrag kurz eingespielt. (ebd.)

Ja, die bösen “Querdenker” mal wieder. Ich denke, das primäre Problem des Redakteurs von der “AZ” ist, dass in dem Wort “Querdenker” das Verb “denken” enthalten ist. Und das macht Menschen heute zutiefst verdächtig.

Wer sich abseits von Regierungsverlautbarungen die Fakten verschafft (z. B. indem, er wissenschaftliche Papiere liest), diese analysiert und bewertet und dann weiter denkt und danach merkt dass da einiges ganz anders aussieht, verglichen mit den täglichen Pressekonferenzen von Merkel, Spahn, Wieler & Co. wird sehr schnell erkennen, dass uns die Regierungen seit über einem Jahr in erheblichem Umfang Unsinn erzählen. Dieser Unsinn geht einher mit Zahlenspielen wie “R-Wert”, “Inzidenz”, “Intensivbettenauslastung” und Horroszenarien wie der Mär von den “Mutanten”. Dies auch, indem man uns weismachen will, es sei ein Killervirus unterwegs und wir müssten fortan unser gewohntes Leben ad acta legen und uns der “neuen Normalität” mit “AHA”-Regeln, regelmäßigen “Lockdowns” und anderem Blödsinn mehr unterordnen. Wobei Länder wie Schweden oder einzelne Bundesstaaten der USA (wie z. B. Florida) zeigen, dass man ohne den ganzen von oben verordneten Quatsch wunderbar (nachdem eine kurze Infektionswelle durch das Land gegangen war) weiterleben kann.

Ich habe übrigens kein Problem damit, jene Menschen an ihrem Glauben festhalten zu lassen, die ich gerne als “Zeugen Coronas” bezeichne. Jeder darf glauben, an was er will. Von mir aus an irgend einen Gott, an UFOs, die flache oder hohle Erde (oder an beide), an das “grüne Spaghettimonster” oder was auch immer, Ich schätze das Grundgesetz und die darin enthaltenen Freiheiten sehr. Glaubensfreiheit ist eine davon. Die wissenschaftlichen Daten zu “Corona” geben indes etwas anderes her als das, was man uns erzählt. Was das ist, ist auf dieser Seite in den Kategorien “Daten und Fakten” bzw. “Wissenschaft” aufgezeigt. Es sei auf die Auflistung der Kategorien am unteren rechten Seitenrand verwiesen. Wenn jemand die darin enthaltenen Informationen nicht korrekt bewerten kann oder will, ist das aber nicht unser Problem.

Um zum Ende zu kommen: Die “politische Korrektheit” ist ein von oben oktroyiertes Denk- und nachfolgend verhängtes Sprechverbot. In “1984” nannte man das “Crimethink”. Dieses Verbot wird auf verschiedene Weisen durchzusetzen versucht. Ein häufig genutzter Weg ist die immer auf einen “Gedankenverbrecher” lauernde Empörungsindustrie in Gestalt von Politikern (in fast allen Fällen aus dem linken Parteienspektrum), NGOs, Stiftungen, Gedenkstätten (gerne aktiv bei Nazivergleichen!) usw. usw. Alles Personen, Gruppen, Vereine, Institutionen etc., die sich anmaßen, darüber befinden zu dürfen, was noch erlaubt ist zu sagen und vor allem was nicht. Das Instrument dazu nennt sich modern “Shitstorm”. Im kleinen tut es auch der “Beschwerdebrief”. Gerne mit offiziellem Briefkopf und Unterschrift mit einem “Dr.” vor dem Nachnamen.

Die “PC” (political correctness) hat ihren Ursprung letztlich im Sozialismus (egal ob der ein “national” davor hatte oder nicht) und diente dazu, die Untertanen des autoritären Staates dazu zu bringen, sich in keiner Weise gegen ihre Herrscher öffentlich auflehnen zu können. Das Wirken und die Zielrichtung von “PC” ist daher zutiefst autoritär und antiliberal. Es wendet sich gegen die Gedanken- und vor allem gegen die Redefreiheit. Sie passt daher zu einem autoritären Gesellschaftssystem, in welchem “die Guten” darüber entscheiden dürfen, was alle sagen dürfen und was nicht. Wer nicht zu “den Guten” gehört, hat eben Pech gehabt. So einfach ist das.

 

 

 

Die “Notbremse” – Eine Zwangsbremse für die Vernunft

Von | April 14, 2021

Merkel hat es also mal wieder geschafft. Unter tätigem Mitversagen des Parlamentes (das nach unserer Grundordnung eine Kontrollfunktion der Regierung gegenüber hat, diese aber nicht wahrnimmt) kommt jetzt also die “Bundes-Notbremse”. Und, wie bei allen “Maßnahmen” vorher auch, hat auch hier irgendjemand aus der Regierung (bzw. ihren Zuarbeitern) einen besonders schwachsinnigen Namen ersonnen. Wir hatten ja bereits den “Hammerlockdown”, dann kam der “Wellenbrecher”, die “Osterruhe” ist uns erspart geblieben, danach wurde, quasi aus Rache, wieder vom “Brückenlockdown” gefaselt und nun eben die “Notbremse”. Liebe Bundesregierung: Politischer Blödsinn wird nicht dadurch besser, dass man dem Blödsinn auch noch blödsinnige Namen verpasst. Es ist und bleibt Blödsinn!

Allerdings frage ich mich, warum man hier eigentlich eine Notbremse ziehen will. Der Zug der Bundesrepublik Deutschland steht schon lange still, er wurde erfolgreich von Merkel & Co. an die Wand gefahren. Wirtschaft kaputt, Demokratie und Grundrechte kaputt, was will man noch “bremsen”? Und die 650.000.000.000 Euro (in Worten Sechshunderfünzigmilliarden!), die der ganze Coronairrsinn an neuen Schulden aufgehäuft hat und die de facto zu einer Staatspleite führen werden, reden wir noch gar nicht.  Also, einen stehenden und schrottreifen Zug nochmal abbremsen zu wollen, ist komplett sinnlos.

Aber es geht ja schließlich um die “Infektionszahlen”. Wirklich? Nein, natürlich tut es das nicht. Es geht darum, den Föderalismus abzuschaffen, der von den Vätern und Müttern des Grundgesetzes wohlweislich so implementiert wurde, um eben das Entstehen eines übermächtigen Zentralstaates zu verhindern und zu diesem Zwecke die Macht auf verschiedene Schultern zu verteilen. Dass Frau Merkel aufgrund ihrer “erfolgreichen” Sozialisation im Unrechtsstaat “DDR”, der eben ein Zentralstaat war, gelernt hat, wie man Macht konzentriert und die Opposition zum Schweigen bringt, darf man getrost unterstellen. Man wird  damit nicht falsch liegen.

Von welchen intellektuellen Tunnelbohrern die “Notbremse” nun erdacht wurde, darf man vermuten. Es könnte ein Praktikant gewesen sein. Nehmen wir ein Beispiel: Die nächtliche Ausgangssperre von 21:00 bis 5:00 ab einer Inzidenz von 100 “Neuinfektionen” pro 100.000 Einwohner und Woche.

Jeder mit einem Grundwissen an zurückliegenden Entscheidungen zu einer derartigen Idee würde wissen, dass just diese Regelung vor einigen Wochen u. a. vom Verwaltungsgerichtshof in Baden-Württemberg als rechtswidrig verworfen wurde. Warum sollen jetzt andere Gerichte anders verfahren? Diese Ausgangssperre ist schon nicht geeignet (wo findet nachts auf offener Straße ein Infektionsgeschehen statt?) . Damit ist diese selten dumme Idee bereits beim ersten der 3 Schritte zur rechtlichen Verhältnismäßigkeitsprüfung durchgefallen. Die anderen können wir uns also sparen. Zumal mittlerweile klar ist, dass der Rechenwert der zugrunde liegenden Inzidenz vollkommen ungeeignet ist, denn diese Inzidenz hängt von der Anzahl der durchgeführten und damit im Wesentlichen der falsch-positiven Tests ab.

Ich werde mir jedenfalls den Spaß machen und auch wenn “Ausgangssperre” verordnet ist, mich nachts draußen aufzuhalten und, im Falle dass sich mich einem entsprechenden Ordnungswidrigkeitenverfahren gegenüber sehe, die Angelegenheit vor Gericht klären lassen werde. Viele Anwälte sehen hier eine nahezu 100%ige Erfolgsaussicht.

 

RA Ralf Ludwig zum Beschluss des AG Weimar (Familiengericht)

Von | April 12, 2021

Das AG Weimar bzw. das dort ansässige Familiengericht hat einen aufsehenerregenden Beschluss erlassen. (Az.: 9 F 148/21).

Auf Antrag einer Mutter von 2 Kindern wurden die Schulen der Kinder dazu verpflichtet, das Tragen von Masken, das geheiligte “Abstandsgebot” und andere “Hygienemaßnahmen” wie die “goldene Abstandsregel” fortan nicht mehr von den Kindern einzufordern.

Grundlage der Entscheidung war eine Kindeswohlgefährdung nach §1666 BGB  auf welche das Gericht erkannt hat. Das Gericht sah aufgrund dieser Zwänge das physische, psychische und pädagogische Wohl der Kinder erheblich gefährdet.

Außerdem seien die Maßnahmen verfassungswidrig und damit nichtig, u. a. weil sie Art. 2 GG (Recht auf körperliche Unversehrtheit und die freie Entfaltung der Persönlichkeit) verletzten und diesem erheblichen Eingriff in Grundrechte kein verhältnismäßiger Nutzen gegenüber stünde. Es mangele also bereits an der Verhältnismäßigkeit und verletze daher das Übermaßverbot der deutschen Rechtsprechung.

Weiterhin, und das ist hochinteressant auch für uns als wissenschaftliche Netzseite, seien die Maßnahmen überhaupt nicht evidenzbasiert. Es fehle also bereits an den wissenschaftlichen Grundlagen für die “Hygieneregeln”. Es gebe keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass die “Hygieneregeln”, das Infektionsgeschehen SARS-CoV-2 günstig beeinflussen könnten. Demgegenüber seien aber die Kinder durch die Maßnahmen erheblich benachteiligt. Auch hier fehle es daher bereits an der Verhältnismäßigkeit.

Umgangssprachlich gesprochen: Wenn man alleine aufgrund von reinen Glaubenssetzungen und dagegen ohne wissenschaftliche Evidenz Menschen dazu zwingt, Dinge zu tun, die so nicht nutzbringend, erforderlich oder angemessen sind, verletzt das geltendes Recht in erheblichem Umfang. Besonders wenn es sich dabei um Kinder handelt.

Der Beschluss stützt sich auf 3 wissenschaftliche Gutachten dreier renommierter Forscher, u. a. Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Prof. Dr. Christof Kuhbandner und Prof. Dr. rer. biol. hum. Ulrike Kämmerer.

Nach der Kurzeinleitung in dieses Thema wollen wir nun den Rechtsanwalt Ralf Ludwig zu Wort kommen lassen, der den ganzen Beschluss en détail erklärt.

Mustertext zur Ablehnung der Aufsichtübernahme bei Schülerselbsttests

Von | April 12, 2021

Die in den beiden Vorwochen angelaufenen Massentests in Schulen, bei denen sich Schüler selbst auf das angeblich hochgefährliche SARS-CoV-2 Virus testen sollen (ein Virus, das immerhin derzeit gigantische 0,13% der Menschen in Deutschland infiziert hat, bzw. die einen positiven Test haben und das eine ungeheure Gesundheitsgefahr mit sich bringt (Artikel)) sind hoch umstritten.

Diese Tests auf Antigenbasis sind nicht nur deshalb Unsinn, weil Massentests bei symptomlosen Menschen aufgrund der mangelnden Spezifität der Tests eine große Anzahl falsch-positiver Ergebnisse hervorbringen (Artikel) sondern auch, weil es sich hier um einen invasiven Eingriff handelt, der ein gewisses Verletzungsrisiko für den Probanden birgt. Als Lehrer bei einem potenziell gesundheitsschädlichen Selbsteingriff die Aufsicht führen zu müssen, weil dies als “Dienstpflicht” deklariert wurde, ist rechtlich nicht ganz unproblematisch.

Auf den Seiten des Corona-Ausschusses liegt nun ein Dokument bereit, mit dessen Hilfe man gegen diese Art der Verpflichtung als “medizinisches Aufsichtspersonal” Widerspruch führen kann.

Das Papier hat über 20 weitere Seiten, das Herunterladen wird daher ausdrücklich empfohlen!

Farbenspiele – Den Fernsehzuschauer für dumm verkaufen

Von | April 11, 2021

Wer heute noch bei den ÖR-Sendern seine “Informationen” bezieht, dem ist im Prinzip nicht mehr zu helfen. Die Kunst der Meinungsmaipulation durch selektive Information findet man bei diesen Anstalten in ihrer am besten entwickelten Form. Wir müssen das nicht erörtern. Wer sich mal kurz über Meinungsunterdrückung, Halbwahrheiten und Lügen im deutschen Staatsfernsehen kundig machen möchte, dem sei dieser Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung empfohlen. Eine Zeitung, die man übrigens noch lesen kann, im Gegensatz zum Presseeinheitsbrei im “Neuen Deutschland”.

Kommen wir zurück zur ARD, namentlich der “Tagesschau” und einer besonders plumpen Manipulation. Einer Manipulation, bei der man sich wirklich fragt, für wie dumm eigentliche die Macher dieser Sendung ihre Zuschauer halten. Es geht um die Inzidenzzahlen für Covid-19. Wir hatten hier bereits mehrfach berichtet, warum diese Zahlen an sich schon Schwindel sind (Artikel) . Aber selbst wenn diese Inzidenz noch nicht ausreicht, die Knebelmaßnahmen der Regierung zu rechtfertigen, springt der ÖR-Staatsfunk gerne in die Bresche.

Die Westversion der “Aktuellen Kamera”, die “Tagesschau”, stellt die Inzidenz für Covid-19 mit Karten dar. Irgendwann zwischen März und April 2021 wurde aber die Einfärbung der Karten ausgenscheinlich geändert. Und siehe, da, die Panik bekommt eine Farbe und die ist dunkelrot:

(Quellenangabe gem. §51 UrhG: tagesschau.de abgedruckt auf twitter.com)

Der ebenso simple wie dumme Trick: Man ändert einfach die Skalierung. Und zwar an beiden Enden der Skala: Der untere Grenzwert wird abgesenkt (von 25 auf 20), so ist sichergestellt, dass noch weniger Landkreise diese Farbe erreichen.

Und auch am oberen Ende wird munter getrickst. War vorher die maximal dunkle Farbe der Inzidenz >500 vorbehalten, greift diese Farbmarkierung jetzt bereits ab 200.

So erreicht man schnell und unkompliziert eine weitgehend dunkelrote Karte und kann damit die Panik der getäuschten Fernsehzuschauer, die natürlich in Mehrheit die Umstellung der Kartendarstellung nicht wahrnehmen werden, steigern oder hochhalten. Ganz im Sinne von Frau Merkel und ihrer Entourage, die sich wöchentlich neue Ideen ausdenken, wie man die deutsche Bevölkerung weiter ihrer im Grundgesetz garantierten Rechte berauben kann. Frei nach der Devise “Helge, hast Du noch eine Idee?”. So soll ja die Schnapsidee von der “Osterruhe” zu Stande gekommen sein.